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Der Jugendfreund

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN773968474
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10405514
Titel:
Geschichte Dänemarks mit steter Berücksichtigung der Herzogthümer
Signatur:
HD-I 28(1,1843)
Autor*in:
Grimm, Marcus
Petersen, Johann
Erscheinungsort:
Schleswig
Verlag:
Bruhn
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1843
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
nach Allen's Handbuch und anderen Quellen zum Schulgebrauch bearbeitet

Kapitel

Titel:
Dritter Zeitraum. Von Waldemars II. Tode bis zur Vereinigung Dänemarks, Norwegens und Schwedens durch die calmarische Union (1241 bis 1397)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Der Jugendfreund
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Erste Abteilung. Lesestücke zur Bildung des Gemütes
  • A. Gott und der Mensch
  • B. Der Mensch im Wechsel der Zeiten
  • Zweite Abteilung. Bilder aus der Naturkunde
  • A. Der Mensch
  • B. Tiere
  • C. Pflanzen
  • D. Mineralien
  • E. Naturlehre
  • Dritte Abteilung. Beschreibungen und Bilder aus der Erd- und Himmelskunde
  • Vierte Abteilung. Geschichtsbilder
  • Einband

Volltext

156 
In einem polnischen Dorfe lebte einmal ein einge¬ 
wanderter Hufschmied aus Schwaben. Obgleich seine 
Kundschaft klein war und der Blasebalg in der Werk¬ 
statt mehr Feiertage hatte, als in dem Kalender stehen, 
ging es doch eine geraume Zeit in der Schmiede ziem¬ 
lich leidlich. Aber bei einer Teuerung kam der Hunger 
auch in die Schmiede und nahm in den leeren Magen 
daselbst seine Wohnung. Da dachte der Schmied: 
„Wenn die Stücke Brod so dünn geschnitten werden 
müssen wie die Schachtelbretter, so macht ein Mund 
mehr oder weniger einen grossen Unterschied, zumal 
wenn er einem Hunde angehört. Er beschloss also den 
grossen Rattenfänger, den er hatte, aus der Welt zu 
schaffen. Als er sich aber draussen nach ihm umsah 
und ihn lockte, scharrte der Hund aus Leibeskräften in 
der Erde und bellte dazu. So pflegte er aber immer zu 
thun, wenn er die niedere Jagd betrieb und daheim eine 
Ratte oder draussen eine Feldmaus auf dem Zuge hatte. 
Da sprach der Schmied bei sich: Ich will dir deine 
Freude noch einmal lassen; ja er ging zu ihm und half 
ihm noch mit der Hacke. Und als sie so miteinander 
um die Wette hackten und scharrten, kamen sie auf 
einen Hamster, der gewaltig knurrte und die Zähne 
wetzte. Aber rings herum waren Vorratskammern, und 
keine war leer, sondern alle mit Weizen gefüllt, so schön 
und rein, als hätten ihn die Tauben gelesen, und mehr, 
als der Schmied in sein schwarzes Schurzfell bringen 
konnte. Darum dachte er auch nicht mehr daran, dem 
Hund das Lebenslicht auszublasen, sondern nahm in 
wieder mit heim und ging mit ihm den ganzen Herbst 
auf das Hamstergraben, wenn mit Hammer und Amboss 
nichts zu verdienen war. Darüber ging aber die teure 
Zeit hin, und noch lange nachher hörte man den Schmied 
oft sagen: „Polen ist doch ein gutes Land! Da haben 
auch die Armen ihre Kornkammern. Der liebe Gott sei 
dafür gelobt und gepriesen!“ 
16. Das Hinb. 
Kaum ist das Kälbchen geboren, so ist Freude im ganzen 
Hanse. Wie wirds von dem Bauer gepflegt und gefuttert, 
von den Kindern gehätschelt! Der Hofhund darf ihm nicht
	        

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Zitierempfehlung

Kahl, August. Der Jugendfreund. Düsseldorf: Schwann, 1887. Print.
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