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Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN775924512
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11805474
Titel:
Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
Signatur:
GDG-I 29(3,1861)
Autor*in:
Klöden, Gustav Adolph von
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Charisius
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
3., neu bearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Erster Abschnitt
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
  • Einband
  • Titelseite
  • [Widmung]
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt
  • Zweiter Abschnitt
  • Australien
  • Afrika
  • Asien
  • Amerika
  • Uebersicht des Flächen-Inhalts und der Bewohnerzahl der außereuropäischen Erdtheile
  • Dritter Abschnitt
  • Vierter Abschnitt. Die Staaten Europas
  • Einleitung
  • Königreich Preußen
  • Kaiserthum Oesterreich
  • Die deutschen Bundesstaaten
  • Die Schweiz oder Helvetien
  • Königreich Dänemark
  • Königreich der Niederlande
  • Königreich Belgien
  • Kaiserreich Frankreich
  • Die verein. Königreiche Großbritannien und Irland
  • Die Königreiche Schweden und Norwegen
  • Das Kaiserreich Rußland
  • Königreich Spanien
  • Königreich Portugal
  • Das Königreich Italien
  • Die Ionische Republik
  • Königreich Griechenland
  • Das Fürstenthum Montenegro oder Zernagora
  • Das europäisch-türkische oder osmanische Reich
  • Register
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Erster Abschnitt. 
§ 1. Die Geographie oder Erdbeschreibung theilt man gewöhnlich in die 
mathematische, physikalische und politische Geographie ein. 
Die mathematische Geographie betrachtet die Erde als Wellkörper und lehrt 
das Verhältniß derselben zu Sonne und Mond, ihre Gestalt, Größe, Bewegung 
u. s. w. kennen. — Die physikalische oder physische Geographie betrachtet die festen, 
flüssigen und lustsörmigen Theile der Erde nach ihrer physikalischen Beschaffenheit 
und ihren gegenseitigen Wirkungen auf einander, so wie nach ihren Einflüssen auf 
Pflanzen, Thiere und Menschen. Sie handelt daher von dem festen Lande und 
dessen Veränderungen, von dem Wasser und dessen Einwirkungen, von der Atmo¬ 
sphäre und von der Verbreitung der organischen Wesen. — Die politische Geo¬ 
graphie betrachtet die Erde als Inbegriff gesellschaftlicher Verbindungen oder 
Staaten und handelt von dem Umfange und den inneren Verhältnissen derselben, 
sowie von der Abstammung, Sprache, Religion und Lebensweise der Völker. 
§ 2. Die Erde bewegt sich um die Sonne und der ,MoNd um die Erde. 
Die Sonne ist 1.407.124 mal so groß als die Erde unl/hat 192.700 Meilen 
im Durchmesser. Ihre Entfernung von der Erde beträgst 20.682.0OO Meilen, 
welchen Weg das Licht in 8 Min. 8 Sek. zurücklegt*): Die Bahn der Erde 
ist 131 Mill. Meilen lang, und dieselbe legt sie t#365 Tagen 6 Stunden 9 Mi¬ 
nuten 10,75 Sekunden zurück, so daß sie in Wer Sekunde^'/,» Meile macht. 
Diese Bahn ist in zwölf gleiche Theile getheilt,/und jeder^Ieser Theile wird durch 
ein Tbierzeichen von den übrigen unterschieden. Danach heißt der ganze Kreis 
der Thierkreis oder Zodiakus. Von diesen Zeichen: Widder, Stier, Zwillinge, 
Krebs, Löwe, Jungfrau, V n 6p rrpj und Waage, Skorpion, Schütze, 
Steinbock, Wassermann, Fische, ^ rrt Z iS X, heißen sechs die aufstei¬ 
genden ( ^ iti X T 'ö' H) und sechs die absteigenden (6p f) rfp ^ rr\ ). 
Der Mond ist 54 mal so klein als die Erde und hat 454 Meilen im Durch¬ 
messer. Seine Entfernung von der Erde beträgt 51.822'/, Meile, und er legt 
seine Bahn um die Erde in 29 Tagen 12 Stunden 44 Minuten 2,9 Sekunden 
zurück. 
§ 3. Die Gestalt der Erde ist fast genau die einer Kugel. Manschließt 
das aus Folgendem: 1) Von hohen Gegenständen, wie Schiffen, Thürmen u. s. w. 
sieht man aus der Ferne anfangs nur die obersten Spitzen, wenn aber die Ent¬ 
fernung geringer wird, das klebrige, welches vorher verdeckt war. Daher muß die 
Oberfläche der Erde Rundung haben. — 2) Bei Mondfinsternissen fallt der Schat¬ 
ten der Erde auf den Mond, und dieser Schatten ist stets rund. — 3) Der Hori¬ 
zont oder Gesichtskreis könnte nicht an jeder Stelle der Erde kreisförmig erscheinen 
und sich mit der Erhöhung des Standpunktes gleichmäßig erweitern, wenn dieselbe 
nicht eine Kugel wäre. 
§ 4. 4) An nördlich und südlich von uns gelegenen Orten ist der Stand der 
*) Um vom nächsten Fixstern bis zur Erde zu gelangen, gebraucht das Licht nahe 
4 Jahre, von einem anderen Fixstern 43 Jahre, 
v. Klöden, Geographie. 3. Aufl. 
1
	        

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Klöden, Gustav Adolph von. Abriß Der Geographie Zum Gebrauche Für Schüler Höherer Lehranstalten. Berlin: Charisius, 1861. Print.
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