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Die vorchristliche Zeit (Theil 1)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN774644435
Title:
Die Weltgeschichte
Author:
Bumüller, Johannes (29.12.1811-13.09.1890)
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Herder
Document type:
Multivolume work
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1839
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Lehrbuch für Mittelschulen

Volume

Persistent identifier:
PPN774684097
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10359315
Title:
Geschichte des Alterthums für Mittelschulen und zum Selbstunterricht
Shelfmark:
HDG-I 12(4,1857)-1/2
Author:
Bumüller, Johannes
Volume count:
[Theil] 1
Place of publication:
Freiburg im Breisgau
Publisher:
Herder
Document type:
Volume
Collection:
History textbooks, pre-1871
Publication year:
1857
Edition title:
4., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Zweites Buch. Perser und Griechen. Europas Sieg ueber Asien
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Fünftes Kapitel. Sparta
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Charakterbilder aus der Geschichte und Sage
  • Die vorchristliche Zeit (Theil 1)
  • Binder
  • Cover
  • Alexander der Große
  • Prepage
  • Title page
  • Einleitende Vorrede
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Vorwort zur vierten Auflage
  • Vorwort zur sechsten Auflage
  • Vorwort zur siebenten Auflage
  • Vorwort zur zehnten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt. Aegypter. Assyrer. Phönicier
  • Zweiter Abschnitt. Griechische Heroen. - Herkules und Theseus
  • Dritter Abschnitt. Heroenzüge
  • Vierter Abschnitt. Charakterbilder aus der Geschichte der Perser
  • Fünfter Abschnitt. Charakterbilder aus der Geschichte der Griechen
  • Sechster Abschnitt
  • A. Rom unter Königen
  • B. Rom in Freiheit
  • I. Hohe Vaterlandsliebe
  • II. Kämpfe zwischen Patriciern und Plebejern
  • III. Die Heldenzeit der Republik
  • IV. Verfall des freien Staates
  • Binder

Full text

220 
bestehen. In Afrika hatte Kato ein großes pompejanisches Heer gesam¬ 
melt, mit dem er gegen Cäsar als einen Tyrannen und Feind der Re¬ 
publik ziehen wollte. In Asien hatte ein Sohn des Königs Mithridates 
sich empört, in Spanien stellten sich die Söhne des Pompejus an die 
Spitze der treugebliebenen Soldaten. 
Zuerst eilte Cäsar nach Asien und endigte dort die ganze Empörung 
mit einer einzigen Schlacht; das ging so schnell, daß er den Bericht nur 
in drei Worte abfaßte: „Veni, vidi, viei!" — „Ich kam, sah, siegte!" Als 
er nun zurückkehrte, um nach Afrika überzusetzen, schien ihm doch sein 
Glück untren zu werden. Es brach eine Empörung in seinem eigenen 
Heere aus; die Soldaten wollten, ehe sie weiter zögen, erst das Geld in 
Empfang nehmen, das ihnen Cäsar versprochen hatte. Sie wären eigent¬ 
lich die Herren, so meinten sie, ihnen hätte Cäsar seine Erfolge zu ver¬ 
danken. Schon waren mehrere Hauptleute, welche die Aufrührer zur 
Ruhe bringen wollten, ermordet; da trat Cäsar furchtlos unter sie. Bis¬ 
her hatte er sie immer Soldaten und „Kameraden" genannt, nun redete 
er sie also an: „Bürger, da ihr es so verlangt, so seid ihr hiermit aus 
dem Dienst entlassen. Die versprochenen Belohnungen sollt ihr haben, 
aber erst, wenn ich mit andern Truppen in Afrika gesiegt habe!" Das 
überraschte die Aufrührer und sie fühlten, daß sie ohne Cäsar nichts waren. 
„Nimm uns wieder auf," so fleheten sie, „wir wollen dir folgen, wohin 
du willst!" 
Cäsar setzte mit ihnen erst nach Sicilien, dann nach Afrika über. 
Dort hatten die Pompejaner sich mit dem König von Numidien verbündet 
und ihr Heer war viel stärker, als das des Cäsar. Dessen Truppen be¬ 
gannen schon zu weichen, Cäsar aber stemmte sich den Fliehenden entgegen, 
jagte sie zurück in die Schlacht und einen Fahnenträger, der in vollem 
Lauf war, ergriff er, drehete ihn um und rief: „Dort sind die Feinde!" 
Mit Mühe errang er den Sieg. Als diese Nachricht nach Utika gelangte, 
wo Kato mit einer Schaar lagerte, wollte der edle Republikaner den 
Triumph des Tyrannen nicht überleben und stieß sich den Dolch in's Herz. 
Rom war aber schon längst nicht mehr frei. 
Auch in Spanien wurde auf Tod' und Leben gestritten, auch hier 
begann das Heer des Cäsar zu weichen. Da sprang der tapfere Feldherr 
vom Pferde, lief durch die Glieder und schrie: „Schämt ihr euch denn 
nicht, den Cäsar, euern Feldherrn, zweien Knaben in die Hände zu liefern?" 
Vergebens, sie neigten sich zur Flucht. Da stürzte er wie ein gemeiner 
Soldat mit Schwert und Schild auf die feindlichen Reihen und rief: „So 
sei denn dieser Tag der letzte meines Lebens!" Das brachte die Soldaten 
wieder zum Stehen; sie fochten mit beispielloser Wuth, bis der blutige 
Sieg gewonnen war. Und Cäsar gestand, in dieser Schlacht (es war bei 
Mnnda) habe er zum ersten Mal um sein Leben gefochten. 
8. 
So oft Cäsar nach Rom kam, empfingen ihn seine Anhänger mit
	        

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Beyler, Artur, and Adolf Griner. Geschichte. Straßburg i. E. [u.a.]: Singer, 1912. Print.
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