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Leitfaden beim ersten Schulunterricht in der Geschichte und Geographie

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN755272250
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10104393
Titel:
Leitfaden beim ersten Schulunterricht in der Geschichte und Geographie
Signatur:
HCG-I 6(5,1851)
Autor*in:
Kapp, Alexander
Kappe, Ernst
Erscheinungsort:
Braunschweig [u.a.]
Verlag:
Westermann
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1851
Ausgabenbezeichnung:
5., sorgfältig verb. Aufl. von Alex[ander] Kapp [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Vorwort

Titel:
Vorwort zur fünften Ausgabe
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Vorwort

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Leitfaden beim ersten Schulunterricht in der Geschichte und Geographie
  • binder
  • Werbung
  • Titelseite
  • Vorwort zur fünften Ausgabe
  • Einleitung
  • Alte Geschichte. Von den ältesten Zeiten bis auf Odoaker, von 2000 vor Chr. bis 476 nach Chr.
  • Mittlere Geschichte. Von Odoaker bis Karl V. Von 476 bis 1520 n. Chr.
  • Neuere Geschichte. Von Karl V. bis zur ersten französischen Revolution. Von 1520 bis 1789
  • Neueste Geschichte. Von der ersten französischen Revolution bis auf unsere Zeit. Von 1789 bis 1851
  • Chronologische Uebersicht
  • Uebersicht des Inhalts
  • binder

Volltext

IV 
war das? Und auch wir Erwachsenen rahmen häufig genug manche Ereig¬ 
nisse, welche uns in unbestimmter räumlicher Begränzung kund werden, sofort 
unwillkürlich in unserer Vorstellung in eine bestimmte Oertlichkeit ein, welche 
die Phantasie entweder neu geschaffen oder der nächsten bekannten Umgebung 
der Heimath entlehnt hat. Es ist dies der Drang des Geistes nach Gegen¬ 
ständlichkeit. Der Geist haßt das unbestimmt Schwebende, welches der Er- 
kenntniß immer wieder entschlüpft, er liebt das Bestimmte und Feste, welches 
ihm Stand hält. Ein Ereigniß aber ohne Ortsbestimmung ist ein Spiclball 
der Phantasie, ein Ereigniß dagegen mit Angabe seines Schauplatzes hat 
für die innere Anschauung Platz gesunden. Wodurch anders sprechen Ho¬ 
mer und Herodot jedes Lebensalter so sehr an, als durch die Gegenständ¬ 
lichkeit auch ihrer örtlichen Schilderungen? In dem Maß, in welchem eine 
Erdichtung dadurch, daß man ihr eine bekannte Oertlichkeit unterschiebt, im 
Kind den Zweifel an ihrer Unwahrheit weckt und in seinen Augen die Fär¬ 
bung der Wahrheit und mit ihr einen eigenthümlichen Reiz erhalt, in dem¬ 
selben Maß verliert das wahre Ereigniß, wenn sein Schauplatz im Dunkeln 
gelassen wird, an Liebt, mit dem Mangel an Licht auch an Deutlichkeit und 
mit dem Mangel an Deutlichkeit natürlich an Interesse. 
Der Zweck dieses Büchleins ist nun die methodische Vereinigung der Ge¬ 
schichte und Geographie im Unterricht. Das Wort Methode ist in neuester 
Zeit Vielen verleidet worden. Der Grund davon lag in dem Mißbrauch 
desselben. Was wurde und wird nicht Alles Methode genannt! Der Mi߬ 
brauch soll aber den rechten Gebrauch nicht verdrängen. Nach diesem aber 
ist die Methode einfach das dem Gange, der eignen innern Bewe¬ 
gung, der Sache stetige Nach gehen. Die wahre Methode ist natür¬ 
lich immer nur Eine. Um der Sache aber nachgehen oder, mit anderen Wor¬ 
ten, um Methode üben zu können, muß man den Begriff der Sache zu ge¬ 
winnen suchen; denn in dem wahren Begriff liegt auch von selbst schon ihr 
Werden und ihr Gang. Man müßte sich also klar machen, welchen Weg 
wissenschaftlicher Entwickelung Geschichte und Geographie genommen haben, 
bis sie zu dem wurden, was sie jetzt sind. 
So gut es in der Kürze angchen will, soll dieser Gang hier dargclegt 
werden. 
Man nennt den alten Herodot den Vater der Geschichte. Wer ist denn 
nun aber der Vater der Geographie? Wir wollen sehen. Herodot versichert, 
daß er nur Dinge berichte, die er entweder selbst gesehen oder von Augen¬ 
zeugen vernommen habe. Wäre er sein Leben lang in Halikarnaß geblieben, 
so möchte dessen eben nicht viel gewesen sein. Nun hat er aber in Person 
einen großen Theil der drei, das mittelländische Meer umschließenden, Erd- 
thcile mit offenen Augen durchwandert und erstattet dann schriftlich Bericht 
über das, was er gesehen und gehört hat. Da wäre ja aber sein Werk kein 
Geschichtsbuch, sondern ein Reisebericht! Und warum nicht? Weil nun aber 
Reiseberichte unbestritten mehr in die geographische, als in die geschichtliche 
Literatur gehören, weil wir vor Herodot keinen Geographen kennen, so wäre 
er also der Vater der Geographie. Welches von Beiden ist er nun eigentlich, 
ist er Geschichtschreiber oder Geograph? Er ist Beides zumal, weil in der 
ursprünglichen Berichterstattung des Reisenden Geschichte und Geo¬ 
graphie in unmittelbarer Einheit vorhanden sind. 
In dem Bericht jedes Reisenden sind demnach allzeit t>ie Beschreibung 
der Oertlichkeit, durch welche ihn sein Weg führte^ mit der Erzählung dessen, 
was er oder Andere dort erlebt, überhaupt dessen, was sich dort ereignet 
hat, innig mit einander verwachsen. So lange große Reisende der Welt
	        

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Zitierempfehlung

Kapp, Alexander, and Ernst Kappe. Leitfaden Beim Ersten Schulunterricht in Der Geschichte Und Geographie. Braunschweig [u.a.]: Westermann, 1851. Print.
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