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Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN773898050
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10331433
Title:
Die Weltgeschichte für die Jugend bis auf die neuesten Zeiten
Shelfmark:
HD-I 9(1,1818)
Author:
Hold, Ernst
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hinrichs
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1818
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Introduction

Title:
Einleitung
Document type:
Monograph
Structure type:
Introduction

Contents

Table of contents

  • Deutsche Geschichte für evangelische Volksschulen
  • Binder
  • Advertising
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Die Zeit des Heidentums
  • II. Die Zeit des Kampfes zwischen Heidentum und Christentum
  • III. Die Zeit der Lehensherrschaft
  • IV. Die Zeit des Verfalls der Kaisermacht
  • V. Die Zeit der Reformen
  • VI. Die Zeit des dreißigjährigen Krieges
  • VII. Die Zeit der Fürstenmacht
  • VIII. Die Zeit der Fremdherrschaft
  • IX. Die Zeit des Ringens nach Freiheit und Einheit
  • X. Im neuen Deutschen Reich
  • Zeittafel
  • Advertising
  • Inhaltsübersicht nach Längs- und Querschnitten
  • Binder

Full text

Vormort. 
IX 
läßt sich indes auf die gekennzeichnete Art verwerten. Politische und 
kriegsgeschichtliche Ereignisse, Gesetze, Verordnungen u. a., überhaupt Vor¬ 
gänge, die in der Reichsgeschichte begründet' liegen, ziehen ihre Wellen¬ 
kreise bis in jede Gegend und bringen so jene Vorgänge jedem Ein¬ 
zelnen in vielen besonderen Fällen zur Anschauung und zum Bewußtsein. 
Diese Einzelfälle erscheinen wie Illustrationen zu jenen Vorgängen und 
Vorschriften. Das ist ein Fingerzeig für den Unterricht. Er soll solche 
Fälle als illustrierende Endpunkte, belebende und veranschau¬ 
lichende Ergänzungen auffassen und verwerten. Göttinger Krieger in 
der Schlacht bei Waterloo; das Göttinger Bataillon in der Schlacht 
bei Mars-la-Tour; die Wirkungen der Erfindung des Schießpulvers auf 
die Änderung im Gefchützwesen und der Befestigungen des mittelalter¬ 
lichen Göttingens; die Wirkungen der Eisenbahn und Dampfmaschinen 
in unserer Gegend u. a. m. sind solche illustrierende, belebende und er¬ 
gänzende Stücke, denen jede Gegend gleichartige und gleichwertige an 
die Seite stellen kann. Daß bei ihnen auch die heimatliche Geschichts¬ 
quelle wiederum zu ihrem Rechte kommt, liegt auf der Hand. 
Was die Heimat sonst noch an Namen, Denkmälern, historischen 
Erinnerungen und Notizen, Sitten und Gebräuchen und Einrichtungen 
bietet, sich aber in den bisher dargelegten Formen nicht verwerten läßt,, 
das findet gelegentliche Verwendung, indem es als interessante, ver¬ 
anschaulichende, heimatliche Einzelheit in die unterrichtliche Dar¬ 
stellung verwoben wird, so daß auch hierbei die heimischen Beziehungen 
nicht fehlen. 
Es wird durch diese Art des Geschichtsunterrichtes auch viel mehr 
als bisher möglich, dieses Fach durch wirkliche Gegenstände und 
zweckentsprechende Abbildungen zu veranschaulichen. Urkunden, wie 
Lehens-, Fehde-, Ablaßbriefe u. dergl. auf Pergament, mit Wappen und 
Siegelkapsel, Waffen verschiedener Art, Münzen, Gegenstände des häus¬ 
lichen Lebens u. s. w. u. s. w. eignen sich zum gelegentlichen Vorzeigen; 
ebenso sind Einzelabbildungen von Thoren, Türmen, Befestigungen, 
Uniformen u. s. w. zu beschaffen, damit sie die entsprechenden Vor¬ 
stellungen klären und festigen. Alle diese Dinge sind nach methodischen 
Grundsätzen zu sammeln und der Schule dienstbar zu machen. Wie 
jede Schule eine Sammlung naturhistorischer Anschauungs¬ 
gegenstände besitzt, so sollte sie mindestens mit gleichem Recht 
auch eine derartige Sammlung kulturhistorischer Anschauungs¬ 
gegenstände und Bildwerke ausweisen können. Museen können 
für diese Zwecke aus leicht ersichtlichen Gründen nur in ganz geringem 
Maße benutzt werden. Man sollte daher die Schulen nicht bloß auf 
diese verweisen, sondern etwas Entsprechendes für sie einrichten. 
Nicht nur die Methode, auch der Zweck des Geschichtsunterrichtes,. 
praktischer wie ethischer, erfordert heimatgeschichtliche Stoffe und heimische 
Beziehungen. Hierbei handelt es sich namentlich um Biographien von 
solchen Fürsten und anderen Personen der Heimat und des Stamm¬ 
landes, die besonders volkstümliche Bedeutung erlangt haben, und um 
Darstellungen charakteristischer heimatlicher Vorgänge und Zustände.
	        

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Tecklenburg, August. Deutsche Geschichte Für Evangelische Volksschulen. Hannover [u.a.]: Carl Meyer (Gustav Prior), 1901. Print.
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