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Lesebuch für die Volksschulen des Fürstentums Schaumburg-Lippe

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN736078584
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-9286192
Title:
Landeskunde von Württemberg
Shelfmark:
GL-II 37(1,05)
Author:
Lauffer, Friedrich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Lung
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1905
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für Schule und Haus

Chapter

Title:
A. Die natürlichen Teile Württembergs
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
III. Die Alb
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lesebuch für die Volksschulen des Fürstentums Schaumburg-Lippe
  • Binder
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Abteilung
  • [Kapitel 1 - 10]
  • [Kapitel 11 - 20]
  • [Kapitel 21 - 30]
  • [Kapitel 31 - 40]
  • [Kapitel 41 - 50]
  • [Kapitel 51 - 60]
  • [Kapitel 61 - 70]
  • [Kapitel 71 - 80]
  • [Kapitel 81 - 90]
  • [Kapitel 91 - 100]
  • [Kapitel 101 - 110]
  • [Kapitel 111 - 120]
  • [Kapitel 121 - 130]
  • [Kapitel 131 - 140]
  • [Kapitel 141 - 150]
  • Zweite Abteilung. Aus der Naturgeschichte
  • [Kapitel 151 - 160]
  • [Kapitel 161 - 170]
  • [Kapitel 171 - 180]
  • [Kapitel 181 - 190]
  • [Kapitel 191 - 200]
  • [Kapitel 201 - 210]
  • [Kapitel 211 - 217]
  • Dritte Abteilung. Aus der Geographie
  • [Kapitel 218 - 227]
  • [Kapitel 228 - 237]
  • [Kapitel 238 - 247]
  • [Kapitel 248 - 257]
  • [Kapitel 258 - 267]
  • [Kapitel 268 - 275]
  • Vierte Abteilung. Aus der deutschen Geschichte
  • [Kapitel 276 - 285]
  • [Kapitel 286 - 295]
  • [Kapitel 296 - 305]
  • [Kapitel 306 - 315]
  • [Kapitel 316 - 325]
  • [Kapitel 326 - 335]
  • [Kapitel 336 - 346]
  • Binder

Full text

334 
erwärmt oder erleuchtet werden können. Die Sonnenstrahlen verteilen 
sich von der Sonne nach allen Richtungen im Weltraume, so daß nicht 
nur die Erde, sondern auch die übrigen sich um sie bewegenden dunklen 
Himmelskörper, also die Planeten, Monde und Kometen, von ihr er— 
wärmt und erleuchtet werden. 
Der Mond scheint uns ungefähr so groß zu sein, wie die 
Sonne, obwohl ein bedeutender Unterschied zwischen der Größe von 
beiden stattfindet. Dies kommt daher, daß der Mond uns viel näher 
ist. Der Durchmesser der Erde ist 335 mal so groß, als der des 
Mondes. Bei der Vergleichung des körperlichen Inhalts oder des 
Kubikinhalts beider Himmelskörper zeigt sich, daß der Mond nur 150 
der Erde ausmacht. In dem Raume, den die Erde einnimmt, könute 
man also 50 Mondkugeln unterbringen. 
Der Mond ist unter allen Himmelskörpern der Erde am nächsten. 
Seine Entfernung ist 52,000 Meilen. Infolgedessen ist man im— 
stande, mit großen Ferngläsern die Oberfläche des Mondes und ihre 
Beschaffenheit ziemlich genau, zu beobachten. Schon mit bloßen Augen 
kann man auf derselben verschiedene dunkle Flecken bemerken. Durch 
Ferngläser kann man sich überzeugen, daß die helleren Teile hohe 
Berge sind, welche nach ihrer Gestalt Ahnlichkeit mit unsern feuer— 
speienden Bergen haben; die dunklen Flächen sind Thäler und Schatten, 
welche die Berge hinter sich werfen, wenn sie von der Sonne beleuchtet 
werden. Es hat n auch als wahrscheinlich herausgestellt, daß der 
Mond keinen Luftkreis um sich hat, wie die Erde, und daß sich auf 
seiner e keine Meere befinden. Daß man auf der Mond— 
oberfläche Menschen und Häuser gesehen habe, wie hie und da schon 
erzählt worden, ist ungegruͤndet; denn das stärkste Vergrößerungsglas 
vergrößert nur 2000mal, d. h. durch dasselbe sieht man den Mond 
um 2000mal näher, also etwa so nahe, als ob er bloß 180 Km. von 
uns entfernt wäre. Aber welches Auge kann auf die Entfernung von 
180 Km. Häuser und Menschen unterscheiden? Was wir von der 
Beschaffenheit des Mondes wissen, deutet nur darauf hin, daß, wenn 
sich auf ihm lebende Wesen befinden, dieselben nicht so beschaffen sein 
können, wie wir. 
Wie die Erde von der Sonne angezogen wird und infolgedessen 
sich um dieselbe bewegt, auf dieselbe Weise wird der Mond von der 
Erde angezogen und läuft deshalb um die Erde. Da diese aber zu 
gleicher Zeit sich um die Sonne bewegt, so geht der Mond mit, und 
der Weg, welchen er beschreibt, bekommt dadurch Ahnlichkeit mit einer 
Schraube; dabei muß der Mond zuweilen zwischen die Erde und die 
Sonne zu stehen kommen, zu andern Zeiten eine dieser entgegengesetzte 
Stellung einnehmen. 
Der Mond ist an sich dunkel, wie die Erde, und erhält sein 
Licht nur von der Sonne. Da aber der Mond eine Kugel ist, so 
kann die Sonne nicht mehr als die Hälfte derselben zu einer und der— 
selben Zeit beleuchten. Nun hängt es von der Stellung des Mondes
	        

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Lesebuch Für Die Volksschulen Des Fürstentums Schaumburg-Lippe. Bückeburg: Verl. des Luther. Waisenhauses, 1886. Print.
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