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Die Naturkunde oder die Naturgeschichte und Naturlehre in Volksschulen ; geknüpft an den Lesestoff im Preußischen Kinderfreund ; mit einer Steindrucktafel (Theil 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN729869423
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6283209
Title:
Vaterländische Erdkunde für Volks-, Bürger- und Mittelschulen
Shelfmark:
GC-II 21(1,10)
Author:
Rübenkamp, Wilhelm
Place of publication:
Hannover-List [u.a.]
Publisher:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
III. Teil: Die deutschen Kolonien
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Handbuch für Lehrer beim Gebrauche des Preussischen Kinderfreundes
  • Die Naturkunde oder die Naturgeschichte und Naturlehre in Volksschulen ; geknüpft an den Lesestoff im Preußischen Kinderfreund ; mit einer Steindrucktafel (Theil 3)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhalt
  • Verbesserungen
  • Naturkunde. Einleitung
  • Erste Abtheilung. Naturgeschichte
  • Erster Haupttheil. Zoologie oder Thierkunde
  • Zweiter Haupttheil. Pflanzenkunde oder Botanik
  • Dritter Haupttheil. Mineralien
  • Vierter Haupttheil. Anthropologie oder Lehre vom Menschen
  • Zweite Abtheilung. Naturlehre
  • [Abbildung]
  • Binder

Full text

244 
zm einen Theil ab oder zu). — Wenn wie bestimmen, ob zwei 
Vorstellungen zusammengehören oder nicht, ob sie als Gattung 
und Art, Ganzes und Theil, Ursache und Wirkung (bie Sonne 
wärmt), Ding und Eigenschaft (die Kugel ist rund) mit einander 
verbunden werden können oder nicht, so urtheilen wir. DaS 
Vermögen der Seele, zu urtheilen, heißt Nrtheilskraft 
oder Beurtheilungsvermögen. Zu jedem Urtheile werden 
zwei Vorstellungen erfordert, deren Verhältniß zu einander durch 
das Urrheilen bestimmt wird. Eine dieser Vorstellungen ist eine 
allgemeine, die andere eine besondere. Indem man nun urtheilt, 
wird das Allgemeine auf das Besondere angewendet. Man kann 
daher auch sagen-. Urtheilen heißt, das Verhältniß zweier Vor¬ 
stellungen zu einander bestimmen, oder: Vorstellungen und Re¬ 
geln auf besondere Fälle anwenden. Das Urtheil „die Gans ist 
ein Schwimmvogel" enthält zwei Vorstellungen, eine allgemeine 
(Schwimmvogel) und eine besondere (Gans). Indem ich nun 
denke: Die Gans ist ein Schwimmvogel, wende ich die allgemeine 
Vorstellung (Schwimmvogel) auf die besondere (Gans) an, 
oder ich ordne das Besondere (Gans) unter das Allgemeine 
(Schwimmvogel). 
Wird durch ein Urtheil ausgesagt, daß die in demselben ent¬ 
haltenen Vorstellungen sich als vereinigt denken lassen, so ist eS 
ein bejahendes Urtheil, z. V. der Baum blüht; das Wasser 
ist flüssig. Ist das Gegentheil zu bestimmen, sind also die Vor¬ 
stellungen zu trennen, so entsteht ein verneinendes Urtheil, 
als: die Schlangen haben keine Füße; die Eidechsen sind nicht 
giftig- 
Man unterscheidet ferner einzelne, besondere und all¬ 
gemeine Urtheile. Im einzelnen Urtheile wird nur von einer 
Sache etwas ausgesagt, z B. Königsberg ist die Hauptstadt von 
Preußen; mich friert; unser Schulhaus ist nicht massiv. In den 
besonderen Urtheilen wird mehreren Dingen derselben Art etwas 
zugeeignet oder abgesprochen, z. B. manche Blumen welken bald; 
einige Gegenden sind nicht fruchtbar; die meisten Brandenburger 
sind evangelisch. Allgemeine Urtheile bestimmen, daß eine Vor¬ 
stellung mit allen Gegenständen einer Gattung vereinbar sei oder 
nicht, als: jeder Mensch ist sterblich; die Fische haben keine 
Lungen. 
Oft drückt ein Urtheil nur eine Möglichkeit aus, z. B. 
ein Tisch kann rund sein; Anstrengungen können schaden; oder 
eine Nothwendigkeit, z. B. zum Holzhacken braucht man eine 
Axt; am Wagen müssen Räder sein; der Mensch bedarf der 
Nahrung. Jene werden zweifelhafte, diese nothwendige 
Urtheile genannt (Hdb. l. tz. 52.). 
Manche Urtheile bestehen aus zwei Sätzen, z. B. wenn 
der Apfel reif ist, so fällt er ab. Hier wird eia Satz ohne den 
andern nicht verstanden; der erste enthält die Bedingung, der
	        

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Citation recommendation

Pechner, Fr. Die Naturkunde Oder Die Naturgeschichte Und Naturlehre in Volksschulen ; Geknüpft an Den Lesestoff Im Preußischen Kinderfreund ; Mit Einer Steindrucktafel. Königsberg: Bon, 1850. Print.
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