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Geschichte der Neuzeit (Teil 3)

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN751167622
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10005710
Titel:
Die allgemeine Menschen-Geschichte für die katholische Jugend
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Wiedemann, Georg Friedrich
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Lentner
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Band

Persistenter Identifier:
PPN751723282
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10011702
Titel:
[Theil 2, Abth. 4]
Signatur:
HK-I 10(1,1826)-2,4/5
Bearbeiter*in/Herausgeber*in:
Wiedemann, Georg Friedrich
Bandzählung:
Theil 2, Abth. 4
Erscheinungsort:
München
Verlag:
Lentner
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1825
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Titelseite

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Titelseite

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Johannes Bumüllers Lehrbuch der Weltgeschichte
  • Geschichte der Neuzeit (Teil 3)
  • Einband
  • Deckblatt
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erste Periode. Zeitalter der Glaubensspaltung (Reformation, 1517-1648). Religionskriege. Verfall Deutschlands. Frankreich und England die ersten Mächte in Europa
  • Zweite Periode. Das Zeitalter der unumschränkten Fürstenmacht (1648-1789)
  • Dritte Periode. Zeitalter der Kämpfe um bürgerliche und nationale Freiheit sowie um die Gesellschaftsordnung (1789 bis jetzt)
  • Erster Abschnitt. Zeitalter der französischen Revolution (1789-1815)
  • Zweiter Abschnitt. Zeitalter des gewerblichen, nationalen und socialpolitischen Aufschwungs (1815 bis jetzt)
  • A. Die Zeit von 1815-1830
  • B. Die Zeit von 1830-1848
  • C. Die neue Revolutionsperiode (von 1848 an)
  • Zeittafel der wichtigsten Begebenheiten
  • Regententafeln
  • Stammtafel
  • Stammtafel
  • Stammtafel
  • Einband

Volltext

Deutsche Zustände von 1830—1840. 
529 
vom Kanton Tessin, zum Teil mit Unterstützung der Douaniers, Kriegsvorräte 
eingeschmuggelt wurden. Überdies rüstete sich Karl Albert von Sardinien 
mit Macht zum Angriffe gegen die Österreicher. Im Januar fanden in 
Piemont und Genua Volksbewegungen statt; am 8. Februar versprach der 
König feierlich eine konstitutionelle Verfassung. In Toskana erfolgte gleich- 
falls auf die Unruhen die Verfassungserteilung. 
Dem Ausbruche der förmlichen Revolution in Oberitalien ging die Er- 
Hebung in Sicilien voraus (1848). Am 6. Januar begann der Aufruhr 
in Messina, am 12. Januar in Palermo; diesem Beispiele folgten die 
meisten Städte. Das Militär aber hielt an seiner Pflicht fest und erwiderte 
die Angriffe der Empörer von den Forts und den Kriegsschiffen kräftig. 
Am 27. Januar kam es in Neapel zum Aufstande. Der Aufruhr und 
die Beschießung Messinas, in dessen Hasen ein englisches Kriegsschiff sich 
so vor Anker legte, daß es die königlichen Truppen am Feuern hinderte, 
wiederholten sich am 28. und 29. Januar. Als der König eine Amnestie 
erließ, Neapel und Sicilien eine gemeinschaftliche Verfassung und der Insel 
getrennte Verwaltung versprach, verlangte diese trotzig die Verfassung von 
1812 und eröffnete zu Palermo am 25. März ein eigenes sicilianisches 
Parlament. So schlug der seitherige Ruf nach Italia unita im Nu in den 
nach Trennung um. Die sicilische Revolution hat das große Drama des 
„tollen Jahres" eröffnet. 
V. Deutschland von 1830—1848. 
1. Deutsche Zustände von 1830—1840. 
Die Julirevolution überraschte in Deutschland höhere und niedere Kreise, 
nicht sowohl durch ihren Ausbruch, als vielmehr durch ihr vollständiges und 
schnelles Gelingen. Die Leichtigkeit, mit welcher der Thron Karls X. um¬ 
gestürzt worden, übte einen gewissen Zauber aus; es fehlte nicht viel, und 
man hätte an einen besondern Schutzgott der Revolution geglaubt. Als nun 
die belgische Revolution glückte, als die Schweizer Kantone ihre Verfassungen 
abschüttelten, wie der Herbstwind das dürre Laub, da wagte man auch auf 
deutschem Boden die ersten Versuche im Revolutionieren. 
Im Großherzogtum Hessen rotteten sich einige Tausend Bauern 
zusammen, verbrannten die Akten in den Kanzleien adeliger Herren und zer- 
störten Zollhäuser, ließen sich aber rasch vom Militär auseinanderjagen. Der 
Kurfürst Wilhelm II. von Hessen (1821—1867), der sich durch Willkür 
und Polizei mißliebig gemacht und durch ein Verhältnis zu einer „Gräfin 
von Reichenbach" die Achtung des Volkes verloren hatte, sah sich genötigt, 
die Landstände zu berufen und eine Verfassung zu unterzeichnen. Daher 
Bumüller, Weltgeschichte. III. 7. Aufl. 34
	        

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Zitierempfehlung

Bumüller, Johannes, and Simon Peter Widmann. Geschichte Der Neuzeit. Freiburg im Breisgau [u.a.]: Herder, 1897. Print.
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