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Geographie (Nr. 4)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN646357409
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6311668
Title:
F. Hirts Realienbuch
Editor:
Nowack, Hugo
Paust, J. G.
Steinweller, F.
Sieber, Hermann
Rohn, R. A.
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Multivolume work
Collection:
Textbooks for study of the natural and cultural world (Realienkunde), imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Stoffe für den Unterricht in den Realien in schulgemäßer Form ; in vier Ausgaben

Volume

Persistent identifier:
PPN733264514
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6311677
Title:
Geographie
Shelfmark:
GD-II 35(5,02)-4
Author:
Nowack, Hugo
Paust, J. G.
Steinweller, F.
Sieber, Hermann
Rohn, R. A.
Volume count:
Nr. 4
Place of publication:
Breslau
Publisher:
Hirt
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1902
Edition title:
Größere Ausg. (B), 5., durchges. Aufl., (27. - 32. Tsd.) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Stoffe für den Unterricht in den Realien in schulgemäßer Form; in vier Ausgaben

Chapter

Title:
I. Zur Heimatkunde
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • F. Hirts Realienbuch
  • Geographie (Nr. 4)
  • Binder
  • Vorwort zu F. HirtsRealienbuch. Nr. 4
  • Title page
  • Inhaltsübersicht
  • Verzeichnis der Karten und Bilder
  • I. Zur Heimatkunde
  • II. Die Erde im allgemeinen
  • III. Europa
  • IV. Die fremden Erdteile
  • V. Die Erde als Weltkörper
  • Bilder-Anhang
  • Advertising

Full text

I. Zur Heimatkunde. 
§ 1. Korizont und Kimmelsgegenden. a. ^Horizont. Stehen wir 
im Freien, so erblicken wir einen Teil der Erdoberfläche, welcher kreisrund ist. 
Am Rande dieser Scheibe scheint der Himmel an die Erde zu stoßen. Die Kreis¬ 
linie, in der sich scheinbar Erde und Himmel berühren, heißt Gesichtskreis 
oder Horizont. Verändern wir nnsern Standpunkt, so ist auch der Horizont 
ein anderer. Je höher der Standpunkt, desto größer der Horizont. Die Fläche, 
welche vom Horizonte umschlossen wird, ist die Horizontfläche. Der Himmel 
erscheint uns als ein großes Gewölbe, wie eine 
hohle Halbkugel. — b. * Himmelsgegenden. 
Die Gegend, wo die Sonne aufgeht, heißt Mor¬ 
gen oder Osten; die Gegend, wo sie unter¬ 
geht, heißt Abend oder Westen. Die Gegend 
am Horizonte, wo wir des Mittags die Sonne 
sehen, heißt Mittag oder Süden, die Ge- 
gend, wohin dann unser Schatten fällt, heißt 
Mitternacht oder Norden. Diese vier 
Himmelsgegenden heißen Hanpthimmelsgegen- 
den, weil zwischen ihnen noch verschiedene Neben- 
Himmelsgegenden liegen. Zwischen N. u. O. 
liegt N. O., zwischen O. u. S. liegt S. O., zwi- 
scheu S. u. W. liegt S. W., zwischen W. n. N. 
liegt N. W. Ein Bild des Horizontes mit An- 
gäbe der Himmelsgegenden heißt Windrose. 
e. Wenn man im Mittelpunkte der Windrose auf eine senkrecht stehende Stahlspiye 
eine Magnetnadel legt, welche sich in wagerechter Ebene frei bewegen kann, so hat man 
einen Kompaß. Schiffer gebraucheu dieses Instrument, um sich auf dem Meere zurecht- 
zufinden. — d. In heiteren Nächten kann man mir Hilfe eines Sternbildes, des Großen 
Bären, die Himmelsgegenden auffinden. Dieses Sternbild führt auch den Namen Wa- 
gen und besteht aus sieben großen Sternen; drei stellen die Deichsel und vier die Räder 
des Wagens dar. Denkt man sich die beiden Hinterräder durch eine gerade Linie verbunden 
und verlängert man dieselbe um das 6sache, so trifft die verlängerte Linie einen hellen 
Stern, den Polarstern. Er steht immer so ziemlich an derselben Stelle. Die Richtung 
von uuserm Standpunkt aus auf den Polarstern zu nennt man Norden. Wollen wir nus 
überzeugen, ob wir den Polarstern richtig gefunden haben, so müssen wir zusehen, ob der- 
selbe mit noch sechs andern Sternen eine dem Bilde des Großen Wagens ähnliche Gruppe 
bildet, nämlich den Kleinen Wagen oder Kleinen Bären. Im Kleinen Bären stehen 
die Sterne näher beisammen und leuchten nicht so sehr; auch ist die Deichsel in entgegen- 
gesetzter Richtung gebogen. 
2. I>er Wohnort. Man unterscheidet Dörfer und Städte. Größere 
Dörfer, in denen Jahrmärkte abgehalten werden, nennt man Marktflecken. 
Befindet sich in einem Dorfe eine Kirche, so ist es ein Kirch d o rs. _ Die Bewohner 
der Dörfer beschäftigen sich zumeist mit Ackerbau und Viehzucht. Überall wohnen 
Handwerker, Kaufleute und Beamte. — Die Häufer eines Ortes find teils 
Privathäuser, teils öffentliche Gebäude (z. B. Kirche, Schule. Rathaus- 
Sie stehen gewöhnlich in Reihen nebeneinander. Zwei Häuserreihen samt dem 
freien Raum zwischen denselben nennt man Straße. Sehr enge Straßen heißen 
Gassen. Ein großer, von Häusern umgebener Raum heißt Platz. 
Aufgaben. 1. Wie heißt dein Wohnort? 2. Nenne die bekanntesten Ztraßen 
Fig. 1. Windrose.
	        

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Nowack, Hugo et al. Geographie. Breslau: Hirt, 1902. Print.
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