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Das Deutsche Reich, Kulturgeographie, Allgemeine Erdkunde (Teil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN726173320
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6230781
Title:
Erdkunde für Mittelschulen
Author:
Dilcher, Adolf
Schwarzhaupt, Wilhelm
Walther, G.
Eisenhuth, Chr.
Place of publication:
Frankfurt a.M. [u.a.]
Publisher:
Kesselring
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN726175420
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6230817
Title:
Das Deutsche Reich, Kulturgeographie, Allgemeine Erdkunde
Shelfmark:
GDR-II 11(1,13)-3
Author:
Dilcher, Adolf
Schwarzhaupt, Wilhelm
Walther, G.
Eisenhuth, Chr.
Volume count:
Teil 3
Place of publication:
Frankfurt a.M. [u.a.]
Publisher:
Kesselring
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1913
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Das Deutsche Reich
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Das Norddeutsche Tiefland
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Erdkunde für Mittelschulen
  • Das Deutsche Reich, Kulturgeographie, Allgemeine Erdkunde (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Das Deutsche Reich
  • Die Deutschen Alpen und das Alpenvorland
  • Das Oberrheinische Becken
  • Die Mitteldeutsche Gebirgsschwelle
  • Das Norddeutsche Tiefland
  • Kulturgeographie Deutschlands
  • Allgemeine Erdkunde
  • Alphabetisches Namenverzeichnis
  • Advertising
  • Binder

Full text

— 85 — 
daß sie in unmittelbarer Verbindung mit dem Weltmeer steht. Dazu 
kommt, daß sie von den bedeutendsten Kulturländern begrenzt wird 
und einen lebhaften Austausch der Erzeugnisse dieser Länder vermittelt. 
Ferner ist zu erwähnen, daß weite Meeresbuchten, wie Dollart- und 
Jadebusen, und breite Flußmündungen die ungünstigen Küstenverhält- 
nisse ausgleichen. Die Mündungen der Weser und Elbe sind gleichsam 
natürliche Tore des Verkehrs, die infolge der bis weit in das Binnen- 
land hinaufsteigenden Flutwelle für die größten Seeschiffe zugänglich 
sind. So erklärt es sich, daß die Nordsee die wichtigste Verkehrsstraße 
für unfern Welthandel ist und daß sich die an ihr liegenden Hasen- 
städte, namentlich Hamburg und Bremen, zu Welthandelsplätzen ent- 
wickeln konnten. 
5. Fischreichtum. Die Nordsee ist außerordentlich fischreich. Früher 
wurde der Fischfang in der Nordsee fast nur von den Engländern und 
den Holländern betrieben, und Deutschland mußte bis vor kurzem für viele 
Millionen Mark Fische von dem Ausland beziehen. Das ist heute anders. 
Unsere Hochseefischerei hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mächtig 
entwickelt, so daß sie jetzt schon einen großen Teil unseres Bedarfs 
an Fischen decken kann. Hauptsitze der Hochseefischerei sind Emden und 
Geestemünde. 
II. Inseln. 
1. Entstehung. Der deutschen Nordseeküste ist ein Kranz von § 63. 
Inseln vorgelagert. Nach ihren Bewohnern werden sie die Friesischen 
Inseln genannt. Einst reichte das Festland bis zu diesem Jnselkranz. 
Die Küste war hier gegen das Meer durch einen Wall von Dünen 
geschützt. Aber gewaltige Sturmfluten durchbrachen den Schutzgürtel 
und rissen große Stücke Landes weg. Die Überreste des ehemaligen Fest- 
landes bilden nun diese Inseln. Die meisten von ihnen sind nackte 
Sanddünen.! 
Da der Ackerbau auf ihnen nicht lohnt, so ernähren sich ihre Be- 
wohner hauptsächlich durch Schiffahrt und Fischfang. Während des 
Sommers werden die Inseln von zahlreichen Badegästen besucht. Die 
besuchtesten Seebäder sind Norderney und Borkum. 
2. An der Westküste Schleswigs liegen die Nordfriesischen 
Inseln. Die größten sind Sylt und Föhr, beide als besuchte See- 
bäder bekannt. Die kleineren Inseln heißen die Halligen. Sie erheben 
sich nur wenig über die Flut. Obgleich sie bei Sturmfluten oft über- 
schwemmt werden, sind sie doch bewohnt. Auf künstlichen Boden- 
erhöhungen, Warften (von aufwerfen) genannt, baut der Halligbe¬ 
wohner sein Haus. Seinen Lebensunterhalt erwirbt er durch Fischfang 
und Schafzucht. Die Schafe weiden das dürftige Gras ab, das der 
Boden hervorbringt. Andere Pflanzen, z. B. Bäume und Sträucher, 
können auf der Hallig nicht aufkommen.
	        

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Dilcher, Adolf et al. Das Deutsche Reich, Kulturgeographie, Allgemeine Erdkunde. Frankfurt a.M. [u.a.]: Kesselring, 1913. Print.
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