GEI-Digital Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • Nach links rotieren
  • Nach rechts rotieren
  • Neuladen in Standardansicht
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

[Untere Lehrstufe, [Schülerband]] (Untere Lehrstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN725771194
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6218226
Titel:
Deutschland
Signatur:
GEL-II 6(1,1884)L
Autor*in:
Weigeldt, Paul
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Brandstetter
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1884
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein geographisches Handbuch zum Gebrauche für Lehrer und Seminaristen

Kapitel

Titel:
A. Das Gebiet der Elbe
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für Gymnasien, Seminarien, Realschulen
  • [Untere Lehrstufe, [Schülerband]] (Untere Lehrstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Vorwort zur sechsten Auflage
  • Inhalt
  • Erste Abteilung. Prosa
  • I. Märchen
  • II. Mythen
  • III. Sagen
  • IV. Volksbücher
  • V. Schwänke
  • VI. Fabeln
  • VII. Parabeln
  • VIII. Legenden
  • IX. Kleinere Erzählungen
  • X. Größere und schwierigere Erzählungen
  • XI. Kleinere Beschreibungen und Schilderungen
  • XII. Größere Beschreibungen und Schilderungen
  • XIII. Geschichtliche und kulturgeschichtliche Scenen und Bilder
  • XIV. Briefe
  • Zweite Abteilung. Poesie
  • Überblick der deutschen Grammatik
  • Einband

Volltext

Das Birkenreis. 
23 
mein Häuschen ist nicht weit von hier, und wenn du mir folgst, soll es dich 
gewiß nicht gereuen. Ich will dich dafür gut bezahlen^)." 
Der Knabe dachte: Das wird eine schöne Bezahlung sein; das Weib¬ 
lein hat ja selbst nichts. Er ließ aber dennoch sich bewegen, legte sein 
Bündlein ab, nahm das andere auf und trottete9) der Alten, die ihm den 
Weg wies, nach. Sie waren eine nicht große Strecke gegangen, als die 
Alte vor einem Häuschen stille stand und zum Knaben sprach: „Nun kannst 
du das Bündlein ablegen, denn hier ist meine Behausung. Warte nur ein 
bißchen, und ich werde dich bezahlen." 
Der Knabe legte das Bündlein ab, und es wunderte ihn sehr, was 
das arme Waldweiblein, welches ins Hüttchen gegangen war, ihm 
bringen werde. 
Es dauerte nicht, lange, da trat das Weiblein wieder heraus und 
trug ein Birkenreis in der Hand. Das alte Mütterchen kam jetzt dem 
Knaben viel größer vor, und es war so feierlich und ernst, daß er sich fast 
fürchtete. 
„Du bist ein braves Kind, das mit armen und alten Leuten Mitleid 
hat, und dafür will ich dich belohnen. Nimm dieses Birkenreis und bewahre 
es gut, denn es wird dir goldene Früchte tragen." — Mit diesen Worten 
gab sie ihm das Reis, und war ins Haus verschwunden10). 
Der Kleine mußte über das Geschenk beinahe lachen, doch behielt er 
den Zweig und eilte in den Wald zu seinem Holzbündel zurück. Er nahm 
es wieder auf den Kopf, trug die Gerte") in der rechten Hand und wan¬ 
derte durch den Wald. Da war er aber gar bald matt und müde, daß 
ihm die Augen zufielen, und er sich dachte: „Ich will ein wenig rasten und 
schlafen, denn so geht das Fuhrwerk nimmer weiter." Gesagt, gethan. Er 
legte das Bündlein ab, steckte das Birkenreis in die Erde, streckte sich 
dabei in das weiche Moos und fieng an gar süß und sanft zu schlummern. 
Als die Sonne sich neigte, und die Abendluft durch den grünen Wald zog, 
erwachte der Junge erst aus seinen schönen Träumen und rieb sich den 
schweren Schlaf aus den blauen Augen. Sein erster Blick war auf das 
Holzbündel, sein zweiter auf das kostbare Birkenreis geworfen; doch wie 
groß war sein Erstaunen, als er an der Stelle des Zweiges einen stolzen 
Baum sah, an dem goldene und silberne Blätter und Früchte in die Wette 
flimmerten und glänzten. Ein Schrei der Freude entrang sich seiner Kehle, 
und jubelnd sprang er zum Wunderbaume und begann Blätter und Äpfel 
abzupflücken und in seinen Sack zu stecken. Als er ganz gefüllt und so 
schwer war, daß er genug zu tragen hatte, nahm Sepp vom Walde und 
seinem Bündel Abschied und eilte der Heimat zu. Die Mutter hatte in¬ 
dessen mit Bangen und Sehnen aus den lange wegbleibenden Knaben 
geharrt und besorgtes ein Unglück. Wie groß war ihre Freude nun, als 
sie ihren Sohn in die Hütte treten sah und ihn jubeln hörte. Doch wie sie 
ihn ohne Holz und Reisig sah, wurde sie böse und sprach: „Wo hast du 
dich den ganzen Tag herumgetrieben? Ich habe dich am frühen Morgen 
um13) Holz in den Wald hinausgeschickt, und jetzt ist es später Abend, und 
du kommst ohne ein Scheitlein zurück."
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Band

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Band

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

URN:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Kehrein, Valentin, and Joseph Kehrein. [Untere Lehrstufe, [Schülerband]]. Leipzig: Verlag von Otto Wigand, 1886. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment