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Geschichte der Neuzeit (H. 3)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN773898050
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10331433
Titel:
Die Weltgeschichte für die Jugend bis auf die neuesten Zeiten
Signatur:
HD-I 9(1,1818)
Autor*in:
Hold, Ernst
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Hinrichs
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1818
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erste Abtheilung. Geschichte der alten Welt
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
[Assyrien]
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Geschichte für Mittelschulen und verwandte Anstalten
  • Geschichte der Neuzeit (H. 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • A. Die Entwicklung des Brandenburgisch-Preußischen Staates bis zum Zeitalter Friedrichs des Großen
  • B. Das Zeitalter Friedrichs des Großen
    B. Das Zeitalter Friedrichs des Großen
  • C. Das Zeitalter der Französischen Revolution und Napoleons I.
  • D. Die Zeit der nationalen Staatenbildung
  • E. Das neue Deutsche Reich
  • Zeittafel
  • Bilderanhang
  • Deutschland vor der Französischen Revolution
  • Mitteleuropa 1803
  • Mitteleuropa zur Zeit der höchsten Machtentfaltung Frankreichs 1812
  • Mitteleuropa 1815-1866
  • Deutschland 1866-1871 mit Angabe der Gebietsentwicklung Preuszens
  • Einband

Volltext

Der Verlauf der Revolution. 
73 
Staate das Volk die höchste Gewalt haben müsse. — Voltaire wirkte 
durch beißenden Spott über die bestehenden Verhältnisse. 
Die freiheitlichen Bestrebungen erhielten neue Nahrung durch die 
Erfolge der nordamerikanischen Republikaner. Jubelnd hatte man in 
Paris Benjamin Franklin empfangen, der das französische Bündnis zu- 
stände brachte, und die ans Amerika zurückkehrenden siegreichen Franzosen 
erzählten von der amerikanischen Freiheit. 
2. Beginn der Revolution. Um der Geldnot abzuhelfen, berief der Einberufung 
König 1789 auf den Vorschlag des Ministers Necker die Reichsstünde Reichsstände. 
(Etats generaux), die seit 1614 nicht mehr getagt hatten. Sie zählten 
300 Vertreter des Adels, 300 der Geistlichkeit und 600 des bürgerlichen 
Standes. Am 5. Mai traten diese in Versailles zusammen. Mit der Be- 
rufnn g der Reichsstünde, von der man eine Lösung der Schwierigkeiten 
erhoffte, nahm die französische Staatsumwülzung ihren Anfang. 
Es war ein Fehler der Regierung, daß sie nicht mit einem l>e= 
stimmten Programm die Leitung der Versammlung übernahm. Die erste sammlung. 
Zeit der Tagung verging mit dem Streit über die Abstimmung. Der Adel 
und die Geistlichkeit wollten nach Ständen, der dritte Stand wollte nach 
Köpfen abstimmen. Da eine Einigung nicht zustande kam, erklärten sich 
die bürgerlichen Abgeordneten unter Führung des Grafen Mirabeau als 
Nationalversammlung, somit als die Vertretung der Nation. Im 
Ballhause schwur man, nicht eher auseinandergehen zu wollen, bis man 
dem Lande eine neue Verfassung gegeben hätte. Diesem kühnen Auf¬ 
treten gegenüber zeigte der König keine Festigkeit; er gab nach und 
willigte in eine gemeinsame Beratung ein. 
Während nun die Abgeordneten über die neue Verfassung berieten, 
brach in Paris der offene Aufruhr aus. Aufgereizt durch den ehr- 
geizigen Herzog Philipp von Orleans, der selbst nach der fran- 
zösischen Königskrone trachtete, begann der Pöbel Ausschreitungen aller 
Art, besonders nachdem König Ludwig den volksbeliebten Minister Necker 
entlassen hatte. In ihrer Wut erstürmten aufgeregte Volksmassen am 
14. Juli die verhaßte Bastille, das Staatsgefängnis, und machten sie 
dem Erdboden gleich. Seither wird der 14. Juli als nationaler Festtag 
in Frankreich gefeiert. Gleichzeitig griffen die Bauern zu den Waffen, 
stürmten die Schlösser ihrer Gutsherren und rissen zahlreiche Klöster nieder. 
Lafayette bildete zur Aufrechterhaltung der Ordnung die National- 
g ard e. Viele Adlige verließen angesichts dieser Unruhen ihr Vaterland und 
siedelten sich in Deutschland, besonders in Koblenz an (Emigranten). 
In der Nacht zum 5. August schaffte die Nationalversammlung alle ^scha^ung 
Vorrechte des Adels und der Geistlichkeit ab. Wilde Banden 
stürmten darauf nach Versailles und verlangten die Übersiedlung des 
Königs und der Königin nach Paris. Da auch die Nationalversamm¬ 
lung dorthin verlegt wurde, befanden sich König und Versammlung in 
den Händen des Pariser Pöbels.
	        

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Dahmen, Joseph, Jakob Lindner, and Toni Hüsch. Geschichte Der Neuzeit. Leipzig: Hirt, 1911. Print.
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