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Der Denkfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN736078584
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-9286192
Title:
Landeskunde von Württemberg
Shelfmark:
GL-II 37(1,05)
Author:
Lauffer, Friedrich
Place of publication:
Stuttgart
Publisher:
Lung
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1905
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für Schule und Haus

Title page

Document type:
Monograph
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Der Denkfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede
  • Prepage
  • Erste Abtheilung. Aufsätze zur Belebung und Verfeinerung des Lesetons und des sittlichen Gefühls
  • Zweyte Abtheilung. Betrachtung des menschlichen Körpers
  • Dritte Abtheilung. Betrachtung der menschlichen Seelenkräfte
  • Vierte Abtheilung. Anfangsgründe der Naturbeschreibung oder Naturgeschichte
  • Fünfte Abtheilung. Das Gemeinnützlichste aus der Naturlehre
  • Sechste Abtheilung. Kurze Uebersicht des Weltgebäudes und besonders der Erde
  • Siebente Abtheilung. Bruchstück aus der Geschichte der alten Deutschen
  • Inhalt
  • Druckfehler in den ersten 15 Bogen
  • Binder

Full text

7Z 
wir nicht! Wie viel tausend Buchstabenlaute bilden 
unsre Sprachwerkzeuge in einer Viertelstunde, und 
gleichwohl fordert fast jeder Buchstab eine besondre 
Muskelbewegung. 
Zu gleicher Zeit reden noch unsre Muskeln eine ganz 
eigene Zeichensprache; denn durch sie drücken wir alle 
Gemüthsbewegungen aus. Daß man Liebe, Mitleid, 
Zorn, Verachtung, Schaam und Verlegenheit auf un¬ 
serm Gesichte UeSt; daß unser ganzer Körper durch 
Gebehrden auSspricht, was wir denken und reden, 
kommt einzig und allein von der Einwirkung unsrer 
Seele auf unsre Muskeln. 
Aber nicht alle Muskeln stehn unter der Botmäßig¬ 
keit der Seele. Gerade die wichtigsten warten mcht 
auf ihr Geheiß, z. B. die Lungen - und Herz-Muskeln. 
Warum wohl? — Weil sie nicht nur im Zustande des 
Wachens, sondern auch deS Schlafens, nicht nur wenn 
wir daran denken, sondern auch wenn wir nicht daran 
denken, thätig seyn muffen. 
D a s H e r z 
ein birnförmiger, aus höchst'reizbaren Muskeln beste¬ 
hender hohler Körper, liegt mit seiner Spitze gegen die 
lrnke Seite der Brusthöhle gekehrt, in einem häutigen 
Sacke, von den Lungenflügeln umschloffen. Eine 
Scheidewand theilt den hohlen Raum desselben der Länge 
nach in zwey sogenannte Herzkammern. Aus jeder dieser 
Kammern gehen zwey große Aderstämme hervor, deren 
einer das Blut auswärts, der andre einwärts führt. 
Dre auswärtsführenden nennt man Pulsadern, die 
einwärtsführenden Blutadern. 
So oft sich nun unser Herz zusammenzieht, so oft 
sprüht das Blut durch die Pulsaderstämme hinaus; es 
erweitert sich wieder, und frisches Blut dringt durch die 
Blut-
	        

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Schlez, Johann Ferdinand. Der Denkfreund. Gießen: Heyer, 1811. Print.
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