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Kleine Handelsgeographie

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN733244424
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6309081
Title:
Kleine Handelsgeographie
Shelfmark:
GF-II 4(5,1896)
Author:
Rasche, Emil
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1896
Edition title:
5., verm. u. verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Leitfaden für den geographischen Unterricht an Handelsschulen, Landwirtschaftsschulen und verwandten Lehranstalten

Appendix

Title:
Vierter Teil. Anhang
Document type:
Monograph
Structure type:
Appendix

Contents

Table of contents

  • Kleine Handelsgeographie
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil. Die außereuropäischen Erdteile
  • Zweiter Teil. Europa und die außerdeutschen Staaten Europas
  • Dritter Teil. Das Deutsche Reich
  • Vierter Teil. Anhang
  • Binder

Full text

Vierter Teil, 
Anhang. 
A. Warenerzeugung und Warenumsatz. 
Die Handelsgeographie betrachtet die Erde als „den Schauplatz der 
Warenerzeugung und des Warenumsatzes." 
Warenerzeugung und Warenumsatz, Produktion und Handel, sind einer- 
seits die Grundbedingungen des menschlichen Daseins, anderseits sind sie in ihrer 
Ausgestaltung ein sicherer Maßstab für die geistige Entwickelung eines Volkes. 
Die Arbeit der ältesten Völker beschränkte sich fast ausschließlich aus 
Viehzucht, Jagd und Fischfang. Noch heute finden wir solche Hirten-, 
Jäger- und Fischervölker als Nomaden in fast allen Erdteilen. Sie stehen 
alle auf tiefer Bildungsstufe. Eine wesentlich höhere Stufe in der Ent- 
Wickelung bezeichnet der Ackerbau; denn er verlangt nicht nur feste Wohnsitze, 
sondern auch geregelte Arbeit und verschiedenartige Werkzeuge. Die festeu 
Wohnplätze fesselten den Menschen an ein bestimmtes Gebiet, dem er nun 
seine ganze Sorgfalt und Liebe zuwandte. So wurden Ordnungssinn und 
Vaterlandsliebe die natürlichen Folgen der Seßhaftigkeit. Eine geregelte 
Arbeit aber bildet überall die Grundlage der Bildung, und der Umstand, 
daß der Ackerbau zu seinem Betriebe mannigfache Werkzeuge erfordert, gab 
den Anlaß zur Entstehung des Handwerks, des Gewerbes (Industrie). 
Der Handwerker suchte nun nach solchen Stoffen, die sich selbst zu Geräten 
eigneten und die andernteils auch zur Bearbeitung der ungefügen Naturstoffe 
geeignet waren. Er fand diese vor allem in den Metallen, namentlich im 
Eisen. Dies sührte zum Bergbau. Wohl erforderte die Bearbeitung der 
Erze eine größere Mühe; aber sie lohnte auch reichlich durch größere Dauer- 
haftigkeit und Vollkommenheit. Ja das Eisen führte einen vollständigen 
Umschwung in der Entwickelung der wirtschaftlichen Verhältnisse herbei, und 
heute noch bildet es einen bedeutsamen Hebel industriellen Schaffens. 
So gestaltete sich die menschliche Erwerbsthätigkeit immer mannigfaltiger; 
sie gewann nicht nur die wertvollen Erzeugnisse aus allen drei Naturreichen, 
sondern sie bildete dieselben auch in entsprechender Weise zu brauchbaren 
Kunsterzeugnissen um. 
Je vielseitiger sich aber die Erwerbsthätigkeit gestaltete, je mehr sich 
eine gewisse Teilung der Arbeit uud damit eine Scheidung der Menschen in 
verschiedene Berussstände ergab, um so lebhafter trat das Bedürfnis nach 
dem Handel hervor, welcher die Güter zwischen den Produzenten, den Er- 
zeugern der Waren, und den Konsumenten, den Verbrauchenden, austauscht.
	        

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Rasche, Emil. Kleine Handelsgeographie. Breslau: Hirt, 1896. Print.
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