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Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN774641169
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10484445
Title:
Historisches Quellenbuch zur Alten Geschichte für obere Gymnasialklassen
Author:
Herbst, Wilhelm
Baumeister, August
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Teubner
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Volume

Persistent identifier:
PPN77464186X
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10484453
Title:
[H. 1/2: Griechische Geschichte, H. 1/2]
Shelfmark:
HK-I 35(1,1866)-1,1/2
Author:
Herbst, Wilhelm
Baumeister, August
Volume count:
H. 1/2
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Teubner
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1866
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
IV. Hegemonie Athens
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Deutscher Schul-, Haus- und Kinderfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsübersicht
  • Einleitung
  • I. Das Weltgebäude im Allgemeinen
  • II. Die Urwelt
  • III. Die jetzige Oberfläche der Erde
  • IV. Das Mineralreich
  • V. Das Pflanzenreich
  • VI. Das Thierreich
  • a) Insekten
  • b) Krustenthiere
  • c) Weichthiere oder Mollusken
  • d) Fische
  • e) Reptilien
  • f) Vögel im Allgemeinen
  • g) Säugethiere
  • VII. Der Mensch
  • A. Nach seinem Körper
  • B. Die Sinne
  • C. Der Geist
  • D. Des Menschen Bildungszustände, Wege und Anstalten
  • VIII. Naturlehre
  • IX. Die Zeit und ihre Eintheilung
  • X. Geschichtliches
  • Binder

Full text

316 
gefundene Beute dann mit seinen schaufelförmkgen Füßen zu Tage- 
fördert und nachher eine entsetzliche Verwüstung unter den unglükk- 
lichen Insekten anrichtet. 
Der Echidna halt sich vorzüglich, soviel daß überhaupt bis jetzt 
erforscht werden konnte, in den blauen Gebirgen, d^: Umgegend von 
Port Iakkson und in Van Diemensland auf. Ue Nahrung des 
dem zoologischen Garten Übermächten bestand aus kleiff gehakktcn und 
mit etwas Fleisch vermischten Eiern. Besonders merkwürdig war 
aber dabei die Art, mit der er seine Mahlzeiten hielt. Die Zunge 
benutzte er nämlich wie ein Mäher seine Sense, und strich sich die 
Speise auf ungemein geschikkte Art auf die Zunge, deren Oberflache 
von einer klebrigen Masse bedekkt schien, die das einmal Berührte 
festhielt und einzog. 
31?. Das Schnabelthier. 
Das Schnadelthier hat zwar Haare wie die Säugethkere, aber 
statt einer Schnautze eine Art von Entenschnabel, in welchem sich 
oben und unten zwei flache, faserige Bakkenzahne befinden. Ferner 
hat es kurze Füße mit Schwimmhäuten, wie die Enten, mit denen 
es auch in der Lebensart etwas Ähnliches hat, denn es wühlt mit 
seinem Schnabel im Schlamme nach Würmern, wie jene. Auch 
ist es in seinem inneren Baue den Vögeln so ähnlich, dass man 
noch vor einiger Zeit zweifelhaft war, ob es Eier lege, oder (wie dies 
jetzt erwiesen ist) lebendige Junge gebare. So ist es also in allen 
Stükken so ein unseliges Mittelding, von dem man nicht recht 
weiß, ob cs dies ist oder das. Und alle solche Wesen, die so gar 
unentschieden in der Mitte zwischen oben und unten, rechts und links 
schweben, sind auch draußen in der freien Natur schlimm und ge¬ 
fährlich. So die Schlangen, die auch solche Mitteldinger sind 
(nicht Fisch und nicht Vogel) und noch viele Amphibien; so auch 
das Schnabelthier. Denn obgleich es weder unter den Saugethie- 
ren noch unter den Vögeln ein einziges, eigentlich giftiges Thier 
giebt, so ist doch das Schnabelthier, das zwischen beiden mitten in¬ 
nen steht, sehr giftig. Das Männchen hat nämlich an der Ferse 
einen hohlen Sporn, der mit einem Giftblaschen in Verbindung 
steht; wenn es mit diesem Sporn einen reisenden Naturforscher, 
der sich gern ein so seltsames Thier wegfangen möchte, verwundet, 
so wird dieser wohl schwerlich einmal wieder nach einem haschen. 
Denn eine solche Verwundung ist eben so gefährlich, als der Biss 
einer giftigen Schlange. Zum Glükk kommen aber auch nur wenig 
reisende Naturforscher in Versuchung, nach einem Schnabelthirr zu
	        

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Hoffmeyer, Ludwig, and Wilhelm Hering. [Teil 2]. Hannover: Helwing, 1887. Print.
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