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(Für das 7. und 8. Schuljahr) (Abteilung 2, [Schülerband])

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN773898050
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10331433
Title:
Die Weltgeschichte für die Jugend bis auf die neuesten Zeiten
Shelfmark:
HD-I 9(1,1818)
Author:
Hold, Ernst
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Hinrichs
Document type:
Monograph
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1818
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweite Abtheilung. Von den Völkerzügen bis zu Ende des funfzehnten Jahrhunderts
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
V. Die Kreuzzüge
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Vaterländisches Lesebuch für die Oberklassen gegliederter Volksschulen
  • (Für das 7. und 8. Schuljahr) (Abteilung 2, [Schülerband])
  • Binder
  • Title page
  • Title page
  • Inhaltsverzeichnis
  • [Lesestück 1- 30]
  • [Lesestück 31 - 60]
  • [Lesestück 61 - 90]
  • [Lesestück 91 - 120]
  • [Lesestück 121 - 150]
  • [Lesestück 151 - 180]
  • [Lesestück 181 - 210]
  • [Lesestück 211 - 240]
  • [Lesestück 241 - 267]
  • Binder

Full text

— —52248 — 
sich nicht irre machen lassen. Ganz unverkennbar ist alles, was geschehen 
ist und geschieht, nicht das Letzte und Gute, wie es werben und bleiben 
soll, sondern nur die Bahnung des Weges zu einem besseren Ziele hin. 
Dieses Ziel scheint aber in weiter Entfernung zu liegen; wir werden es 
wahrscheinlich nicht erreicht sehen und darüber hinsterben. Wie Goit will; 
alles, wie er will. Aber ich finde Trost, Kraft und Mut und Heiterkeit 
in dieser Hoffnung, die tief in meiner Seele liegt. Ist doch alles in 
der Welt nur Übergangl Wir müssen durch. Sorgen wir nur dafür, 
daß wir mit jedem Tage reifer und besser werden. 
Hier, lieber Vater, haben Sie mein politisches Glaubensbekenntnis, 
so gut ich als Frau es formen und zusammensetzen kann. Mag es seine 
Lücken haben, ich befinde mich wohl dabei; entschuldigen Sie aber, daß 
ich Sie damit behellige. Sie sehen wenigsteus daraus, daß Sie auch 
im Unglücke eine fromme, ergebeue Tochter haben, und daß die Grund— 
sätze christlicher Gottesfurcht, die ich Ihren Belehrungen und Ihrem 
frommen Beispiele verdanke, ihre Früchle getragen haben und tragen 
werden, solange Odem in mir ist. 
Gern werden Sie, lieber Vater, hören, daß das Unglück, welches 
uns getroffen, in unser eheliches und häusliches Leben nicht eingedrungen 
ist, vielmehr dasselbe befestigt und uns noch werter gemacht hat. Der 
König, der beste Mensch, ist gütiger und liebevoller als je. Oft glaube 
ich in ihm den Liebhaber, den Bräutigam zu sehen. Mehr in Hand— 
lungen, wie er ist, als in Worten, ersehe ich die Aufmerksamkeit, die er 
in allen Stücken für mich hat, und noch gestern sagte er schlicht und 
einfach, mit seinen treuen Augen mich ansehend, zu mir: „Du, liebe 
Luise, bist mir im Unglücke noch werter und lieber geworden. Nun weiß 
ich aus Erfahrung, was ich an dir habe. Mag es draußen stürmen — 
wenn es in unserer Ehe nur gut Wetter ist und bleibt! Weil ich dich 
so lieb habe, habe ich unser jüngst geborenes Töchterlein Luise genannt. 
Möge es eine Luise werden!“ — Bis zu Thränen rührte mich diese 
Güte. Es ist mein Stolz, meine Freude und mein Glück, die Liebe und 
Zufriedenheit des besten Mannes zu besitzen; und weil ich ihn von 
Herzen wieder liebe und wir so miteinander eins sind, daß der Wille 
des einen auch der Wille des andern ist, wird es mir leicht, dies glück— 
liche Einverständnis, welches mit den Jahren inniger geworden ist, zu 
erhalten. Mit einem Worte, er gefällt mir in auen Stücken, und ich 
gefalle ihm, und uns ist am wohlsten, wenn wir zusammen sind. Ver— 
zeihen Sie, lieber Vater, daß ich dies mit einer gewissen Ruhmredigkeit 
sage; es liegt darin der kunstlose Ausdruck meines Glückes, welches 
keinem auf der Welt wärmer am Herzen liegt als Ihnen, bester, zärt— 
licher Vater. Gegen andere Menschen (auch das habe ich von dem 
König gelernt) mag ich davon nicht sprechen, es ist genug, daß wir 
es wissen. 
Unsere Kinder sind unsere Schätze, und unsere Augen ruhen voll 
Zufriedenheit und Hoffnung auf ihnen. Der Kronprinz ist voller Leben 
und Geist. Er hat vorzügliche Talente, die glücklich entwickelt und 
gebildet werden. Er ist wahr in allen seinen Empfindungen und Worten, 
und seine Lebhaftigkeit macht Verstellung unmöglich. Er lernt mt vor 
züglichem Erfolge Geschichte, und das Große und Gute zieht seinen 
25.
	        

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Hammerdörfer, Karl, and Christian Traugott Kosche. Asia. Leipzig: Weidmann und Reich, 1786. Print.
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