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Allgemeine Heimatskunde mit Berücksichtigung der Kulturgeschichte als Vorbereitung und Unterbau für den weltkundlichen Unterricht, namentlich als Vorschule der Geographie

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN731834178
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6301164
Titel:
Allgemeine Heimatskunde mit Berücksichtigung der Kulturgeschichte als Vorbereitung und Unterbau für den weltkundlichen Unterricht, namentlich als Vorschule der Geographie
Signatur:
GB-II 16(1,1892)
Autor*in:
Steckel, Ernst
Erscheinungsort:
Halle a.d.S.
Verlag:
Schroedel
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1892
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einband

Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Allgemeine Heimatskunde mit Berücksichtigung der Kulturgeschichte als Vorbereitung und Unterbau für den weltkundlichen Unterricht, namentlich als Vorschule der Geographie
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsangabe
  • Vorwort
  • Allgemeines
  • I. Die Schulstube
  • II. Das Schulhaus (Wohnhaus)
  • III. Die nächste Umgebung des Schulhauses
  • IV. Der Wohnort
  • V. Die nähere Umgebung des Wohnortes
  • Stammtafel
  • Einband

Volltext

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38 
Tochter des Priamos. Diese hatte von dem Gotte Apollo die Seher¬ 
gabe erhalten, aber mit dem Zusatze, daß ihr niemand Glauben 
schenkte. So ging es ihr auch diesmal; das Volk verlachte und be¬ 
drohte sie sogar. 
Die Troer überließen sich nun ihrer Freude bei festlichen Mahlen, 
Wein und Gesang. Ermüdet und berauscht suchten sie endlich die 
Ruhe. Stille lag über der Stadt; da regte es sich in dem Rumpfe 
des Pferdes, leise wurde die Thür geöffnet, lautlos spähete der 
Kopf des Odysseus in die Nacht hinein, ob sich etwas rege. Darauf 
stiegen die Griechen heraus. Sinon gab, wie verabredet worden 
war, den Schiffen bei Tenedos durch Feuer ein Zeichen, daß die 
Stunde gekommen sei, die verhaßte Stadt zu vertilgen. Bald hatten 
die Herbeieilenden sich mit denen, die im Rumpfe des Pferdes versteckt 
gewesen waren, vereint. Und nun entstand ein furchtbares Blutbad 
unter dem Trojanervolke. Die Schlafenden wurden überfallen und 
schonungslos niedergemacht, die aus dem Schlafe Auffahrenden fielen in 
die Lanzen und Schwerter der Sieger, deren Freudengeschrei sich mit 
dem Stöhnen der Sterbenden, mit dem Jammer der Weiber und 
Kinder vermischte. Die Söhne des Priamos fielen einer nach dem 
andern; Neoptolemos tötete den greisen König selbst; Astyanax, Hektors 
Sohn, stürzten die Blutdürstigen von der Höhe des Turmes herab. 
Diese Mordscenen wurden von dem Brande der Häuser schauerlich 
erleuchtet. Als der Tag angebrochen, war die schöne Stadt des 
Priamos ein Trümmerhaufen, ein Anblick des Grauens. Die Weiber, 
unter ihnen Hekuba, Andromache, Kassandra, und die Kinder wan¬ 
derten in die Sklaverei der Griechen. Mit den erbeuteten Schätzen 
beladen, kehrten diese zu den Schiffen zurück; bald lichteten sie die 
Anker, um nach zehnjähriger Abwesenheit die Heimat wiederzusehen. 
Menelaos führte die Helena nach Sparta zurück. Aber schwere 
Leiden standen den Heimkehrenden noch bevor; denn Athene zürnte 
ihnen, weil Ajas die Kassandra aus dem Tempel geraubt, und 
Zeus hatte ihr seine Blitze geliehen, um den Frevel zu rächen. Der 
Windgott Äolus öffnete den Berg, in dem die Winde schliefen; 
hurtig fuhren diese heraus und ballten sich zu einem großen Sturme 
zusammen. Mächtig aufgeregt schleuderten die Wogen die Schiffe 
hin und her; Blitze zuckten, Donner rollten. Die Ruder zerbrachen, 
zerfetzt hingen die Segel von den Stangen und Masten herab. Das
	        

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Zitierempfehlung

Schillmann, Richard. Vorschule Der Geschichte. Berlin: Nicolai, 1897. Print.
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