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[Teil 6, [Schülerband]] (Teil 6, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN774644435
Titel:
Die Weltgeschichte
Autor*in:
Bumüller, Johannes (29.12.1811-13.09.1890)
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1839
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lehrbuch für Mittelschulen

Band

Persistenter Identifier:
PPN774684097
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10359315
Titel:
Geschichte des Alterthums für Mittelschulen und zum Selbstunterricht
Signatur:
HDG-I 12(4,1857)-1/2
Autor*in:
Bumüller, Johannes
Bandzählung:
[Theil] 1
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1857
Ausgabenbezeichnung:
4., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einband

Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einband

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch
  • [Teil 6, [Schülerband]] (Teil 6, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Verzeichnis der Lesestoffe nach den Verfassern geordnet
  • Gruß
  • Erste Abteilung
  • I. Der Mensch in Beziehung zu Gott
  • II. Der Mensch in Beziehung zum Menschen
  • III. Der Mensch in Beziehung zur Natur
  • IV. Aus dem Verkehrs- und Wirtschaftsleben
  • V. Staat und Gemeinde
  • Zweite Abteilung
  • Anhang I.
  • Anhang II.
  • Einband

Volltext

215 
die Ehre, Ihr Leibarzt zu sein, Lann ich nur unter Bedingungen 
annehmen.“ Dies sagte Heim nach seiner Gewohnheit in einem 
heitern, ungegzwungenen Tone. Lachend erwidert die Prinzessin: 
„Bedingungen? Die hat mir in meinem ganzen Leben noch 
niemand gestellt.“ — „Nicht?“ antwortete Heim scherzend, „dann 
ist es hohbe Zeit, dah Sie das kennen lernen. · Nim,“ ent 
gegnete sie, „ich bin neugierig, welehe Bedingungen es sind; 
Iaß Er hören!“ — „Die erste ist,“ antwortete Heim humoristisch, 
„daß Eure Königliche Hobeit mieh niebt Er nennen; das ist 
icht mehr an der Zeit; der König tut das aueh nicht; selbst 
moine Bedienten nenne ich nicht Er. Die zweito Bedingung ist, 
Jed Sie mieh dann nicht, wie soeben geschehen, solange im 
Vorzimmer warten lassen; ieh habe Kkeine Zeit zu verlioren, der 
längste Tag wird mir stets zu kurs. Die dritte ist, daßh Eure 
Kõönigliche Hoheit mir nicht so nach den Fübhen sehen; ich kann 
icht in Tanzschuhen, sondern nur in Stiefeln und im bequemen 
Oborrock Lommen. Die vierte ist, daß Sie nicht verlangen, dab 
ich zu Ihnen zuerst kommen soll; ich kKomme nach Beschaffen- 
heit der Krankheit, nach Lage der Straben und Häuser. Die 
künfte ist, daß Sie mieh nieht zu lange aufhalten und nicht von 
mir verlangen, ich soll mit Hhnen von der wetterwendischen 
Politik und von Stadtneuigkeiten schwatzen; dazu habe ich Keine 
Zeit. Endlich die sechste, daß Sie mich, weil Sie eine Kõnigliche 
Hoheit sind, königlich bezahlen.“ 
Beide lachten herzlich, und er war in diesem Verhältnis bis 
zum Schluß gern gesehen, geachtet und geliebt. 
2. Heim, der viel weggab, aber auch viel einnahm, hatte eine 
grohe Summe dureh ein Handlungshaus verloren, das Bankerott 
Qachte. Sein ebenfalls berühmter Kollege Hufeland bezeigte ihm 
einige Tage nachher seine Teilnanme. „Es ist mir nieht lieb, 
daß Sie miceh daran erinnern; ich habe es, gottlobl unter den 
Fũßen.“ — „Wie haben die das gemacht?“ — „So wie ich es zu 
machen pfloge, wenn ich mir selbst nicht helfon Kann. Und das 
Londio icn dier niehnt. Ich konnte die mißliche Sache gar nicht 
vergessen; ich dachte Tag und Nacht daran. Das schöne Geld, 
40 diibsam erworben und auf einmal verloren! Verwünscht! 
Selbst meins armen, unschuldigen Kranken litten darunter; denn 
ich war immer zerstreut. Auch zu Hause hatte ich keine Freude 
mehr. Meine gute Erau, sonst immer so heiter, ließ selbst bei 
Tische, wo der Mann siceh doch erholen soll, den Kopf hängen; 
dir sahen stumm und verdrieblich einander gegenüber, und
	        

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Zitierempfehlung

[Teil 6, [Schülerband]]. Cassel: Baier, 1905. Print.
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