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[Theil 3, [Schülerbd.]] (Theil 3, [Schülerbd.])

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN774644435
Titel:
Die Weltgeschichte
Autor*in:
Bumüller, Johannes (29.12.1811-13.09.1890)
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1839
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lehrbuch für Mittelschulen

Band

Persistenter Identifier:
PPN774684097
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10359315
Titel:
Geschichte des Alterthums für Mittelschulen und zum Selbstunterricht
Signatur:
HDG-I 12(4,1857)-1/2
Autor*in:
Bumüller, Johannes
Bandzählung:
[Theil] 1
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1857
Ausgabenbezeichnung:
4., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Viertes Buch. Das Reich der Caesaren
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für Bürgerschulen
  • [Theil 3, [Schülerbd.]] (Theil 3, [Schülerbd.])
    [Theil 3, [Schülerbd.]] (Theil 3, [Schülerbd.])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichniß
  • [Von der Wiege bis zum Grabe]
  • [Heimat und Ferne]
  • [Bilder aus der Geschichte]
  • Einband

Volltext

104 
99. Das Schlangenhalsband. 
„Es soll der Mensch sich, wie geschrieben steht. 
Nicht eher austhun, bis er schlafen geht." 
Darin hat's eine Mutter einst verseh'n, 
Und ist ihr deshalb arges Leid gescheh'n. 
„Nimm alles," sprach sie, „was ich habe, Sohn, 
So lang' du hast, so hab' ich auch davon: 
Denn du bist gut und fromm und treugesinnt; 
Wem traut' ich besser als dem eig'nen Kind?" 
Allein der gute, fromme, treue Sohn 
Sprach nur zu bald der Lieb' und Sanftmuth Hohn^ 
Und brach der Mutter ab an Seel' und Leib, 
Und ward noch ärger durch ein arges Weib; 
Und fuhr die Mutter an mit rauhem Wort, 
Und trieb sie scheltend aus dem Hause fort. 
Und ließ sie hülflos schmachten, wenn sie krank. 
Und gab für Lieb' ihr kalten Spott zum Dank. 
So saß er wohlbchaglich einst am Tisch, 
Und becherte mit seinem Weibe frisch. 
Und legte lüstern eben seine Hand 
An ein gcbrat'nes Hühnlein, so da stand. 
Da pocht die Mutter an die Stubenthür,' — 
„Die Alte führt der Kukuk her zu mir!" 
Und spricht zum Knecht: „Setz in die Kiste dort 
Das Huhn indessen, bis sie wieder fort!" 
Das that der Knecht, da trat die Mutter ein: 
„Laß mich, mein Sohn, nicht ganz vergessen sein, 
Mich hungert sehr, erbarm dich meiner Noth, 
Nicht Liebe will ich, nur ein Stücklein Brot!" 
„Ei, laßt mit eurem Betteln mich in Nuh'!" — 
Der Knecht steckt heimlich ihr ein Krümlein zu; 
Schimpfwortc fallen, weinend wankt sie fort, 
Und was sie stöhnte, war kein Scgenswort. 
„Die kommt mir," höhnt der Sohn, „wohl nimmermehr 
Nun, Knecht, hol mir das Hühnlein wieder her!" 
Doch wie der Knecht den Kistendcckel hebt. 
Da schreit er auf und springt zurück und bebt; 
„Herr, heb ein and'rer dort die Schüssel auf. 
Anstatt des Huhns liegt eine Schlange drauf!" — 
„Du bist ein Narr, pack dich zum Henker fort! 
Geh, Magd, und hol mir du das Hühnchen dort!" 
Doch wie die Magd den Kistendeckel hebt. 
Da schreit sie auf und springt zurück und bebt: 
„Herr, heb ein and'rer dort die Schüssel auf. 
Anstatt des Huhns liegt eine Schlange drauf!" —
	        

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Zitierempfehlung

Heydtmann, Johannes, and Eduard Clausnitzer. Deutsche Nationalliteratur Von Den Anfängen Bis Zur Gegenwart. Leipzig: Teubner, 1903. Print.
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