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Deutschland

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN725771194
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6218226
Titel:
Deutschland
Signatur:
GEL-II 6(1,1884)L
Autor*in:
Weigeldt, Paul
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Brandstetter
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1884
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein geographisches Handbuch zum Gebrauche für Lehrer und Seminaristen

Kapitel

Titel:
A. Das Gebiet der Elbe
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutschland
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • A. Das Gebiet der Elbe
  • B. Das Gebiet der Oder
  • C. Das Gebiet der Weichsel
  • D. Das Gebiet der im Norden und im Osten von der Elbe mündenden Küstenflüsse
  • E. Das Gebiet der Weser
  • F. Das Gebiet des Rheines
  • G. Das Gebiet der Ober- und Mittel-Donau
  • H. Deutschland im ganzen und allgemeinen
  • Inhaltsverzeichnis
  • Namen- und Sachregister
  • Werbung
  • Einband

Volltext

34 
Städtetafel: 
Königr. Sachsen: 
Dresden 221 T. Einw, 
Leipzig.150 „ „ 
Chemnitz 95 „ „ 
Prov. Sachsen: 
Magdeburg . 98 T. Einw. 
Halle . . . . 71 „ „ 
Erfurt ... 53 „ „ 
Herz. Anhalt: 
Dessau ... 23 T. Einw. 
Meiningen . . 11 T. Einw 
Rudolstadt . . 9 „ „ 
Sondershausen 6 „ „ 
Thür. Staaten: 
Gera . . 27 T. Einw, 
Gotha. . 27 „ „ 
Altenburg 20 „ „ 
Weimar. 20 „ „ 
Greiz . . 15 „ „ 
3. Das Gebiet der Uiederelbe. 
Nach ihrem Eintritte in das Tiefland fließt die Elbe nördlich. 
Da aber das Land nach Nordosten hin einen höher gelegenen Rücken 
bildet (die mecklenburgische Seenplatte), wird der Fluß gezwungen, 
seinen Lauf nach Nordwesten zu richten. Hier empfängt er seinen 
größten Nebenfluß auf der rechten Seite, die Havel mit der Spree. 
Die Havel ist der Abfluß verschiedener Seen in Mecklenburg- 
Schwerin. Ihr Lauf ist von der Quelle (durch Mecklenburg-Strelitz) 
bis in das preußische Gebiet (Provinz Brandenburg) ein südöstlicher, 
hat aber dann bis Spandau eine südliche Richtung. Spandau ist 
bekannt als starke Festung und hat hervorragende Bedeutung als 
Fabrikationsort von Kriegsbedürfnissen. Hier mündet 
die Spree, der Hauptzufluß der Havel. Sie entspringt auf dem 
Lausitzer Berglande unweit der böhmischen Grenze. Ihr Quellgebiet 
gehört zur Oberlausitz (dem östlichen Teile Sachsens), wo in den 
großen Weberdörfern eine ausgebreitete Leinenindustrie betrieben wird. 
Nachdem sie das Bergland verlassen hat, erreicht sie Bautzen, die 
erste Stadt der gleichnamigen Kreishauptmannschaft des Königreiches 
Sachsen. Von hier ab wird däs Land zu beiden Seiten von den 
Ober- und Niederlausitz-Wenden bewohnt. Dieselben sind ein 
slawischer Volksstamm, der noch heute slawisch (wendisch) spricht. Ihre 
Haupterwerbszweige sind Ackerbau und Viehzucht; für Industrie haben 
sie keinen Sinn. Daher bilden ihre Ansiedelungen meistens nur kleine 
Dörfer. Hierauf durchfließt die Spree eine kleine Strecke (mit vor- 
herrschend nördlichem Laufe) der preußischen Provinz Schlesien und 
erreicht bald Brandenburg, in welcher Provinz sie unterhalb Cottbus 
(Tuchfabrikation!) ihre Richtung ändert. In einem großen, westwärts 
gerichteten Bogen durcheilt sie alsdann den Spreewald, tritt noch 
einmal weit nach Osten zurück, wendet sich aber bald darauf westlich 
zur Havel. 
Der Spreewald ist eine flache, zum Teil bewaldete Fläche, 
welche von der Spree in vielen natürlichen und künstlichen Armen 
netzartig getrennt wird. Die Flußarme und Gräben vertreten, da 
alljährliche Überschwemmungen den Wegebau hindern, vollständig die
	        

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Weigeldt, Paul. Deutschland. Leipzig: Brandstetter, 1884. Print.
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