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Volksschul-Lesebuch

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN774644435
Titel:
Die Weltgeschichte
Autor*in:
Bumüller, Johannes (29.12.1811-13.09.1890)
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1839
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Lehrbuch für Mittelschulen

Band

Persistenter Identifier:
PPN774684097
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10359315
Titel:
Geschichte des Alterthums für Mittelschulen und zum Selbstunterricht
Signatur:
HDG-I 12(4,1857)-1/2
Autor*in:
Bumüller, Johannes
Bandzählung:
[Theil] 1
Erscheinungsort:
Freiburg im Breisgau
Verlag:
Herder
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1857
Ausgabenbezeichnung:
4., verb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Einleitung

Titel:
Einleitung
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Einleitung

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Volksschul-Lesebuch
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhalts-Verzeichnis
  • Erster Gang
  • I. Der Mensch im Verhältnis zum Menschen
  • II. Der Mensch im Verhältnis zur Natur
  • III. Der Mensch im Verhältnis zu Gott
  • Zweiter Gang
  • I. Der Mensch im Verhältnis zum Menschen
  • II. Der Mensch im Verhältnis zur Natur
  • A. Die Familie
  • B. Die Gemeinde
  • C. Heimat und Vaterland
  • III. Der Mensch im Verhältnis zu Gott
  • Dritter Gang
  • I. Der Mensch im Verhältnis zum Menschen
  • II. Der Mensch im Verhältnis zur Natur
  • III. Der Mensch im Verhältnis zu Gott
  • Einband

Volltext

142 
3. Da nahm er sie und führte sie auf einen Acker, spannte je 
vier der ungetreuen Edelleute, nur mit ihren Hemden bekleidet, an 
einen Pflug und ackerte mit, ihnen eine Purche. Die Diener hielten 
den Pflug, er aber trieb sie mit der Geissel an und hieb, dass sie sich 
beugten und oft auf dio Erde fielen. Wenn eine Purche geackert 
Var, spannte er vier andere ein, bis das ganze Veld. gepflügt war. 
4. Hierauf führte er, die er also gezuehtigt hatte, wieder zur 
Neuenburg, da mussten sie ihm von neuem schwören und huldigen. 
Danach ward der Landgraf im ganzen Lande gefürchtet; und wen 
dĩe, so im Pfluge gezogen hatten, seinen Namen hörten, erseufzten sie 
und schämten gich. 
5. Den Acker aber liess der Landgraf mit grossen Steinen 
zeichnen zu einem ewigen Gedãcehtnis, und er heilet noch der „Edel- 
acker“ bis auf den heutigen Pag. Und der Landgraf machte ihn 
frei von allen Zehnten und machte ihn zu einer Zufluchtsstãtte, dass 
ein jeder Übelthäter, wie gross auch seine üÜbelthat wãre, seiner 
Strafe ledig sein sollte, wenn er darauf Kme; und wer diese Preiheit 
brechen würde, sollte den Hals verloren haben. 
6. Diese Geschichte erscholl an allèn Enden in den deutschen 
Landen, und etliche schalten den Herrn darum und wurden ihm gram; 
etliche schalten die Beamten, dass sie so untreu gewesen; etliche 
meinten auch, sie wollten sich eher haben töten lassen, denn in den 
Pflug spannen. 
7. Etliche der Edelleute aber demũtigten sieh gegen ihren Herrn, 
denen that er gut und hatte sie lioeb. Etliche aber wollten's ihm 
nicht vergessen, dals er sie um der armen Bãuerlein willen so streng 
gerichtet hatte. Sie wollten ihn gern töten und standen ihm heimlich 
und öffentlich nach Leib und Leben; und wenn er solche mit Wahr- 
heit hinterkam, liels er sie hngen, enthaupten oder ertränken. Auch 
trug Ludwig stetig einen eisernen Panzer, wo er hinging. Darum 
hiess man ihn den eisernen Landgrafen. Staude u. Gõpfoert. 
d) Die Hussiten vor Naumburg. 
1. Als die Hussiten unter Anführung ihres Feldherrn Prokopius 
gegen die Deutschen Sieger geblieben waren, zogen sie verheerend und 
plündernd auch gen Naumburg. Die Einwohner von Naumburg beschlossen 
sich zu wehren, weil sie wußten, daß Prokopius auf sie einen besondern 
Haß geworfen hatte. Sie machten zur Verteidigung eilend Anstalten, 
und einer sprach dem andern Mu zu. Wirklich schickte auch Prokop durch 
zwei gefangene Bauern einen Zettel in die Stadt, worauf geschrieben 
stand: „Denen zu Naumburg soll keine Gnade zukommen und angedeihen.“ 
Die Leute in Naumburg machten sich also gefaßt darauf, durch den zornigen 
Feind mit Feuer und Schwert vertilgt zu werden.
	        

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Zitierempfehlung

Scharlach, Friedrich et al. Volksschul-Lesebuch. Halle a.d.S.: Schroedel, 1895. Print.
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