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[Bd. 1, Abth. 1] (Bd. 1, Abth. 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN735195528
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6328283
Title:
Geographisches Lesebuch
Author:
Masius, Hermann
Place of publication:
Halle
Publisher:
Buchh. des Waisenhauses
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Umrisse und Bilder aus der Erd- und Völkerkunde

Volume

Persistent identifier:
PPN735196370
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6328294
Title:
[Bd. 1, Abth. 1]
Shelfmark:
GL-II 100(1,1874)-1,1
Author:
Masius, Hermann
Volume count:
Bd. 1, Abth. 1
Place of publication:
Halle
Publisher:
Buchh. des Waisenhauses
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1874
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Umrisse und Bilder aus der Erd- und Völkerkunde

Chapter

Title:
12. Vulkanismus und Neptunismus
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Geographisches Lesebuch
  • [Bd. 1, Abth. 1] (Bd. 1, Abth. 1)
  • Binder
  • Title page
  • [Widmung]
  • [Vorwort]
  • Inhalt
  • Ein Blick auf die Entwickelung der Geographie. Als Einleitung
  • I. Geographie des Meeres
  • 2. Ebbe und Flut
  • 3. Der Golfstrom
  • 4. Die Seewinde
  • 5. Tiefe des Meeres
  • 6. Das Meerleuchten
  • 7. Bilder aus dem atlantischen und dem stillen Ocean
  • 8. Die Korallenbauten
  • 9. Das Leben in den größten Meerestiefen
  • 10. Die Pflanzenwelt des Meeres
  • 11. Die Eismeere
  • 12. Vulkanismus und Neptunismus
  • 13. Die Formen der Continente mit Rücksicht auf deren Gebirgsbau
  • 14. Gebirgs- und Bergformen
  • 15. Die Vulkane
  • 16. Erdbeben
  • 17. Wüsten und Steppen
  • 18. Die Dünen
  • 19. Die Moore
  • 20. Die Gletscher
  • 21. Die Quellen
  • 22. Die Flüsse
  • 23. Züge zu einem Bilde des Amazonenstroms
  • 24. Die Verbreitung des organischen Lebens insbesondere auf dem Festlande
  • Binder

Full text

13. Formen der kontinente. 121 
Um einen solchen zu gewinnen, hat man versucht, die Länge der Jetztzeit, 
also des Zeitraumes abzuschätzen, seit dessen Beginn das organische Leben 
auf Erden seinen heutigen Gesamtcharakter angenommen und wesentlich bewahrt 
hat. Berechnungen, welche sich auf die Dauer der verschiedenartigsten geolo- 
gischen Vorgänge gründen, ergeben übereinstimmend, daß jener Zeitpunkt 
mehr als 30,000 Jahre hinter uns liegen muß; und doch, so unfaßbar diese 
Zahl unserer Phantasie erscheint, ist die Jetztzeit nur eine der zahlreichen 
Perioden, in welche die Entwicklungsgeschichte der Erde und ihrer Bewohner 
zerfällt. 
13. Die Formen der kontinente mit Nücksicht auf deren 
Oebirgsöau. 
So regellos beim ersten Anblick die Gestalt des Festlandes erscheint, 
so hat man doch schon längst aus dem Verlaufe der Gebirgsketten einen 
gewissen Grundtypus desselben gleichsam zu errathen gesucht. Man sah, daß 
jedes Mineral, wenn es aus dem flüssigen Urzustände seiner Stoffe krystal- 
lisirt, eine streng, ja starr gesetzmäßige Form annimmt, und fragte, ob das, 
was für das Einzelne die Weise des Entstehens und Bestehens ist, nicht auch 
für das Ganze gelten solle. 
Freilich — wir müssen es wiederholen — der erste Eindruck, den das 
Bild des Festlandes und seiner Gebirgszüge hervorruft, könnte diese Voraus¬ 
setzung sehr zweifelhaft machen. Wir begegnen da nicht einer gleichmäßigen, 
sondern einer scheinbar sehr ungleichmäßigen Vertheilung und Umgrenzung 
der Erdmassen. Die nördliche Halbkugel enthält dreimal so viel Land als 
die südliche, denn auf dieser sind sieben, auf jener fünf Achttheile der Ober- 
fläche vom Oeean bedeckt; von der Gegend des Aeqnators hat das Gewässer 
fünf Sechstheile, das Land nur einen in Besitz genommen. Die breite Feste 
des Nordens wird von Süden her an zwei einander fast entgegengesetzten 
Punkten durchbrochen; denn auf der einen Seite dehnt sich das stille Meer 
vom Südpol bis gegen den Nordpol fast über ein ganzes Drittel der Erde 
hin, von der andern Seite drängt sich das atlantische Meer, wie ein gigan- 
tischer Strom, an das Gewölbe des nördlichen Eises hinan. Hierdurch wird 
das Festland der Erde in eine sogenannte östliche und westliche Halbkugel 
getheilt, deren jene zweimal so viel Land als diese umfaßt. Die Hervor- 
ragungen der Erdfläche liegen demnach bald näher zusammen, zu weit- 
erstreckten breiten Massen vereint, bald erscheinen sie vereinzelter und über
	        

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Masius, Hermann. [Bd. 1, Abth. 1]. Halle: Buchh. des Waisenhauses, 1874. Print.
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