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Kleine Handelsgeographie

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN733244424
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6309081
Titel:
Kleine Handelsgeographie
Signatur:
GF-II 4(5,1896)
Autor*in:
Rasche, Emil
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1896
Ausgabenbezeichnung:
5., verm. u. verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Leitfaden für den geographischen Unterricht an Handelsschulen, Landwirtschaftsschulen und verwandten Lehranstalten

Kapitel

Titel:
Dritter Teil. Das Deutsche Reich
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kleine Handelsgeographie
  • Einband
  • Werbung
  • Titelseite
  • Vorwort zur fünften Auflage
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil. Die außereuropäischen Erdteile
  • Zweiter Teil. Europa und die außerdeutschen Staaten Europas
  • Dritter Teil. Das Deutsche Reich
  • Vierter Teil. Anhang
  • Einband

Volltext

Dritter Jett. 
Das Deutsche Reich. 
I. Deutschland im allgemeinen. 
540500 qkm, 521/4 Mill. Einw., auf 1 qkm 96 Einw. 
Lage und Begrenzung. Deutschland wird seiner zentralen Lage wegen 
„das Herz Europas" - genannt. Drei Großstaaten, Frankreich, Österreich- 
Ungarn und Rußland, grenzen unmittelbar an Deutschland, und von den 
übrigen zwei Großstaateu, Großbritannien und Italien, wird es nur durch 
einen Meeresarn:, bezw. durch ein schmales Landgebiet geschieden. 
Diese centrale Lage wirkte einesteils nachteilig aus die politische und 
wirtschaftliche EntWickelung Deutschlands; denn dadurch wurde unser Vater- 
land vielfach zum Schauplatz blutiger Völkerkriege, welche das wirtschaftliche 
Leben meist vollständig lähmten, und der nationalen Zerrissenheit Deutsch- 
lands wurde durch das störende Eingreifen fremder Nationen wirksamer 
Vorschub geleistet. Andernteils ist diese Lage auch vou güustigem Einfluß; 
denn sie regt nicht nur das geistige Lebeu an, sondern befördert vor allem 
auch den Handelsverkehr. 
a. Die Landgrenzen Deutschlands, ungefähr 3/4 der Grenzlinie bildend, 
sind zum größteu Teile offene. Dieser Umstand erleichtert wohl den Handel, 
macht aber behufs der Landesverteidigung mich vielfach die Anlage von Be- 
festiguugswerkeu notwendig. 
Die belgisch-niederländische Grenze bietet nur durch ausgedehnte Moore 
natürliche Verkehrsschranken; der Rheinstrom und zahlreiche Eisenbahnen ver- 
Mitteln den lebhaften Verkehr. Von Frankreich wird Deutschland durch die 
Vogeseu natürlich geschieden; bequeme Paßübergänge mit Eisenbahnen, die 
Mosel uud 2 Kanäle, welche den Rhein mit der Rhone und der Seine ver- 
binden, dienen dem Handelsverkehr. Militärisch wird diese Begrenzung durch 
Festungen (Metz, Straßburg, Neu-Breisach) gesichert. Die Grenze gegen die 
Schweiz wird durch den Rhein und den Bodensee gebildet. Die österreichisch- 
deutsche Grenze ist vorwiegend Gebirgsgrenze; trotzdem aber steht Deutschland 
im lebhaftesten Verkehr mit Österreich, da mehr als 20 Eisenbahnen und zwei 
Wasserstraßen, Elbe und Donau, bequeme Verbindungen herstellen. Rußland 
gegenüber ist die Grenze fast durchgehend offen, sodaß an den Hanptver-
	        

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Rasche, Emil. Kleine Handelsgeographie. Breslau: Hirt, 1896. Print.
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