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Die Geschichte der Deutschen

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN775651583
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10819167
Titel:
Die Geschichte der Deutschen
Signatur:
HC-I 19(1,1855)
Autor*in:
Prätorius, Ludwig
Erscheinungsort:
Langensalza
Verlag:
Schulbuchh. des Th[üringer] L[ehrer]v[ereins]
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geschichtsschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1855
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
für Schulen und für das Volk

Kapitel

Titel:
Zweite Periode. Das Mittelalter von 800 - 1500 nach Christus
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Erster Abschnitt. Von Karl dem Großen bis auf Rudolph von Habsburg (768 - 1273)
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Die Geschichte der Deutschen
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorrede
  • Zeittafel zur Geschichte der Deutschen
  • Erste Periode. Urgeschichte bis zu Karl dem Großen. 113 vor bis 800 nach Christus
  • Erster Abschnitt. Von der ersten Zeit bis zu der großen Völkerwanderung (113 v. bis 400 n. Chr.)
  • Zweiter Abschnitt. Von der Völkerwanderung bis auf Karl den Großen (400 - 800)
  • Zweite Periode. Das Mittelalter von 800 - 1500 nach Christus
  • Erster Abschnitt. Von Karl dem Großen bis auf Rudolph von Habsburg (768 - 1273)
  • Zweiter Abschnitt. Von Rudolph von Habsburg bis auf die Reformation (1273 - 1500)
  • Dritte Periode. Geschichte der neueren Zeit. Von 1500 - 1854
  • Erster Abschnitt. Von der Reformation bis auf den westphälischen Frieden. (1517 - 1648.)
  • Zweiter Abschnitt. Von dem westphälischen Frieden bis auf die neueste Zeit. (1648 - 1854.)
  • Druckfehler
  • Einband

Volltext

68 Erster Abschn. Don Karl dem Großen biS auf Rudol-'h von HabSburg. 
Suntel und vernichteten ihn fast gänzlich. Viele fränkische Große, Grafen 
und Edelleute verloren hier ihr Leben. Karl gerieth darüber in unmäßigen 
Zorn, er verwüstete das Land und ließ an einem Tage 4,500 gefangene 
Sachsen bei Verden an der Aller enthaupten. — 
Da bemächtigte sich das Gefühl bitterer Rache des ganzen Sachsen¬ 
volks; sie standen auf, alle wie Ein Mann, griffen zu den Waffen, um 
nochmals Alles für ihre Freiheit zu wagen. Wittekind führte sie. Bei 
Detmold kam es zu einer großen Schlacht (783); Karl vermochte hier 
den Sieg nicht zu erringen, er zog sich nach Paderborn zurück, um neue 
Truppen aus Franken zu erwarten. Mit diesen verstärkt wandte er sich 
nochmals gegen die Sachsen, traf sie an der Hase, und dießmals mußten 
sie der Uebermacht und der Kriegskunst der Franken unterliegen. Sie 
wurden auseinander gesprengt; aber sie unterwarfen sich noch nicht. Sie 
kämpften noch zwei Jahre lang um ihre Freiheit, während welcher Zeit 
Karl ihr Land mit Feuer und Schwert verwüstete. Da mochte dieser 
endlich einsehen, daß ein Volk, welches seine Freiheit über Alles liebt, 
eher vernichtet, als bezähmt werden könne. Er suchte mit Wittekind Unter¬ 
handlungen anzuknüpfen und erhielt so durch Gelindigkeit, was er durch 
Gewalt nicht hatte erringen können. Wittekind kam zu Karl nach Attigny, 
söhnte sich mit ihm aus und ließ sich taufen (785). Karl selbst ward 
sein Pathe. Dem Beispiele Wittekind's folgte auch Albion, folgten die 
meisten Sachsen. Das Volk unterwarf sich, und es ward Ruhe im Lande. 
Aber noch einmal erwachte bei ihnen die Sehnsucht nach ihrer alten 
Freiheit. Als im Jahr 793 der gewaltige Karl gegen die Ungarn aus¬ 
gezogen war, däuchte den Sachsen die Zeit gut zu sein, sich nochmals zu 
erheben; sie brachen den Frieden. Aber Karl kam bald mit zwei gewal¬ 
tigen Heerhaufen in ihr Land, und sie mußten sich ihm ergeben. Die߬ 
mals wurde jeder dritte Mann mit Weib und Kind in das Frankenland 
verpflanzt. Erst im Jahr 803 kam ein dauernder Friede mit den Sachsen 
auf dem Reichstage zu Selz zu Stande. Sie mußten die Heeressolge 
leisten, die christliche Religion annehmen und den Geistlichen den Zehnten 
entrichten. Tribut brauchten sie nicht zu bezahlen; auch behielten sie ihre 
alten Gesetze und Rechte. 
In Baiern hatte sich der Herzog Thassilo durch seine Gemahlin, 
eine Tochter des Longobardenkönigs Desiderius, zum Ungehorsam gegen 
Karl verleiten lassen und ihm die Heeresfolge versagt. Karl ließ ihn 
aus den Reichstag nach Worms vorladen, dort sollte er sich verantworten; 
aber er erschien nicht. Da zog Karl mit drei Heeren in's Baierland.
	        

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Prätorius, Ludwig. Die Geschichte Der Deutschen. Langensalza: Schulbuchh. des Th[üringer] L[ehrer]v[ereins], 1855. Print.
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