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Volksschulenfreund

Bibliographic data

Monograph

Persistent identifier:
PPN775924512
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11805474
Title:
Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
Shelfmark:
GDG-I 29(3,1861)
Author:
Klöden, Gustav Adolph von
Place of publication:
Berlin
Publisher:
Charisius
Document type:
Monograph
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1861
Edition title:
3., neu bearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Binder

Document type:
Monograph
Structure type:
Binder

Contents

Table of contents

  • Volksschulenfreund
  • Binder
  • Title page
  • Vorbericht
  • Inhalt
  • Erste Abtheilung. Einige schwerere Wörter, nebst andern Vorübungen zum guten Lesen
  • Zweyte Abtheilung. Einige Erzählungen für kleinere Leser
  • Dritte Abtheilung. Lehrreiche Erzählungen für die geübteren Schüler
  • Vierte Abtheilung. Einige Fabeln, Denksprüche und Lieder zur Uebung im Lesen, Denken, auch zu Uebungen für das Gedächtniß
  • Fünfte Abtheilung. Uebungen zum Lesen und Denken über Gegenstände aus der Naturlehre und Naturgeschichte
  • Sechste Abtheilung. Einige Nachrichten von berühmten alten Völkern und von den Deutschen; nebst einigen andern historischen Merkwürdigkeiten
  • Siebente Abtheilung. Geschichte der Christlichen Kirche von den Zeiten der Apostel bis auf unsere Tage
  • Achte Abtheilung. Von der bürgerlichen Gesellschaft, von den Rechten und Pflichten ihrer Mitglieder
  • Neunte Abtheilung. 258 b. Etwas über die äußerliche Wohlanständigkeit
  • Erster Anhang. Etwas über Zahlen, Münze, Maß und Gewicht
  • Zweyter Anhang. Etwas über die Rechtschreibung. (Orthographie)
  • Dritter Anhang. Kurze Geographie
  • Binder

Full text

Geschichte der Christlichen Kirche. 249 
Kloster mußte er anfangs die niedrigsten Arbeiten verrichten, 
selbst mit eincsti Sack für das Kloster betteln gehn, da die 
Mönche sagttn: daß man nicht durch Studiren, sondern 
durch Erbetteln von Brod, Getreide, Euer», Fischen, 
Fleisch und Gelde sich um das Kloster verdient machte. Der 
Vorsteher der Augustinermönche, ein Herr von Staupitz, 
befteyetc ihn von diesen Anforderungen und durch diesen kam 
auch Luther 1508 als Lehrer der Theologie auf d«e von dem 
Kurfürsten Friedrich dem Weisen 1502 gestiftete Universi¬ 
tät Wittenberg. Bald wurde er auch dort ein sehr belieb¬ 
ter Prediger. Sein Landesherr gab die Kosten. daß er 
Doctor der Gottesgelahrheit wurde. Sein durch Fasten 
und klösterliche Uebungen und Anstrengungen geschwächter 
Körper erholte sich allmählig. »zu mußte er wegen Strei¬ 
tigkeiten der Augustiner nach Nom reisen. Unterwegs und 
noch mehr in Nom lernte er die Ve»dorbenbeit der Mönche 
und des Römischen Hofes kennen; besonders auch chren 
Leichtsinn bey dem Gottesdienst. Kaum, sagt er, hatte ich 
eine Messe gelesen, so fehlte bey ihnen keine an dem Man¬ 
del. Jsts doch, als ob man ums Lobn bete. Ueber seinen 
frommen Eifer lachte man. Er versicherte späterhin, daß 
er diese Reise nicht um kdoo Gülden hingäbe. Durch die 
Kenntniß der Hebräischen und Griechischen Sprache erforscht« 
er nun die heilige Schrift gründlich, erklärte die Buße, 
die Vergebung der Sünde und den Glauben immer für die 
Hauptlevren, und behauptete, daß die menschlichen Werke 
zu wenig wären, um in Rechnung gebracht zu werden. 
Das war nun gerade sin Widerspruche mit der Römischen 
Kirche, welche de», guten Werken, besonders in ihrem Sin¬ 
ne, den höchsten Wertb beylegte. Die Heiligen, so lehrte 
man, batten einen Ucberfluß an guten Werken gehabt, auch 
hätte Christus mehr Blut vergossen, als zur Vergebung der 
Erbsünde nöthig sey. Dieser Ucberflirß sey dem Papste an¬ 
vertraut, damit könne er die Uebelthaten der Lebenden und 
Verstorbenen vergüten. Dafür zahlte man eine Summ« 
Geldes und erhielt dann einen Zettel, daß die Sünde erlas¬ 
sen sey, den Ablaßzestel. 
§,17. ' ■, 
Die Reformation selbst, 
2jo Die verschwenderischen Päpste hatten immer Gech 
nöthig, daher schickten sie in viele Lander ihre Ablaßkrämer»
	        

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