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Die Neuzeit (Teil 3)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN729869423
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6283209
Title:
Vaterländische Erdkunde für Volks-, Bürger- und Mittelschulen
Shelfmark:
GC-II 21(1,10)
Author:
Rübenkamp, Wilhelm
Place of publication:
Hannover-List [u.a.]
Publisher:
Carl Meyer (Gustav Prior)
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1910
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Advertising

Document type:
Monograph
Structure type:
Advertising

Contents

Table of contents

  • Grundzüge der Geschichte
  • Die Neuzeit (Teil 3)
  • Binder
  • Title page
    Title page
  • Aus dem Vorwort zur zweiten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Aussprache schwieriger Namen
  • Einleitung
  • I. Periode. Das Zeitalter der Reformation und Gegenreformation. 1517-1660
  • II. Periode. Das Zeitalter der unbeschränkten (absoluten) Monarchie. 1660-1789
  • Erster Abschnitt. Die Zeit Ludwigs XIV.: Zeit des schroffsten Absolutismus und des Kampfes um Frankreichs Führerschaft in Mitteleuropa. 1660-1715
  • Zweiter Abschnitt. Aufsteiger Russlands zur Führerschaft in Nordeuropa. Peter der Grosse 1689-1725
  • Dritter Abschnitt. Die Zeit des aufgeklärten Absolutismus. 1740-1789
  • III. Periode. Das Zeitalter der Kämpfe um die konstitutionelle Monarchie und der Bildung nationaler Staaten im Herzen Europas. 1789 bis zur Gegenwart
  • Zeittafel der neueren Geschichte
  • Genealogy chart
  • Binder

Full text

Ill 28. Kap. Deutschland und der Osten Europas b. z. J. 1792. 191 
Krieg zwischen Österreich und Preufsen stand vor der 
gegen Öster- 
Thür. Bald darauf starb der Kaiser, durch Lungenleiden, 
Blutbrechen und Herzfieber aufgerieben, „der Unglücklichste 1790. 
unter allen Lebenden“, am 20. Februar 1790, ehe sein eilig 
herbeigerufener Bruder und Thronfolger Leopold, Grofs- 
herzog von Toskana, ankam. 
1. Leopold II. 1790. Friedensschlüsse. Leopold II. 
(1790—92), ein nüchterner Realpolitiker, erkannte es als 
seine nächste Aufgabe, den Staat aus den kriegerischen 
Verwicklungen herauszuführen. Auf dem Reichenbacher 
baeher Kon- 
Kongresse vom Juli 1790 traf er mit Preufsen und den glef 
mit ihm zur Tripelallianz verbündeten Seemächten das Ab¬ 
kommen, dafs er mit der Pforte auf Grundlage des alten 
Besitzstandes unterhandeln wolle, wogegen Preufsen seiner¬ 
seits den Gedanken an Vermehrung seines Gebiets durch 
Danzig und Thorn fallen liefs. Durch dieses Abkommen 
mit Preufsen ebnete sich Leopold die Bahn zur Herstellung 
der Ruhe in seinen Staaten-, im September 1790 wurde er 
zum Kaiser gewählt, im Dezember zogen seine Truppen 
wieder in Brüssel ein; die Magyaren, des preufsischen 
Rückhaltes beraubt, fügten sich. In beiden Ländern, in 
Belgien und in Ungarn, wufste der Kaiser durch eine weise 
Verbindung von Nachgiebigkeit und Festigkeit die Gemüter 
zu beruhigen. In Polen unterstützte Leopold II. die auf Verfassungs- 
Reformen hinarbeitende Partei, weil er ein starkes Polenreform 1(91' 
als beste Vormauer gegen Rufslands wachsende Übermacht 
ansah; und am 3. Mai 1791 ward auf Antrag von König 
Stanislaus vom Reichstag zu Warschau eine Verfassung 
angenommen, welche die Erblichkeit der Königswürde im 
Kurhaus Sachsen, die Abschaffung des liberum veto, die 
Gewährung politischer Rechte an den Bürgerstand und die 
Verbesserung der Lage der Bauern enthielt. Am 4. Au¬ 
gust 1791 wurde sodann unter dem Eindruck der Vorgänge 
in Frankreich der türkisch - österreichische Friede zu Sis- s^sseTon 
töwa unterzeichnet; im Januar 1792 schlossen auch dieö^wja!Jyl 
Russen in Jassy ihren Frieden mit der Pforte. Da Katha- 1792- 
rinas Feldherren Potemkin und Suwörow die Städte Oczä- 
kow, Bender und Ismail mit Sturm genommen hatten, so 
gelang es der Kaiserin, die Grenzen ihres Reichs vom Bug
	        

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Egelhaaf, Gottlob. Die Neuzeit. Leipzig: Reisland, 1893. Print.
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