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Kleines Lehrbuch der Erdkunde

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN733451713
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6314145
Title:
Kleines Lehrbuch der Erdkunde
Shelfmark:
GC-II 18(2,09)
Author:
Kerp, Heinrich
Place of publication:
Trier
Publisher:
Lintz
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1909
Edition title:
Ausg. C, 2., 3. u. 4. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
[CII. Europa und die übrigen Erdteile nebst einer kurzen Handelsgeographie und mathematischen Erdkunde]
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Dritter Teil. Wirtschaftsgeographie Deutschlands. (Als Wiederholung und Erweiterung)
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Kleines Lehrbuch der Erdkunde
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • [CI. Die Deutschen Landschaften]
  • A. Die nördlichen Alpen und ihr Vorland
  • B. Das Südwestdeutsche Becken
  • C. Die Mitteldeutsche Gebirgsschwelle nebst ihren Tieflandsbuchten
  • D und IX. Das Norddeutsche Tiefland
  • [CII. Europa und die übrigen Erdteile nebst einer kurzen Handelsgeographie und mathematischen Erdkunde]
  • Erster Teil. Die Landschaften Europas
  • Zweiter Teil. Die Außereuropäischen Erdteile
  • Dritter Teil. Wirtschaftsgeographie Deutschlands. (Als Wiederholung und Erweiterung)
  • Vierter Teil. Deutschlands Weltstellung und Welthandel
  • Fünfter Teil. Elementare mathematische Geographie
  • Binder

Full text

Die Bevölkerung und des Staates Schutz. 
113 
tüchtiges Volk kann die natürlichen Schatze des Vaterlandes heben. Es 
ist daher wichtig, daß die B evölkernn g Deutschlands sich stark 
vermehrt, jährlich um fast 1 Mill., während die Bevölkerung Frank- 
reichs fast gar nicht mehr zunimmt. Die starke Vermehrung der Be- 
völkerung hat jedoch für Deutschland anch eine ernste Gefahr. Es wird 
immer schwieriger, die große Volkszahl zu ernähren. Es müssen immer 
mehr Nahrungsmittel aus dem Auslande bezogen werden. Dafür mnß 
Deutschland diesem wieder Waren liefern. Industrie und Handel müssen 
sich also weiter entwickeln. Der Wettbewerb mit andern Staaten wird 
dadurch immer schärfer. Diesen gegenüber muß Deutschland stark 
sein, damit sie ihm nicht den Handel erschweren. Ernste Zeiten würde 
ein großer Krieg bringen. Es würde bald au Nahrung und an Arbeit 
fehlen. .Darum muß Deutschland stark sein, es muß ein starkes Heer 
und eine starke Flotte haben, um feine Wohlfahrt zu sichern. 
d) Die Verteilung der Bevölkerung. Die Bevölkerung ist § 125. 
im deutschen Lande nicht gleichmäßig verteilt. Das gewerbreiche 
Mitteldeutschland mit seinen Bergbau- und Industriegebieten ist viel 
dichter bewohnt als Süd- und Norddeutschland, wo meist der Ackerbau 
vorwiegt. (Welche Gegenden sind besonders dicht bewohnt? Wie er- 
klärt sich dies?) Am besten erkennt man die ungleiche Volksdichte aus 
der Verteilung der großen Städte. 
Von den 41 Städten, die am 1. Dez. 1905 mehr als 100000 E. zählten, 
liegen nur 5 (mit *) in Süddeutschland (südlich vom 50. Parallelkreise) und 15 
(mit **) in Norddeutschland (nördlich vom 52. Parallelkreise), aber 2l in Mittel- 
Deutschland. 
**Berlin 
2 040 000 E. 
"'"'Charlotteu- 
"""Danzig 
160 000 E. 
**Hambnrg 
800 000 „ 
bnrg 
240 000 E. 
Barmen 
160 000 „ 
"München 
540 000 „ 
**Stetttn 
230 000 „ 
"'"'Rixdorf 
155 000 „ 
Dresden 
515 000 „ 
Essen 
230 000 „ 
Gelsenkirchen 
150 000 „ 
Leipzig 
500 000 „ 
"'"'Königsberg 
220000 „ 
Aachen 
145 000 „ 
Breslau 
470 000 „ 
**23remeit 
215 000 „ 
"'"'Schöneberg 
140 000 „ 
Cölu 
430 000 „ 
Duisburg 
190 000 „ 
"'"'Braunschweig 
140 000 „ 
Franks.a.M. 
340 000 „ 
Dortmund 
18J 000 „ 
""''Posen 
140 000 „ 
^Nürnberg 
295 000 „ 
Halle 
170 000 „ 
Kassel 
120 000 „ 
Düsseldorf 
255 000 „ 
**2ntona 
170 000 „ 
Bochum 
120 000 „ 
""''Hannover 
250 000 „ 
"'Straßburg 
170 000 „ 
^Karlsruhe 
110 000 „ 
Stuttgart 
250 000 „ 
**®iel 
165 000 „ 
Krefeld 
110 000 „ 
Chemnitz 
245 000 „ 
Elberfeld 
165 000 „ 
Plauen 
105 000 „ 
"'"'Magdeburg 
240 000 „ 
"Mannheim 
160 000 „ 
Wiesbaden 
100 000 „ 
(Vergleiche die Volksdichte Deutschlands mit der von andern europäischen 
Staaten, sowie die Volksdichte der größern deutschen Staaten und der preußischen 
Provinzen untereinander!) 
Kerp, Lehrbuch der Erdkunde, Ausgabe C II. 
8
	        

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Kerp, Heinrich. Kleines Lehrbuch Der Erdkunde. Trier: Lintz, 1909. Print.
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