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Lehrbuch der deutschen Geschichte

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN735082731
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-6325649
Title:
Hamburg
Shelfmark:
GL-II 19(2,1899)
Author:
Hentze, Carl
Place of publication:
Hamburg
Publisher:
Kloß
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, imperial Germany
Publication year:
1899
Edition title:
2., verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
Heimatkunde für Schule und Haus

Chapter

Title:
29. Vorstädte, Vororte, Stadtteile
Document type:
Monograph
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehrbuch der deutschen Geschichte
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Übersicht der Geschichte der alten Welt
  • A. Die Völker des Morgenlandes
  • B. Griechische Geschichte
  • II. Deutsche und bayrische Geschichte
  • A. Die älteste deutsche und bayrische Geschichte bis zur Gründung des deutschen Reiches im Vertrage zu Verdun, 843 n. Chr.
  • B. Die mittlere deutsche und bayerische Geschichte vom Vertrage zu Verdun bis zur Reformation, 843-1517
    B. Die mittlere deutsche und bayerische Geschichte vom Vertrage zu Verdun bis zur Reformation, 843-1517
  • C. Die neuere deutsche und bayerische Geschichte von der Reformation bis auf die Gegenwart, 1517-1873
  • a. Deutsche Geschichte
  • b. Bayerische Geschichte
  • Anhang. Ueberblick der Geschichte der wichtigsten, im 19. Jahrhundert zu Pfalz-Bayern gekommenen Gebiete
  • Synchronistische Uebersicht der wichtigsten Ereignisse aus der deutschen und der bayerischen Geschichte
  • Die deutschen Kaiser, nach der Regierungszeit und den Regentenhäusern geordnet
  • Genealogy chart
  • Aussprache fremder Namen
  • Sinnstörende Druckfehler
  • Binder

Full text

Napoleons l. Sturz. Die Befreiungskriege. 
217 
30. Aug.) über Vaudamme, der mit 10,000 Franzosen gefangen 
genommen wurde. Durch die Siege bei Großbeeren (23. Aug.) und 
Bennewitz (6. Sept.) vereitelten Bülow und Tanenzien die von 
den Marschällen Oudinot und Ney beabsichtigte Einnahme Berlins, 
während Beruadotte eine schwankende und zweideutige Haltung be- 
ob achtete und fast wie ein müßiger Zuschauer dastand. Einige Wochen 
später wurde von Graf Jork der kühne Uebergang über die 
Elbe ausgeführt, der Sieg bei Wartenburg errungen (3. Okt.) 
und dadurch die Vereinigung der Nordamee mit dem schleichen Heere 
ermöglicht. 
4. Die deutschen Truppen verließen nun theilweise Napoleons Fah- 
nen und traten den Verbündeten bei, so Bayern, das mit Oesterreich 
den Vertrag von Nied (8. Okt.) schloß. Indessen zogen sich die 
Heere in den weiten Ebenen um Leipzig zusammen. Die Kriegs- 
macht der Verbündeten, gegen 300,000 Mann, stand hier dem franzö- 
fischen, von Napoleon selbst geführten Heere entgegen, der kaum 
200,000 Mann um sich versammelt hatte; aber während diese von einem 
einzigen, ruhmgekrönten Feldherrn befehligt wurden, waren die Führer 
der Verbündeten nicht immer einig. Bernadette und Schwarzen¬ 
berg zögerten noch, den Entscheidungskampf zu beginnen; nur Blü- 
cher und York waren fest zur Schlacht entschlossen. Drei Tage, den 
16., 18. und 19. Okt. 1813, währte die blutige Völkerschlacht bei 1813 
Leipzig, die Deutschland von der Fremdherrschaft befreite und die dent- ^'bte19' 
scheu Stämme wieder zu einem Brudervolke vereinigte. Sflt$g?el 
Am 1 6. Okt. siegten Blücher und York nördlich von Leipzig bei 
Möckern über Marmont und verhinderten ihn, der Hauptmacht zu 
Hilfe zu kommen, die südlich von Leipzig bei Wachau und Liebert- 
wölkwitz unter Napoleon gegen Schwarzenberg ohne Entscheidung 
kämpfte. Am 17. Okt. machte Napoleon Friedensanträge, auf welche 
aber die Verbündeten nicht eingiengen, Am 18. Okt. entbrannte der 
Kampf am heftigsten. Von einer Anhöhe aus (bei Propst heida) lei¬ 
tete Napoleon selbst die Schlacht. Noch schwankte ber Sieg; ba giengen 
bie Württemberger unb ber größte Theil ber Sachsen zu den Verbün- 
beten über. Am 19. Okt. erstürmten die Verbündeten Leipzig. Na- 
Poleons Heere aber kämpften nur noch um freien Abzug, wobei durch 
voreilige Sprengung der Elsterbrücke viele tausende der Fliehenden, ba- 
runter auch ber erst zum Marschall ernannte Pole Poniatowski, in 
ben Fluthen umkameu oder zu Gefangenen gemacht wurden. 
5. Nach einem Verlnste von mehr als 50,000 Mann an Tobten, 
Verwundeten und Gefangenen setzte Napoleon mit dem Reste seines 181» 
Heeres (etwa 100,000 Mann) seine Flucht gegen den Rhein hin fort. 30. u. 31. ort. 
Doch folgte ihm die verbündete Armee nur langsam. Bei Hanau efanaUM 
stellten sich die Bayern unter General Wrede den Fliehenden entge- 
gen (30. it. 31. Okt.); nur mit schwerem Verluste entkam Napoleon 
und setzte mit 70,000 Mann bei Mainz über den Rhein. 
Mit dem Ausgang der Schlacht bei Leipzig war auch Napoleons 
Fall entschieden, zumal in demselben Jahre seine Truppeu durch
	        

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Basedow, Johann Bernhard. [Bd. 3]. Leipzig: Crusius, 1785. Print.
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