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Atlas von Deutschland

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN740130129
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-9921006
Title:
Atlas von Deutschland
Shelfmark:
GI-II 52(1,1886)
Author:
Lange, Henry
Place of publication:
Braunschweig
Publisher:
Westermann
Document type:
Monograph
Collection:
Geography atlases
Publication year:
1886
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Map

Title:
Königreich Sachsen
Document type:
Monograph
Structure type:
Map

Contents

Table of contents

  • Atlas von Deutschland
  • Title page
  • Inhalt
  • Deutsches Reich. Politische Übersichtskarte
  • Deutsches Reich. Physikalische Übersichtskarte
  • Provinz Ostpreussen, Umgegend v. Königsberg
  • Provinz Westpreussen, Danzig und Umgegend
  • Provinz Brandenburg, Umgegend von Berlin
  • Provinz Pommern, Die Odermündung Swine, Umgegend von Stettin
  • Provinz Posen
  • Provinz Schlesien, Gegend zwischen Gleiwitz-Beuthen und Myslowitz
  • Provinz Sachsen. Anhalt., Der Brocken und Umgegend
  • Prov. Schleswig-Holstein. Mecklenburg. Freie Städte
  • Prov. Hannover. Grossh. Oldenburg
  • Provinz Westfalen. Fürstentümer Lippe und Waldeck
  • Provinz Hessen-Nassau. Grossh. Hessen. Fürstentum Waldeck., Niederwald-Bingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Der Kreis Rinteln, Frankfurt und Umgegend
  • Provinz Rheinlande, Das Siebengebirge
  • Bayern, Bayerische Pfalz, München und Umgegend
  • Königreich Sachsen
  • Württemberg, Stuttgart und Umgegend
  • Grossh. Baden, Gegend zwischen Karlsruhe-Rastatt-Baden und Wildbad
  • Herzogtum Braunschweig
  • Thüringische Staaten
  • Elsass-Lothringen, Umgegend v. Strassburg
  • Deutsche Schutzgebiete in Afrika und Deutsch-Neu-Guinea, Oberguinea und Kamerun, Deutsch Südwest Afrika, Kaiser Wilhelms Land und Bismarck Archipel, Deutsch Ost Afrika
  • Deutsche Schutzgebiete in der Südsee, Samoa od. Schiffer Inseln, Die Marshall-Inseln
  • Binder

Full text

Erster Tril. 
I. Die kaiserliche Familie. 
Kaiser Wilhelm II. 
Unsre Heimat gehört zum Königreiche Preußen. Der König von 
Preußen heißt Wilhelm II. Wir sind demselben Ehrfurcht, Gehorsam 
und Liebe schuldig. Wir schulden ihm Ehrfurcht, weil er der Stell¬ 
vertreter Gottes ist; wir schulden ihm Gehorsam, weil er der recht¬ 
mäßige Herr des Landes ist; er verdient unsere Liebe, weil -er wie ein 
guter Vater für das Wohl seiner Untertanen sorgt. 
Das Königreich Preußen gehört zum Deutschen Reiche. Das 
Deutsche Reich ist ein Kaiserreich. Das Königreich Preußen ist der größte 
Staat des Deutschen Reiches. Deshalb ist der König von Preußen zu¬ 
gleich Deutscher Kaiser. Zum Deutschen Reiche gehören außer Preußen 
noch die Königreiche Bayern, Württemberg und Sachsen; ferner G Gro߬ 
herzogtümer, 5 Herzogtümer, 7 Fürstentümer, 3 freie Reichsstädte und 
das Reichsland Elsaß-Lothringen. Die Hauptstadt Preußens und des 
Deutschen Reiches ist Berlin. 
Kaiser Wilhelm II. wurde geboren am 27. Januar 1859. Er wurde 
streng und einfach erzogen. Als Prinz besuchte er das Gymnasium zu 
Kassel. Dort saß er mit den Söhnen der schlichten Bürger auf deu 
nämlichen Schulbänken und zeichnete sich durch Fleiß und Pünktlichkeit 
aus. Als er die Abgangsprüfung bestanden hatte, erhielt er eine Denk¬ 
münze zur Anerkennung seines Fleißes. In jedem Jahre werden am 
Gymnasium zu Kassel drei Denkmünzen an die drei fleißigsten Schüler 
verteilt. Nach Beendigung seiner Gymnasialstudien besuchte der Prinz 
zwei Jahre die Universität Bonn. Hier legte er den Grund zu einem 
gründlichen und umfangreichen Wissen. 
Nun trat die militärische Vorbildung des Prinzen in den Vorder¬ 
grund. Nach der Sitte des preußischen Königshauses war er an seinem 
zehnten Geburtstage zum Leutnant ernannt worden. Während der 
Studienjahre ruhten die militärischen Übungen; doch nahm der Prinz 
in den Ferien stets an den Herbstmanövern teil. Nach dem Abschluß der 
Universitätsstudien übernahm er als Hauptmann die Führung einer 
Kompagnie. Er tat seinen Dienst wie jeder andre Hauptmann und hielt 
streng auf Ordnung und Pünktlichkeit. Im außerdienstlichen Verkehr war 
er sehr gütig gegen seine Soldaten. Am Weihnachtstage beschenkte er jeden 
Soldaten seiner Kompagnie, und wenn einer erkrankte, besuchte er ihn int 
Lazarette. Wegen seiner unermüdlichen Tätigkeit und seiner strengen Pflicht' 
erfüllung wurde der Prinz rafch zu den höhern Offizierstellen besördert. 
An seinem 29. Geburtstage wurde er zum Generalmajor ernannt.
	        

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Hahn, Ludwig. Geschichte Des Preußischen Vaterlandes. Berlin: Hertz, 1888. Print.
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