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Kleine Handelsgeographie

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN733244424
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6309081
Title:
Kleine Handelsgeographie
Shelfmark:
GF-II 4(5,1896)
Author:
Rasche, Emil
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1896
Edition title:
5., verm. u. verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Leitfaden für den geographischen Unterricht an Handelsschulen, Landwirtschaftsschulen und verwandten Lehranstalten

Chapter

Title:
Erster Teil. Die außereuropäischen Erdteile
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Kleine Handelsgeographie
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil. Die außereuropäischen Erdteile
  • Zweiter Teil. Europa und die außerdeutschen Staaten Europas
  • Dritter Teil. Das Deutsche Reich
  • Vierter Teil. Anhang
  • Binder

Full text

36 Amerika. 
wahrend in Central- und Südamerika das romanische Element (Spanier 
und Portugiesen) vorwiegt. 
Der Mangel an Arbeitskräften veranlasste die Einführung der Neger- 
sklaven, einen schmachvollen Menschenhandel, welcher von 1517 bis in unser 
Jahrhundert blühte. 1838 wurde die Sklaverei in den britischen, 1848 in 
den französischen Kolonien aufgehoben. In den Vereinigten Staaten Nord- 
amerikas erkämpften die nördlichen Staaten 1865 die Freiheit der Neger. 
Zuletzt wurde die Sklaverei in Brasilien und auf Euba abgeschafft. 
Die Freilassung der Negersklaven, welche nun meistens wieder ihrem 
natürlichen Hange zur Trägheit folgten, war für die Plantagenbesitzer eine 
harte Schädigung. Um den Ausfall der Arbeitskräfte zu ersetzen, wurden 
indische Kulis als freie Arbeiter eingeführt. Sehr bedeutend war auch die 
Einwanderung der Chinesen. 
Aus der Vermischung der verschiedenen Rassen sind Mischlinge hervor- 
gegangen, welche dem volkswirtschaftlichen Aufschwünge meistenteils nur 
hemmend entgegentreten. Die wichtigsten Rassenmischungen sind: Mestizen 
(von Weißen und Indianern), Mulatten (von Weißen und Negern) und 
Zambos (von Indianern und Negern). 
Hinsichtlich der Religion sind die Bewohner, mit Ausnahme einiger 
dem Heidentum angehörenden Jndianerstämme, Christen. Während in Nord- 
amerika der Protestantismus vorherrscht, ist in Süd- und Centralamerika der 
Katholieismus vertreten. Die freie Verfassung begünstigt das Sektenwesen, 
das namentlich in Nordamerika die wunderlichsten Blüten treibt. 
Die Fruchtbarkeit des Bodens bedingt, daß der Ackerbau fast überall 
den wichtigsten Erwerbszweig der so mannigfach zusammengesetzten Bevölkerung 
bildet. Daneben erlangen aber die Viehzucht und der Bergbau immer 
größere Bedeutung. Die Industrie hat sich namentlich in Nordamerika in- 
folge des Kohlen- und Eisenreichtums zu einer blühenden Fabrikindustrie 
entwickelt, die der englischen, deutschen und französischen Industrie vollständig 
ebenbürtig ist. 
Der Handel, von der Natur begünstigt durch die vorzügliche Lage des 
Erdteils und durch die reichen Wasserwege, gewinnt durch Anlegung von 
Eisenbahnen und Telegraphenlinien immer weiteren Umfang. Hauptsächlich 
stehen die europäischen Seehandelsmächte durch Dampferlinien und Kabel mit 
Amerika in lebhafter Handelsbeziehung. 
Der Seehandel führt vor allem Kolonialwaren, Metalle, Ge- 
treide, Färb- und Nutzhölzer, Pelzwerk, Häute, Wolle, Petro- 
leum und Maschinen aus. 
II. Ate Staaten Amerikas. 
1. Die dänische Kolonie in Grönland. 
Grönland ist ein gebirgiges Hochland, dessen gewaltige Berge die 
großartigsten Gletscherbilduugeu zeigen. Die Bewohner, 9000 Eskimos und
	        

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Rasche, Emil. Kleine Handelsgeographie. Breslau: Hirt, 1896. Print.
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