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Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN722914245
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6193636
Title:
Hilfsbuch für den Unterricht in der Geographie
Author:
Zweck, Albert
Bernecker, Ernst
Place of publication:
Hannover [u. a.]
Publisher:
Hahn
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN722914695
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6193647
Title:
Lehrstoff der Klassen V und IV
Shelfmark:
GDG-II 37(5,08)-1
Author:
Zweck, Albert
Bernecker, Ernst
Lentz, Alfred
Seedorf, Ernst
Volume count:
Ausg. B, Teil 1
Place of publication:
Hannover [u. a.]
Publisher:
Hahn
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1908
Edition title:
5. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Grundbegriffe
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Oberklassen evangelischer Elementarschulen in Elsaß-Lothringen
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Teil
  • I. (Der Tageslauf)
  • II. (Heimat und Fremde)
  • III. (Die Woche und ihre Arbeit)
  • IV. (Sonntag und Festtag)
  • V. (Haus und Familie)
  • VI. (Die Jahreszeiten)
  • II. Teil: Geschichte
  • [Lesestück 1 - 20]
  • [Lesestück 21 - 37]
  • III. Teil: Geographie
  • I. Elsaß - Lothringer
  • II. Allgemeine Geographie
  • IV. Teil: Naturkunde
  • A. Naturgeschichte
  • B. Naturlehre
  • Binder

Full text

— 171 — 
gend, wo diese Untreue zu Tage trat, noch jetzt das Lügenfeld 
heißt. Danach ritt der Kaiser mit seiner Gemahlin und seinem 
jüngsten Sohne in das Lager seiner feindlichen Söhne. Diese 
empfingen ihn ebrerbietig. Ludwig der Fromme und Rarl der 
Kable wurden in Lothars, Judith in Ludwigs Lager gebracht. 
Waãhrend Judith in ein Kloster Italiens abgeführt wurde, brachte 
Lothar seinen Vater ins Kloster nach Soissons und den Knaben 
Karl nach Prüm in der Eifel. Ludwig mubte auf Lothars Ge- 
heib öffentlich Kirchenbube thun und ein ihm aufgedrungenes 
gũundenbekenntnis ablesen. Die Brüder aber und das Volk waren 
mit Lothars Anmahung unzufrieden und zwangen ihn, den Vater 
freizugeben und in alle seine Vürden wieder einzusetzen. Da 
starb Pipin. Jetzt hätte Ludwig der Fromme durch eine gerechte 
Teilung den Frieden in seiner Familie herstellen können; allein 
er that dies nicht. Sein schlechtester Sobn, Lothar, und der 
jüngste, Karl, wurden so auffallend bevorzugt, dab Ludwig, der 
dies Unrecht am wenigsten verdient hatte, zu den Masffen griff. 
Ludwig der Fromme rüstete sich, starb aber unerwartet aut 
einer Rheininsel, Ingelbeim gegenũüber. 
Auch nach des Vaters Tode hörten Lothars Anmabungen 
nicht auf, und Ludwig, mit dem Zunamen der Deutsche, verband 
sich daher mit Karl. Nach der Schlacht bei Fontenay in Bur- 
gund und langen Unterhandlungen kam endlich zu Verdun (843) 
ein Teilungsvertrag zu stande. Lothar erhielt neben der Raiser- 
würde Italien und den nördlichen sowie den mittleren Teil des 
Frankenreiches, nämlich alles Land zwischen Rhein, Saone, 
Maas und Schelde. Dem RKönig Ludwig fiel der östliche Teil 
des Frankenreiches zu, das Land rechts vom Rhein Deutsch- 
land) und dazu Mainz, Vorms und Speyer. Karl der Bable 
nahm Besitz vom westlichen Teil des Frankenreichs. Das Elsab 
gehörte also zum Reiche Lothars, dessen nördlicher Teil nach- 
mals den Namen Lotharingen (Lothringen) erhielt. 
Nach GCassian. 
7. Wie Elsaß und Lothringen zum erstenmal an das 
deutsche Reich kamen. 
Ludwigs des Frommen Sohn Lothar starb zwölf Jahre nach 
dem Vertrage zu Verdun. Lothars zweiter Sohn, Lothar II., erhielt 
die Länder zwischen Rhein, Maas und Schelde, regierte jedoch 
nur bis 869. Schon lange hatte Karl der Kahle sein Auge auf das 
schöne Land Lothars geworfen und die einflußreichsten Männer in
	        

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