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Geographie (Nr. 4)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN646357409
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6311668
Titel:
F. Hirts Realienbuch
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Nowack, Hugo
Paust, J. G.
Steinweller, F.
Sieber, Hermann
Rohn, R. A.
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Realienbücher Kaiserreich
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Stoffe für den Unterricht in den Realien in schulgemäßer Form ; in vier Ausgaben

Band

Persistenter Identifier:
PPN733264514
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6311677
Titel:
Geographie
Signatur:
GD-II 35(5,02)-4
Autor*in:
Nowack, Hugo
Paust, J. G.
Steinweller, F.
Sieber, Hermann
Rohn, R. A.
Bandzählung:
Nr. 4
Erscheinungsort:
Breslau
Verlag:
Hirt
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1902
Ausgabenbezeichnung:
Größere Ausg. (B), 5., durchges. Aufl., (27. - 32. Tsd.) [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
Stoffe für den Unterricht in den Realien in schulgemäßer Form; in vier Ausgaben

Kapitel

Titel:
IV. Die fremden Erdteile
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • F. Hirts Realienbuch
  • Geographie (Nr. 4)
  • Einband
  • Vorwort zu F. HirtsRealienbuch. Nr. 4
  • Titelseite
  • Inhaltsübersicht
  • Verzeichnis der Karten und Bilder
  • I. Zur Heimatkunde
  • II. Die Erde im allgemeinen
  • III. Europa
  • IV. Die fremden Erdteile
  • V. Die Erde als Weltkörper
  • Bilder-Anhang
  • Werbung

Volltext

76 
Asien im allgemeinen. Die asiatische Türkei. 
IV. Die fremden Erdteile. 
A. Asien. 
§ 80. Asien im allgemeinen. Es ist der größte Erdteil (fast 41/, mal 
so groß als Europa). Östlich von Europa gelegen, wird es bespült vom Nörd¬ 
lichen Eismeer, vom Großen und Indischen Ozean, vom Roten, Mittelländischen, 
Schwarzen und Kaspischen Meere. Mit Afrika hängt es durch die Landenge von 
Sues zusammen. Durch Meereseiuschnitte werden die Halbinseln Klei na sien, 
Arabien, Vo rd er - und Hinterindien, Korea und Kamtschatka gebildet. 
Vorderasien (Kleinasien. Armenien, Iran, Syrien mit Palästina, Arabien) ist 
meist Hochland (Mittelhöhe 1300 m). Es hängt durch den Hin du kusch mit dem 
größeren Hochlande von Hinterasien (auch Jnnerasien genannt) zusammen (Mittel- 
höhe 3000 m). Die Raudgebirge des iuuerasiatischeu Hochlandes sind im S. der 
Himälaya (das höchste Gebirge der Erde mit dem Gaurisänkar, 8800 m 
hoch), im W. das Turkistänische Alpenland, im N. der Altai uud das 
Däurische Alpenland, im O. das Mandschurische und Chinesische 
Alpenland. Von diesem Hochlande gehen nach N., O. uud S.O. verschiedene 
Bergketten aus. Getrennt liegt in Vorderindien das Plateau vou De kau. Von 
Tiesländern sind zu merken: das Tiefland von Sibirien, das Chinesische 
Tiesland, Hindostan, das Tiefland des Euphrät und Ganges, das Tief- 
land um den Aralsee. Zahlreiche und große Ströme durchfließen Asien. Ins 
Nördliche Eismeer fließen: Ob, Jenissei, Lena [Sjena]; in das Ochotsklsche 
Meer: der Amur; in das Gelbe Meer: der Hoängho oder Gelbe Fluß uud 
der Jängtsekiäng oder der Blaue Fluß; in den Bengalischen Meerbusen: 
der Jräwadi, Brahmaputra, Ganges; in das Arabische Meer: der In« 
dus; in den Persischen Meerbuseu: der Euphrät und Tigris; in den Aral- 
see: Amü und Syr. Eine Eigentümlichkeit sind die sogenannten Zwillings- 
ströme. — Asien gehört 3 Zonen an. Der größte Teil liegt in der nördlichen 
gemäßigten, der kleinere Teil in der kalten und heißen Zone. Während in Si- 
birien zuweilen eine Kälte ist, daß das Quecksilber gefriert, herrscht in Arabien 
und Südpersien glühende Hitze. Derselbe Gegensatz zeigt sich in der Pflanzen- 
Welt; Moose und Flechteu im N., Palmen von 65 m Höhe im S. — Die Be¬ 
wohner (814 Miß.) gehören im W. und S.W. der kaukasischen, im O. der mon- 
golischen, im S.O. der malaiischen Rasse an. 4/s sind Heiden. In Vorderasien 
gehört die Mehrzahl zum Islam. Die Zahl der Christen ist noch gering. 
§ 81. Die asiatische Gürkei. 1. Rleinasien, eine wellige Hochfläche 
(800—1200 m hoch), mit Randgebirgen nmgeben. Das bekannteste Gebirge ist 
der Tanrns. Der bedeutendste Fluß ist der Kisil-Jrmäk, d. h. roter Fluß? 
sein Wasser hat nämlich von dem Sandstein, welchen es durchbricht, eine rötliche 
Farbe bekommen (Halhs des Altertums). — Kleinasien war einst ein äußerst 
fruchtbares Land; jetzt ist der größte Teil steppenartig und pflanzenarm. Außer 
den Küstengegenden sind nur noch einzelne Täler im Innern fruchtbar (Tabak, 
Baumwolle, Mohn zu Opium, Südfrüchte gewonnen). In den westl. Rand- 
gebirgen wird viel Meerschaum gefunden. Das Land wird meist von Türken 
bewohnt, an den Küsten ist griechische Bevölkerung. 
Smyrua, 200000 E., 1. Seehandelöstadt Kleinasiens. Skütari, Vorstadt von 
Konstantinopel. Trebisonde, Handel. Tarsus, Geburtsort des Apostels Paulus.
	        

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Nowack, Hugo et al. Geographie. Breslau: Hirt, 1902. Print.
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