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Erdkundliches Schülerheft

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN733447031
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6314117
Titel:
Erdkundliches Schülerheft
Signatur:
GD-II 16(1,09)
Autor*in:
Harms, Heinrich
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
List & von Bressensdorf
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1909
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
unter besonderer Berücksichtigung Deutschlands und seiner Kolonien ; ein Hilfsbuch für den einprägenden Unterricht ; für die Oberklassen der Volks-, Bürger- und Mittelschulen

Kapitel

Titel:
Erster Hauptteil: Deutschland einschließlich seiner Stellung in der Weltwirtschaft und im Welthandel und die deutsche Kolonien
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Erdkundliches Schülerheft
  • Titelseite
  • Inhalt
  • Erster Hauptteil: Deutschland einschließlich seiner Stellung in der Weltwirtschaft und im Welthandel und die deutsche Kolonien
  • Zweiter Hauptteil: Die europäischen Staaten
  • Dritter Hauptteil: Die fremden Erdteile
  • Anhang
  • Werbung
  • Werbung

Volltext

53 
Deutschlands Stellung in der Weltwirtschaft und im Welthandel. 8 43. 
6. Die fünf Herzogtümer 
(davon drei in Thüringen). 
1 Braunschwcig; s. Skizze 55. Hauptland mit der Hst. Braunschweig, durchflossen von 8 43 
der Oker, ferner ein Weser-Harz und ein Harzstück) das Hauptland sehr fruchtbar mit starkem 
Zuckerrübenbau. „ 
2. Anhalt ( = Burg an der Halde); s. Skizze 59. Hauptland mit der Hst. Dessau vom Flä¬ 
ming über Muldemündung zum Harz, ferner ein kleines Harzstück: das Hauptland sehr fruchtbar 
(Zuckerrüben) mit einem Steinsalzbergwerk, Staßfurt gegenüber (Leopoldshall). 
3., 4., 5. in Thüringen: Sachsen-Meiningen, Sachsen-Coburg-Gotha, Sachsen- 
Altenburg. 
7. Die sieben Fürstentümer 
(davon vier in Thüringen). 
1. Drei an der Westgrenze Westfalens, s. Skizze 56: Lippe (fruchtbar; Ziegeleien; 
Hst. Detmold, Hermannsdenkmal), Schaumburg-Lippe und Waldeck. 
2. Vier in Thüringen (2 Schwarzburg und 2 Reuß). Schwarzburg-Rudolstadt 
(mit dem schönen Städtchen Rudolstadt am Saaleknie und dem herrlichen Schloß Schwarz¬ 
burg, § 23,2), Schwarzburg-Sondershausen (wo das größte Stück?), Reuß ältere Linie 
(das kleinste der Fürstentümer, nur V3 so groß wie Rügen, Hst. Greiz) und Reuß jüngere 
Linie mit der größten Stadt der Thüringischen Staaten, Gera ß; Hst. Schleiz. Beide 
Reuß gehören dem sächsisch-thüringischen Jndustriedreieck an (s. Skizze 42) und sind dicht be¬ 
völkert. 
8. Tie drei freien Reichsstädte. 
1. Hamburg (Gebiet größer als Reuß ä. L.); die Stadt Hamburg s. §38,5; Vorhafen 
Cuxhaven; 2. Lübeck, s. §38,3 (Ostseebad Travemünde); 3. Bremen, § 32d; Vorhafen 
Bremerhaven. 
9. Das Reichsland Elsaß-Lothringen. 
(15 Taus, gkm, 2 Mill. Einw.) 
1. Nenne nach Skizze 62 die umgrenzenden Gebiete, die Gebirge, Flüsse und Städte und 
wiederhole, was früher über sie gesagt wurde! Zeichnen wie bisher. 
2. Wirtschaftliches, a)BedeutendeLandwirtschaft(OberrheinischeTiefebene!). Zwischen 
Rhein und Jll allerdings auch große sandige Flächen; fruchtbar auch Lothringens Täler und 
Mulden. Der Weinbau übertrifft den aller anderen Staaten Deutschlands. Viel 
Hopfen, ferner Hanf, Tabak, Mohn, Krapp (eine Farbpflanze) usw. d) Bergbau: Am linken 
Moselufer eines der wichtigsten Eisenlager Deutschlands; Anteil am Saarbrückener 
Koblenlager; viel Salz. e) Industrie. Das Elsaß ist eines der H,auptindustriegebiete 
Deutschlands; Baumwolleverarbeitung in Mülhausen, Kolmar und allen Wasgenwaldtälern 
(Triebkraft der Bäche!), ck) Handel lebhaft, namentlich auch Durchgangshandel nach Frankreich 
und der Schweiz. 
3. Die Städte nach Skizze 62 nach der Größe ordnen und wiederholen, was früher über 
sie gesagt wurde! 
II. veutscblands Stellung in der Weltwirtschaft und im Weltbanöel. 
Mehr und mehr schmelzen die einzelnen Volkswirtschaften zur Weltwirtschaft zusammen. « 44 
Die Bedürfnisse der einzelnen Völker gehen immer mehr über ihre eigenen Erzeugnisse 
hinaus: jedes bedarf zugleich auch der Erzeugnisse des andern. So arbeitet denn ein Volk 
für das andere. Die Engländer spinnen für uns Baumwollgarne; wir ziehen für sie Zucker¬ 
rüben und bereiten ihnen daraus Unmengen Zuckers; die Vereinigten Staaten bauen für 
Europa die Baumwolle, während wir für sie Webewaren und chemische Erzeugnisse, Spiel¬ 
waren und Porzellanwaren herstellen; Australien und Argentinien scheren für die europäischen 
Industrieländer ihre Schafe, während diese für sie auf ihren Maschinen Strümpfe stricken und 
Kleider weben usw. usw., und alle diese Güter gleiten auf den Eisenbahn- und Schifsahrts- 
ümen, die den Erdball wie ein Netz umspaimen, hin und her wie das Blut im Adernetz des 
menschlichen Körpers; der Welt-Handel verteilt die Erzeugnisse der Welt-Wirtschaft 
Jedes Volk bemüht sich, möglichst viel (Natur- oder Industrie-) Waren zu erzeugen und 
zu verkaufen und sich selbst an der gewinnbringenden Güterverfrachtung, insonderheit
	        

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Harms, Heinrich. Erdkundliches Schülerheft. Leipzig: List & von Bressensdorf, 1909. Print.
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