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[Teil 2 = Sexta, [Schülerband]] (Teil 2 = Sexta, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN75055312X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10142516
Titel:
Die teutsche Geschichte
Autor*in:
Kohlrausch, Friedrich
Erscheinungsort:
Elberfeld
Verlag:
Büschler
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN750555742
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10142524
Titel:
[Abth. 2]
Signatur:
HEG-I 3(2,1818)-1/3
Autor*in:
Kohlrausch, Friedrich
Bandzählung:
Abth. 2
Erscheinungsort:
Elberfeld
Verlag:
Büschler
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1817
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erster Zeitraum. Von den ältesten Zeiten bis auf die Eroberungen der Franken unter Klodwig. 486
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Teil 2 = Sexta, [Schülerband]] (Teil 2 = Sexta, [Schülerband])
  • Einband
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Vorwort zur fünfzehnten Auflage
  • Begleitwort zur neuen Ausgabe
  • Vorwort zum Sexta-Band. (Zwanzigste Auflage.)
  • I. Inhaltsverzeichnis
  • II. Inhaltsverzeichnis. (Nach den Verfassern [Quellen] geordnet.)
  • Kanon der zum Auswendiglernen bestimmten Gedichte
  • Prosa
  • I. Erzählungen
  • II. Fabeln
  • III. Märchen
  • IV. Sagen
  • V. Aus der Geschichte
  • VI. Aus der Erdkunde
  • VII. Aus der Natur
  • Poesie
  • Aus der Heimat über die Heimat
  • Einband

Volltext

Keck: Hildebrand und Alebrand (Hadubrand). 91 
entgegenkommenden Reiter zu. Aber dieser, der einen Überfall 
vermutete, legte rasch seinen Speer ein, und er hätte Hilde¬ 
brand getroffen, wenn der nicht sein Pferd herumgerissen hätte, 
ihm auszuweichen. 
„Wer bist du, und was willst du?“ rief heftig der junge 
Mann. Hildebrand entgegnete: „Ich komme aus Hunnenland, 
aber in friedlicher Absicht. Ich wollte dir nichts Arges tun. 
Aber sage mir, wer du bist oder von welcher Herkunft! Wenn 
du mir nur einen deiner Ahnen nennst, die andern weiß ich. 
Kund sind mir in diesem Königreich alle Helden.“ Stolz er¬ 
widerte der jüngere: „Ich heiße Alebrand und gebiete über 
Bern; mein Vater, sagt man, hat Hildebrand geheißen. Aber 
ich habe ihn nie gekannt; früh zog er vor Ermanrichs Zorn mit 
Dietrich ins Elend. Der Hilfe ledig ließ er daheim sein Weib 
und seinen kaum gebornen Sohn. Dem König Dietrich war er 
der teuerste Degen, kund war er allen kühnen Mannen. Aber 
jetzt ist er lange dahin, auf öder Walstatt liegt er gebettet.“ 
Da rief Hildebrand freudig: „Allvater im Himmel weiß es, dass 
er noch lebt. Wolltest du mit mir kämpfen, so würde dein Speer 
nie einen näher verwandten Mann treffen.“ Und er wand einen 
Goldreif vom Arm und rief: „Mein Sohn, nimm hier diese Huld- 
gabe von mir; ich bin Hildebrand, dein Vater.“ Und wiederum 
spornte er sein Roß, um an Alebrand heranzukommen, aber dieser 
rief drohend, indem er nochmals den Speer einlegte: „Von Fremden 
soll man mit Speeren Gabe empfangen, Schärfe wider Schärfe. 
Du willst mich mit Worten locken, alter Hunne, willst mich mit 
deinem Schwerte treffen. In Trug bist du alt geworden. Von 
meinem Vater haben mir lange schon Seefahrende, die übers 
Meer von Osten kamen, gesagt, daß ihn der Krieg hinwegnahm. 
Tot ist Hildebrand, Heribrands Sohn.“ Da ward auch der 
Meister zornig, und er rief aus: „Waltender Allvater, nun erfüllt 
sich Wehgeschick. Stets gehörte ich zu den tapfersten Kriegern, 
aber in keinem der Kämpfe fiel ich; nun soll mich mit dem 
Schwerte das eigene Kind erschlagen oder ich sein Mörder 
werden. Denn ein Feigling wäre ich, wenn ich dir nun noch 
den Kampf weigerte, da dich dessen gelüstet. Wenn deine 
Kraft langt, so gewinne dir die Rüstung dieses Greises; aber 
ich denke, der Vater wird dem Sohn noch beweisen, daß er 
Zucht üben kann.“ 
Mit diesen Worten legte auch er den Speer ein, und Vater 
und Sohn rannten aufeinander los. Aber die eschenen Lanzen 
beider zersplitterten an den vorgehaltenen Schilden. Hildebrand.
	        

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Zitierempfehlung

Winneberger, Oskar et al. [Teil 2 = Sexta, [Schülerband]]. Frankfurt am Main: Moritz Diesterweg, 1904. Print.
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