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Grundriss der allgemeinen Erdkunde

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN722914245
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6193636
Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der Geographie
Author:
Zweck, Albert
Bernecker, Ernst
Place of publication:
Hannover [u. a.]
Publisher:
Hahn
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN722914695
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6193647
Title:
Lehrstoff der Klassen V und IV
Shelfmark:
GDG-II 37(5,08)-1
Author:
Zweck, Albert
Bernecker, Ernst
Lentz, Alfred
Seedorf, Ernst
Volume count:
Ausg. B, Teil 1
Place of publication:
Hannover [u. a.]
Publisher:
Hahn
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1908
Edition title:
5. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Grundriss der allgemeinen Erdkunde
  • Binder
  • Title page
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Inhalt
  • Einleitung
  • Mathematisch-astronomische Erdkunde
  • Physische Erdkunde
  • Das Land
  • Erdgeschichte
  • Die Umgestaltung der Erdoberfläche in der Gegenwart
  • Die Formen des Landes
  • Die Gewässer des Festlandes
  • Das Meer
  • Die Atmosphäre
  • Biologische Erdkunde
  • Pflanzengeographie
  • Tiergeographie
  • Anthropogeographie
  • Register
  • Berichtigungen und Ergänzungen
  • Binder

Full text

Erosion. 
Ill 
voraussetzen. Jede Änderung darin ändert die Erosionswirkung. Wirk¬ 
lich zum Stillstand kann die Erosion erst kommen, wenn die Erosionslinie 
zur Geraden geworden ist. 
Durch die Erosion vertieft sich ununterbrochen die Sohle in dem 
ganzen Verlaufe des Flusses. Damit schreitet aber gleichzeitig die 
Erosionsrinne nach dem Quellgebiete vor. Durch diese rückwärts fort¬ 
schreitende Erosion wird auch die Wasserscheide verschoben, aus dem 
ursprünglich geradlinigen Verlauf wird dadurch eine Zickzacklinie und es 
kann schließlich sogar die Wasserscheide durchschnitten und dadurch das 
Wasser eines benachbarten Stromsystems abgeleitet werden. 
Jedes Stromsystem ist infolge der horizontalen und vertikalen Arbeit des 
fließenden Wassers demnach immer nur eine vorübergehende Erscheinung. 
Der Betrag der Erosion ist ab- ¡¡§\ 
hängig von der Kraft des fließenden ifffk 
Wassers und von der Beschaffen- 
heit und Lagerung des Gesteines. |l 
Die Kraft eines Flusses ist 
gleich dem Produkte aus Wasser- 
masse und senkrechtem Gefälle. I||l 
Sie wird zum Teil aufgebraucht 
durch den Transport der Sedimente, 
sowie durch die Reibung an den 
Wänden des Flußbettes und an der Luft. Je größer das Gefälle, um so 
größer ist auch die Geschwindigkeit; daher ist die Erosion auch abhängig 
von der Geschwindigkeit des Stromes. Die größte Geschwindigkeit finden 
wir in dem oberen Laufe der Gewässer, wo infolgedessen auch die Erosion 
am schnellsten fortschreitet. Da nun mit der Vertiefung der Furche 
auch gleichzeitig alle einmündenden Nebenflüsse ein größeres Gefälle 
erhalten, so wird auch die Erosionskraft dieser gesteigert, und es kommt 
dann an einer solchen Stelle zu einer stärkeren Abtragung des Bodens 
als im übrigen Flusslaufe, es bildet sich eine Talerweiterung, die oft 
zugleich eine Talvertiefung darstellt. Die normale Erosionsrinne wird 
dann in ihrer Form unterbrochen, es wechseln kesselartige Talerwßite- 
rungen mit geringerem Gefälle und Talengen mit stärkerem Gefälle 
miteinander ab. Solche Talstufen finden wir vorwiegend in den Gebirgs¬ 
tälern. Im Quellgebiet führt eine solche zentral gerichtete Erosion zur 
Bildung sogenannter Quelltrichter. 
Wo die Erosion noch nicht die Talstufe völlig durchschnitten hat, also 
noch ein unfertiges Tal vorliegt, stürzt das Wasser in einem Sprunge
	        

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Ule, Willi. Grundriss Der Allgemeinen Erdkunde. Leipzig: Hirzel, 1915. Print.
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