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Mitteleuropa (H. 1 = Mittelstufe)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN734334419
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6320153
Title:
Heimatkunde von Altona und Umgegend
Shelfmark:
GB-II 47(2,1893)
Author:
Ehlers, Hans
Place of publication:
Altona
Publisher:
Uflacker
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks,imperial Germany
Publication year:
1893
Edition title:
2., verb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für den vorbereitenden geographischen Unterricht in den Altonaer Schulen

Chapter

Title:
5. Unsere Schulstraße
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Erdkunde für Mittelschulen und verwandte Anstalten
  • Mitteleuropa (H. 1 = Mittelstufe)
  • binder
  • Title page
  • Aus dem Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur zweiten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Was wir am Himmel beobachten
  • II. Wie die Erde und ihre Oberfläche bildlich dargestellt werden
  • III. Länderkunde: Mitteleuropa
  • [Anhang]
  • binder

Full text

28 Lüneburger Heide. Lchlesische Bucht. 
aber von Jahr zu Zahr an Ausdehnung ab. Sie werden durch den Fleiß der Be- 
wohner in nutzbares Land verwandelt. Durch Zuführung von Kalt und künstlichem 
Dünger und sorgfältige Bearbeitung gewinnt der Landmann auf dem mageren 
Boden Erträge an Buchweizen, Roggen, Hafer und Hackfrüchten, fluch die Kartoffel 
gedeiht in besonderer Güte. Sie wird auf dem Markt des benachbarten Hamburg 
sehr begehrt. Und wo der Mensch die Heide nicht in Ackerland verwandelt, forstet 
er sie auf. Km häufigsten finden sich in den schon jetzt ausgedehnten Wäldern 
die Kiefer und die Rottanne. In kleinen Beständen kommen auch Eichen und Buchen 
vor. Die heidel- und preißelbeeren des Waldbodens werden von der Bevölkerung 
gesammelt und in die benachbarten Großstädte verkauft. 
In den flachen Tälern liegen in Erlengebüsch versteckt oder von hochragenden 
Eichen umgeben die Heidedörfer, deren Bewohner sich mit Ackerbau, Bienen- und 
Viehzucht beschäftigen. Wenn sich im Spätsommer die Heide mit Millionen Honig- 
reicher Blüten wie mit einem rosenroten Schimmer überzieht, dann finden die Bienen 
der Bauern einen reichgedeckten Tisch. Die Bienenzucht wird jedoch in unserer Zeit 
immer mehr eingeschränkt; denn dem Imker geht es wie dem Winzer: gute Honigjahre 
sind so selten wie gute Weinjahre. Dagegen blüht die Viehzucht. Die jungen Triebe des 
Heidekrautes liefern nämlich Futter für Rinder, Schweine und Schafe. Die heidschnucken, 
die früher die weiten Flächen abweideten, nehmen freilich an Zahl immer mehr ab. 
Nur noch in den einsamsten Heidegegenden treffen wir vereinzelt größere Herden. 
Städte liegen nur dort, wo die Heide von dem alten Handelswege durchschnitten 
wird, der Westdeutschland mit den Seehäfen Hamburg und Lübeck verbindet. Größere 
Stationen an dieser Straße sind Eelle (23) an der schiffbaren Aller und Lüneburg (28) 
am nördlichen Endpunkte des Heideweges. Bei Lüneburg sprudeln reiche Solquellen 
hervor, die fast ganz Nordwestdeutschland mit Kochsalz versorgen, fluch Kalk und 
Gips werden in der Nähe der Stadt gefunden, fln andern Orten der Heide werden 
Petroleum und wertvolle Kalisalze gefunden. 
4. Die Schlesische und die sächsisch-Thüringische Bucht. Wie wir die Ein- 
schnitte der See in das Land als Meeresbuchten bezeichnen, so können wir die Ein- 
schnitte des Flachlandes in das Gebirge Flachlandsbuchten nennen. Im Süden des 
südlichen Landrückens greift das Flachland in zwei Buchten weit in das mitteldeutsche 
Gebirgsland ein. 
a) Die Schlesische Bucht (prov. Schlesien) liegt wie eine flache Mulde zwischen 
dem Schlesischen Landrücken und den Sudeten. Sie wird von der Oder und ihren 
Nebenflüssen, der Glatzer Neisse und der Katzbach, durchflössen, die von dem 
hohen Gebirgswall der Sudeten kommen. Wenn dort im Sommer anhaltende Regen- 
güsse niedergehen, oder wenn im Frühlinge der Schnee auf den Bergen schmilzt, 
können die Flüsse die Wogen nicht in ihrem Bette fassen. Brausend und tosend er- 
gießen sie sich dann über Felder, Wiesen, Gärten und Ortschaften des Tieflandes. 
Der Schaden, der dadurch angerichtet wird, ist unermeßlich. Dämme und Deiche 
reichen nicht aus, die Wassermassen zu bändigen. Man hat deshalb in neuerer Zeit 
im Gebirge Talsperren und Stauweiher (Abb. 5. 47) gebaut, in denen die herab- 
stürzenden Wasser aufgefangen und allmählich in die Flüsse geleitet werden.
	        

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Lehmann, Richard. Mitteleuropa. Leipzig: Teubner, 1912. Print.
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