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Kleine Handelsgeographie

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN733244424
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6309081
Title:
Kleine Handelsgeographie
Shelfmark:
GF-II 4(5,1896)
Author:
Rasche, Emil
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1896
Edition title:
5., verm. u. verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Leitfaden für den geographischen Unterricht an Handelsschulen, Landwirtschaftsschulen und verwandten Lehranstalten

Chapter

Title:
Zweiter Teil. Europa und die außerdeutschen Staaten Europas
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Kleine Handelsgeographie
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil. Die außereuropäischen Erdteile
  • Zweiter Teil. Europa und die außerdeutschen Staaten Europas
  • Dritter Teil. Das Deutsche Reich
  • Vierter Teil. Anhang
  • Binder

Full text

52 Europa im allgemeinen. 
Senkrechte Gliederung. Hinsichtlich der Bodengestalt zerfällt das Fest- 
land Europas, das die Form eines nahezu rechtwinkligen Dreiecks hat, 
in 2 Teile: in einen kleineren südwestlichen Teil, bestehend aus Gebirgs- 
land, und in einen größeren nordöstlichen Teil, welcher vom Tieflande ein- 
genommen wird. 
Den Grundstock des europäischen Gebirgssystems bilden die Alpen, ein 
1100 km langes Hochgebirge, dessen höchster Berg der Montblanc (Moug- 
blang) (4800 m) ift. Die Alpen zerfallen ihrer wagerechten Ausdehnung 
nach in 2 Gruppen: in die West- und Ostalpen, geschieden durch eine 
Linie, die man sich von dem Nordende des Comosees bis zur Mündung des 
Rheines in den Bodensee gezogen denkt. 
Der Breite nach, geschieden durch tiefe Läugsthäler, zerfallen die West- 
alpen in zwei, die Ostalpen in drei parallel lausende Gebirgszonen. Der 
südliche Zug der Westalpen und die mittlere Gebirgszone der Ostalpen bilden 
die Centralalpen. 
In senkrechter Ausdehnung unterscheidet man 4 Regionen des 
Alpenlandes: 
1) Die Hügelregion, meist aus gesegneten Fruchtgebieten bestehend. 
2) Die Voralpen, sanstgernndete Berge mit Waldungen und Bergwiesen. 
3) Die Mittelalpen mit kahlem Felsboden und ausgedehnten Matten 
würzhafter Alpenkräuter. Die Matten, „Almen" genannt, bilden die 
Weideplätze zahlreicher Viehherden, die hier vom Frühjahr bis zum 
Herbste weiden. Gemsen, Lämmergeier und Steinadler haben hier 
ihre Heimat. 
4) Die Hoch alpen (über 2500 m hoch), deren Gipfel in die Region 
des ewigen Schnees hineinragen. Hier ist das eigentliche Gebiet der 
Gletscher und der Lawinen. Gletscher sind die gefrorenen unteren 
Enden mächtiger Schneefelder, die durch ihre eigene Schwere und 
durch immer neu hinzukommende Schneemassen in die Thäler herab- 
gedrängt werden. Lawinen sind losgelöste Schneemassen, die in 
rutschende oder rollende Bewegung gekommen, mit Donnerkrachen 
verheerend in die Thäler hinabstürzen uud hier oft lange Zeit allen 
Verkehr hemmen. 
Ungewöhnlich tiefe Einsattelungen heißen Joche oder Pässe. Solche 
Pässe, welche die Anlegung von Alpenstraßen ermöglichen, sind für den Ver- 
kehr sehr wichtig. Folgende verkehrsreiche Bahnen sind mit Benutzung der- 
artiger Pässe augelegt: 
Mont-Cenisbahn (1873), Verbindung zwischen Italien (Turin) und 
Frankreich (Lyon); 
St. Gotthardbahn (1883), „ „ Italien (Mailand, Como) 
und Schweiz (Luzern); 
Brennerbahn (1867), „ „ Italien (Verona)n.Tirol 
(Bozen—Innsbruck); 
Semmeringbahn (1854), „ „ Wien, Graz und Trieft; 
Arlbergbahn (1884), „ „ Innsbruck u. Bludenz in 
Tirol.
	        

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Rasche, Emil. Kleine Handelsgeographie. Breslau: Hirt, 1896. Print.
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