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Deutschland

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN725771194
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6218226
Title:
Deutschland
Shelfmark:
GEL-II 6(1,1884)L
Author:
Weigeldt, Paul
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Brandstetter
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1884
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein geographisches Handbuch zum Gebrauche für Lehrer und Seminaristen

Chapter

Title:
G. Das Gebiet der Ober- und Mittel-Donau
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutschland
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • A. Das Gebiet der Elbe
  • B. Das Gebiet der Oder
  • C. Das Gebiet der Weichsel
  • D. Das Gebiet der im Norden und im Osten von der Elbe mündenden Küstenflüsse
  • E. Das Gebiet der Weser
  • F. Das Gebiet des Rheines
  • G. Das Gebiet der Ober- und Mittel-Donau
  • H. Deutschland im ganzen und allgemeinen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Namen- und Sachregister
  • Advertising
  • Binder

Full text

106 
G. Aas Gebiet der Höer- und Wittel-Donau. 
Das Gebiet der Ober- und Mittel-Donau wird im Süden von 
den Alpen, im Norden von dem deutschen Jura, dem Fichtel¬ 
gebirge, dem böhmifch-bayerischen Waldgebirge (nebst dem 
Greiner Walde) und der böhmisch-mährischen Landhöhe einge- 
schloffen. 
Der Teil der Alpen, welcher das Donaugebiet begrenzt, sind die 
östlichen Mittel-Alpen (die rhätischen Alpen) und die Ost-Alpen. 
Letztere erstrecken sich vom Brenner bis zur Donau (bei Wien) und 
zu der ungarischen Ebene. Sie bilden den längsten, aber niedrigsten 
Teil des ganzen Alpen-Systems, sind nicht so seenreich wie die Mittel- 
Alpen und enthalten auch nicht so umfangreiche Gletschermassen wie 
diese. Das Gebirge ist je weiter nach Osten um so deutlicher in meh- 
rere neben einander verlaufende Ketten gesondert und scheidet sich in 
einen zentralen Zug krystallinischen Gesteines und in einen nörd- 
lichen und einen südlichen Kalk-Alpen-Zug. 
Den geschlossensten Teil des Mittelgürtels bilden die hohen 
Tauern, ein mächtiger Gebirgszug, der sich vom Brenner nach Osten 
erstreckt und sich später (an den Quellen der Mur) in zwei Ketten 
teilt. Durch ihre massige Entwicklung, die zahlreichen Hochgipfel 
(Großglockner, Großvenediger und Dreiherrnspitze mit über 
3500 m Höhe) und die ausgedehnten Gletscherbildungen wiederholen 
sie nochmals die ganze Großartigkeit der Alpennatur. Infolge der 
bedeutenden Höhe führt über den mehr als 120 km messenden Kamm 
der hohen Tauern kein einziger fahrbarer Übergang, nur beschwerliche 
Saumpfade (S. 71) verbinden die Querthäler. 
Die nördlichen Kalk-Alpen ziehen vom Bodensee bis westlich 
von Wien. Sie bilden anfangs (zwischen Bodensee und Inn) unter 
dem Namen der bayerischen Alpen ein Stück der Grenze zwischen 
dem deutschen Reiche und Österreich, heißen dann (zwischen Inn und 
Salzach) Salzburger Alpen und endlich (von der Salzach bis Wien) 
österreichische Alpen. In den bayerischen Alpen erhebt sich der 
2957 m hohe Zugspitze, j^r höchste Gipfel des deutschen Reiches. 
Die südlichen Kalk-Alpen ziehen sich als karnische Alpen von 
der Quelle der Drau bis zur Quelle der Sau (italienisch-österreichische 
Grenze!) und verlieren sich in östlicher Richtung zwischen Drau und 
Sau in der Kette der Karawanken, im Süden in den julischen 
Alpen (Terglou oder Triglav,^) 2965 m). 
Der deutsche Jura ist die Fortsetzung des Jura in der Schweiz, 
besteht aber nicht wie dieser aus einer Mehrzahl von Parallelkämmen, 
sondern breitet sich plateausörmig aus. Er ist nicht ein Gebirgszug, 
sondern ein einseitig gehobenes, gegen Süden zu der in beträchtlicher 
Meereshöhe fließenden Donau sanft geneigtes, gegen Norden über das 
') oder „die Zugspitze". 
2) d. h. Dreikopf; wegen seiner drei Gipfelspitzen.
	        

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Weigeldt, Paul. Deutschland. Leipzig: Brandstetter, 1884. Print.
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