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Das Deutsche Reich mit seinen Kolonien (Bd. 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN733293204
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6314056
Title:
Präparationen für den erdkundlichen Unterricht in den Volksschulen (auch Mittelschulen usw.)
Author:
Riebandt, Johannes
Place of publication:
Goslar a. Harz
Publisher:
Danehl
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
in entwickelnder, anschaulicher Darstellung, nach den Grundsätzen der vergleichenden Erdkunde und nach dem Ministerial-Erlaß vom 31. Januar 1908 mit besonderer Berücksichtigung der Handels-, Verkehrs- und Wirtschaftskunde

Volume

Persistent identifier:
PPN733293441
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6314060
Title:
Das Deutsche Reich mit seinen Kolonien
Shelfmark:
GD-II 10(1,11)L
Author:
Riebandt, Johannes
Volume count:
Bd. 1
Place of publication:
Goslar a. Harz
Publisher:
Danehl
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1911
Edition title:
2. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Die Kolonien des Deutschen Reiches
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Präparationen für den erdkundlichen Unterricht in den Volksschulen (auch Mittelschulen usw.)
  • Das Deutsche Reich mit seinen Kolonien (Bd. 1)
  • Binder
  • Title page
  • Benutzte Literatur
  • Vorwort zur I. Auflage
  • Vorwort zur II. Auflage
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Die Wandkarte des Deutschen Reiches
  • Die norddeutschen Landschaften
  • Die Landschaften und Staaten Mitteldeutschlands
  • Die süddeutschen Landschaften und Staaten
  • Allgemeines von Deutschland
  • Die Kolonien des Deutschen Reiches

Full text

— 405 — 
(Mikronesier*) gehören zum Stamme der Malaien, sind stattlich gebaut, von 
nußbrauner (auf den östlichen Inseln) oder dunkelfarbiger Hautfarbe (auf den 
Palau-Jnseln). Sie haben schwarzes, glattes Haar, das sie meist kurz 
tragen. — Die Bekleidung beschränkt sich auf das Allernotdürftigste. 
Meist tragen sie nur einen Schurz um die Hüften (viele gehen ganz nackt). 
Seitdem Missionare dort tätig sind, tragen sie Baumwollenstoffe. Große 
Vorliebe hegen sie für Schmucksachen und Putz (das Tätowieren ist allgemein 
verbreitet). — Die Eingeborenen wohnen in Dörfern zusammen. Ihre 
Hütten sind viereckig; sie stehen auf steinerner Grundlage. Jedes Dorf 
hat seinen Häuptling. In hohem Grade interessant macht sie ihr 
Charakter, die offene Herzlichkeit und Freundlichkeit, mit der sie 
die Europäer aufnehmen. Sie sind von den Lastern, welche die Poly- 
nesier entstellen, fast ganz frei. Auch sind sie zutraulich und freundlich, 
dabei friedliebend, zugleich geschickt und begabt. — Beschäftigung: 
Ihre hauptsächlichste Beschäftigung ist der Fischfang. Auf ihren kunstvoll 
erbauten Kähnen unternehmen sie weite Seereisen. — Besonderer Fleiß 
kann ihnen nicht nachgerühmt werden; viel zu arbeiten brauchen sie auch 
nicht. Inwiefern nicht? Die Natur spendet ihnen ohne Fleiß und Tun die 
Früchte, die sie zum Lebensunterhalte gebrauchen twie z. B. Brotfrucht, Kokosnuß usw.). 
Hier und da treiben die Eingeborenen freilich etwas Acker- und Garten- 
bau, aber dieser beschränkt sich nur auf die Banane, den Brotfrucht- 
bäum und die Kokospalme. — Sie treiben auch Handel. Dieser ist 
Tauschhandel. Womit handeln sie? (Mit Kopra, Schildpatt, Brot- 
frucht usw.) Diese Gegenstände bringen sie den deutschen Händlern und 
erhalten dafür Glasperlen, Eisenwerkzeug, Gewehre usw. Jetzt hat man 
mit dem Anbau von Zuckerrohr und Tabak begonnen. — Wieder- 
gäbe und Einprägung. 
Erwerbung nnd Verwaltung. Die Karolinen hat das Deutsche 
Reich im Jahre 1899 von Spanien erworben. Es zahlte für die Karo- 
linen und Marianen 16 Mill. Mark. Die Karolinen werden von drei 
kaiserlichen Beamten verwaltet, welche unter Aufsicht des Gouverneurs 
von Kaiser-Wilhelms-Land stehen. — Missionare haben auf den größeren 
Inseln mehrere Kirchen und Schulen gegründet, und das Christentum 
findet immer weitere Ausbreitung. — Einprägung. 
6. Die Marianen. 
Lage und Ausdehnung. Wir wollen jetzt die Inseln betrachten, 
die nördlich von den Karolinen liegen. Diese Inselgruppe führt den 
Namen Marianen oder Ladronen2). Bestimme die Lage der Insel- 
gruppe! Nördlich von dem Äquator und den Karolinen. Sie erstrecken 
sich in Form eines gekrümmten Bogens von Norden nach Süden. Die 
Marianen bilden eine Gruppe von 18 Inseln (mit 700 qkm und 
x) Mit den Marshall-Jnseln und Marianen bilden die Karolinen eine Gruppe 
von Inseln, die man unter dem Namen Mikronesien zusammenfaßt, vom anech. mikros 
(klein) und nesos (Jryel). 
2) Den Namen Marianen erhielten sie nach Maria, der Königin (Gemahlin 
Philipps IV.) von Spanien. — Den Namen Ladronen, d. i. Diebesinseln aab ihnen 
der Entdecker Magelhaens (1521).
	        

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Riebandt, Johannes. Das Deutsche Reich Mit Seinen Kolonien. Goslar a. Harz: Danehl, 1911. Print.
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