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Landeskunde der Mark Brandenburg und Berlins (Erg.-H. 1)

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN773898050
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10331433
Title:
Die Weltgeschichte für die Jugend bis auf die neuesten Zeiten
Shelfmark:
HD-I 9(1,1818)
Author:
Hold, Ernst
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hinrichs
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1818
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Introduction

Title:
Einleitung
Document type:
Monograph
Structure type:
Introduction

Image

Title:
1. Unschuldsvolles Hirtenleben
Document type:
Monograph
Structure type:
Image

Contents

Table of contents

  • Die deutsche Geschichte in der Volksschule
  • Vom Dreißigjährigen Krieg bis zur Gegenwart (Teil 2)
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort zur ersten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Abschnitt. Das Jahrhundert des großen Krieges
  • II. Abschnitt. Das Zeitalter Friedrichs des Großen
  • III. Abschnitt. Das Napoleonische Zeitalter
  • IV. Abschnitt. Die Wiederaufrichtung des deutschen Kaiserreiches
  • Binder

Full text

— 284 — 
wohl denken? (Friedrich Wilhelm IV.) Ob der Vorschlag Beifall findet? 
(Es war feine Stimmung für ihn da.) Da wählte man auf den Vor- 
schlag H. v Gagerns den Erzherzog Johann von Österreich zum Reichs- 
Verweser und der Bundestag gab seine Zustimmung zu dieser Wahl. 
Was wird nun zu beraten sein? (Reichsverfassung.) Es erfolgte 
nun die Beratung der Grundrechte, die sich sehr in die Länge zog und zu 
heftigen Redekämpfen Veranlassung gab. Unterbrochen wurden die Ver- 
Handlungen durch das Kölner Dom'banfest. (Friedrich Wilhelms IV. Reden 
Begeisterung der Abgeordneten.) 
Aber nimmt uus dies nicht wunder? (Ja. Friedrich Wilhelm IV. 
hatte doch mit der Nationalversammlung gebrochen, weil sie ihn des 
Friedensbruches angeklagt hatte.) Wie war das wohl gekommen? 
Die Ursache hierzu lag in Schleswig-Holstein. Friedrich VII. von 
Danemark erklärte nämlich kurz nach seinem Regierungsantritte diese beiden 
Herzogtümer für Stücke der dänischen Monarchie. Da erhoben sich bie 
Schleswig-Holsteiner. Es kam zum Kampf; preußische Truppen rückten 
em und kämpften unter General von Wrangel siegreich gegen die Dünen, 
.lber warum schritt Preußen ein? (Schleswig-Holstein gehörte zum 
deutschen Bunde. Die Dänen suchten nun durch eine Blokade der deutschen 
Ostseehäfen ben beutfchen Handel zu fchädigen. Da begann man mit 
Dänemark Unterhandlungen; aber Dänemark zeigte sich unnachgiebig, 
weil es bei England und Rußland Unterstützung fand. Da schloß 
Preußen mit Dänemark den Waffenstillstand zu Malmö. (Be- 
stimmungen!) 
Welche Wirkungen hatte das Verhalten Preußens? In ganz Deutsch- 
land herrschte darüber große Unzufriedenheit. In der Nationalversammlung 
entspannen sich darüber lange, lebhafte Debatten. Was verlangte man 
wohl? . . Die demokratischen Abgeordneten benutzten diese Gelegenheit 
und reizten _ das Volk gegen das Parlament ans.' Es kam auch bald 
zum öffentlichen Aufstande, wobei verschiedene Abgeordnete von der 
wütenden Menge auf der Straße angegriffen, zwei sogar getötet wurden. 
Überschrift: Die Beratung der Grundrechte und der Frankfurter 
Septemberaufstand. 
Ob man nun weiter beraten wird? 
Man schritt nun zur Beratung der Reichsverfassung. Was wird 
man dann bestimmen? (Die wichtigsten Artikel werden betrachtet!) 
Bei der Beratung der Reichsverfafsuug veranlaßt? bie „österreichische 
Frage" wieder recht stürmische Debatten. Es wurde nämlich von dem 
Verfassungsausschuß der Antrag gestellt, daß kein deutsches Land mit 
einem nichtdeutschen zu einem Staate vereinigt sein dürfe; habe nun — 
wie dies in Österreich der Fall sei — ein deutsches Land mit einem 
nichtdentschen Lande dasselbe Staatsoberhaupt, so sei das Verhältnis 
zwischen beiden Ländern anders zu ordnen. Was hatte dieser Antrag 
zur Folge? (Osterreich mußte sich jetzt entscheiden.) .Da empfahl H. ü. Gagern 
die Gründung eines deutschen Bundesstaates ohne Österreich. Wie wird sich 
Osterreich dazu verhalten? (Fürst Schwarzenberg erklärte im österreichischen 
Reichsrat, daß die gegenwärtig bestehende staatliche Einheit Österreichs 
notwendig sei.) Daraufhin betonte H. v. Gagern, daß Österreich nach 
der Erklärung des Fürsten Schwarzenberg nicht in den deutschen Bnndes-
	        

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Fritzsche, Richard. Vom Dreißigjährigen Krieg Bis Zur Gegenwart. Altenburg: Pierer, 1898. Print.
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