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Kleines Lehrbuch der Erdkunde

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN733451713
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6314145
Titel:
Kleines Lehrbuch der Erdkunde
Signatur:
GC-II 18(2,09)
Autor*in:
Kerp, Heinrich
Erscheinungsort:
Trier
Verlag:
Lintz
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher Kaiserreich
Erscheinungsjahr:
1909
Ausgabenbezeichnung:
Ausg. C, 2., 3. u. 4. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
[CII. Europa und die übrigen Erdteile nebst einer kurzen Handelsgeographie und mathematischen Erdkunde]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Zweiter Teil. Die Außereuropäischen Erdteile
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kleines Lehrbuch der Erdkunde
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • [CI. Die Deutschen Landschaften]
  • A. Die nördlichen Alpen und ihr Vorland
  • B. Das Südwestdeutsche Becken
  • C. Die Mitteldeutsche Gebirgsschwelle nebst ihren Tieflandsbuchten
  • D und IX. Das Norddeutsche Tiefland
  • [CII. Europa und die übrigen Erdteile nebst einer kurzen Handelsgeographie und mathematischen Erdkunde]
  • Erster Teil. Die Landschaften Europas
  • Zweiter Teil. Die Außereuropäischen Erdteile
  • Dritter Teil. Wirtschaftsgeographie Deutschlands. (Als Wiederholung und Erweiterung)
  • Vierter Teil. Deutschlands Weltstellung und Welthandel
  • Fünfter Teil. Elementare mathematische Geographie
  • Einband

Volltext

60 
Die Außereuropäischen Erdteile, 
Der nördliche Kleine Atlas führt auch den Namen Tell. Mit 
einer hohen Steilküste steigt er aus dem Mittelmeer auf. In den 
Klüften der marokkanischen Mittelmeerküste, dem fog. Riff, Hausen die 
als Piraten berüchtigten Riffkabvlen. 
In der Verlängernng des Atlas liegen im Meer die vulkanischen 
Inselgruppen Madeira und die Kanarischen Inseln, die ihrem 
ozeanischen Klima ein sehr üppiges Pflanzenleben verdanken. 
b) Im Anbau stimmen die Atlasländer mit Südspanien ziemlich 
überein. Die künstliche Bewässerung spielt wie dort eine große 
Rolle. Oliven- und Weinbau sind ebenfalls wichtige Kulturen, letzterer 
besonders für Algerien und Madeira. Die Steppe des Hochlandes 
liefert Halfa, und die Korkeichenwälder liefern Kork, ganz wie in 
Spanien. Als afrikanische Nutzgewächse treten aber die Dattelpalme 
und die Mohrenhirse hinzu, die beide sehr wichtig sind. 
Von der früheren hohen Kultur, die die Karthager, Römer und 
Araber in Nordafrika verbreitet hatten, sind im Atlasgebiet nur noch 
geringe Spureu vorhanden. Der Islam, der sich einst mit Feuer und 
Schwert Bahn brach, ist im Niedergauge begriffen. Während Algerien 
und Tunesien unter französischer Herrschaft aufblühen, ist Marokko heute 
ein armes Land. 
Die beiden Haupt Völker des Atlasgebiets fiud die Berber oder 
Kabylen und die Araber. Die wichtigsten Städte sind in Marokko die 
Handelsstadt Fes (150000 E-), Marokko (80000 E.) und die Hasen- 
stadt Tanger, in Algerien Algier (fast 100000 E.) und in Tunesien 
Tunis (170000 E.) uud der französische Kriegshafen Biferta. 
2. Das Wüstengebiet öer Sahara. 
§ 72. a) Südlich vom Atlas dehnt sich das große Wüstengebiet der 
Sahara (— Ausdehnung oder weites Land) ans, das von W nach 0 
durch gauz Nordafrika reicht und fast so groß wie Europa ist. 
Die Oberfläche der Sahara ist nicht so gleichförmig, als man 
früher annahm, auch nicht überall Sand und völlige Öde. Ju der 
eigentlichen Wüste kommen drei Landschaften vor: 1) die Felswüste, 
2) die Steinwüste und 3) die Sanddünenlandschast. Diese 
Wüstenlandschaften wechseln unregelmäßig miteinander ab; jedoch ist die 
Felswüste mehr im W, die Sandwüste mehr im 0 verbreitet. Anch 
die Bodenformen zeigen einen reichen Wechsel. Einzelstehende Fels- 
gestalten, Zeugen genannt, dienen den Karawanen als Wegweiser. In 
der mittlen: Sahara gibt es auch wirkliche Gebirgslandschaften. 
Die Gebirge von Tibesti steigen bis 2700 m an. Auch Flußläufe
	        

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Kerp, Heinrich. Kleines Lehrbuch Der Erdkunde. Trier: Lintz, 1909. Print.
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