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Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN775924512
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11805474
Titel:
Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
Signatur:
GDG-I 29(3,1861)
Autor*in:
Klöden, Gustav Adolph von
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Charisius
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
3., neu bearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Vierter Abschnitt. Die Staaten Europas
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Kaiserthum Oesterreich
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
  • Einband
  • Titelseite
  • [Widmung]
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt
  • Zweiter Abschnitt
  • Australien
  • Afrika
  • Asien
  • Amerika
  • Uebersicht des Flächen-Inhalts und der Bewohnerzahl der außereuropäischen Erdtheile
  • Dritter Abschnitt
  • Vierter Abschnitt. Die Staaten Europas
  • Einleitung
  • Königreich Preußen
  • Kaiserthum Oesterreich
  • Die deutschen Bundesstaaten
  • Die Schweiz oder Helvetien
  • Königreich Dänemark
  • Königreich der Niederlande
  • Königreich Belgien
  • Kaiserreich Frankreich
  • Die verein. Königreiche Großbritannien und Irland
  • Die Königreiche Schweden und Norwegen
  • Das Kaiserreich Rußland
  • Königreich Spanien
  • Königreich Portugal
  • Das Königreich Italien
  • Die Ionische Republik
  • Königreich Griechenland
  • Das Fürstenthum Montenegro oder Zernagora
  • Das europäisch-türkische oder osmanische Reich
  • Register
  • Werbung
  • Einband

Volltext

Oesterreich. 
247 
§ 535. JfatfertOum Oesterreich. 
Oesterreich liegt zwischen dem 42. und 51.° nördl. Br., und mißt 141^ M., 
und reicht vom 27. bis 44.° östl. L., 172 M. Es ist 21 mal so groß als Preußen. 
Seine einzelnen Theile, unter welchen 6 Königreiche, hängen überall gut zu¬ 
sammen, nur das 60 M. lauge Dalmatien streckt sich isolirt nach S.O. Die 
Venetianische Ebene, die ungarischen Ebenen und das Marchfeld bilden die ebenen 
Landschaften; das Uebrige, mit Ausnahme der Flußthäler, ist gebirgig. 
Die Regieruugsform ist die constitutiouell-monarchische. — Die Kriegsmacht 
besteht in 800.000 Mann. Die Festungen sind sehr zahlreich (47) und bedeutend. 
Für die übrigens kleine Flotte von 47 Schiffen (wobei 17 Dampfb.) mit 910 
Kanonen ist Pola der Haupt-Kriegshafen. Eine eigenthümliche Einrichtung ist die 
des Militärgrenzlandes, eines Schutzes gegen die Türken und die Pest; dessen 
Boden gehört dem Staate und ist dem Bewohner, welcher Soldat, Bürger und 
Bauer ist und keine Abgaben zahlt, statt des Soldes verliehen. 
Das Ministerium des Cultus und Unterrichts hat die Leitung des gesammten 
Unterrichts in Händen. Es sind im Ganzen 262 Gymnasien vorhanden, wobei 
99 in Ungarn; 32.000 Volksschulen; 5 Rechts-Akademien, 115 theologische Lehr¬ 
anstalten, 7 chirurgische Lehranstalten, 7 technische Akademien, eine Akademie für 
Handel nnd Schifffahrt zu Triest rc.; 8 Universitäten: zu Wien, Prag, Gratz, 
Inuspruck, Pest, Lemberg, Krakau und Padua. — Im Erzherzogthum Oesterreich, 
in Salzburg, Tirol, Böhmen, in Mähren und Schlesien besucht fast die ganze 
schulpflichtige Jugend die Volksschulen, im Venetianischen nur 1, in Dalmatien, 
in Galizien und in der Bukowina im Verhältniß die wenigsten. 
§ 536. Von den Bewohnern sind 24 Millionen katholischen Glaubens. 
Es gibt 882 Klöster (1 in Ungarn) mit 8660 Mönchen und 3900 Nonnen. 
Ueber 61 Mill. griechischen Glaubens, in Süd-Ungarn, Siebenbürgen, Slavonien und 
Galizien herrschend. Fast 2 Mill. Calvinisteu, H Mill. Lutheraner, 1.050.000 
Juden; außerdem 51.000 Unitarier, 13.250 Armenier, Muhammedaner rc. 
Es sind ferner nach der Nationalität: 
über 14§ Mill., also f der Bewohner, Slaven (s. § 498) und zwar Nord-Slaven: 
Czechen, Mährer (Horaken, Hannaken rc.), Slovaken (in Mähren und 
Uugarn), Polen nebst Lechen, Mazuraken und Goralcn (in Galizien; in 
österr. Schlesien die Wasserpolacken); Ruthenen (russischen Stammes). Ferner 
Süd-Slaven: Slovenen, Wenden oder Krainer, Kroaten, Slavo- 
nier, Serben oder Raizen (in Dalmatien, der Woywodschast, im Banate, 
Slavonien, Istrien rc.), Bulgaren; 
etwa 8 Mill. (f der Bew.) Deutsche, mit zahlreichen Dialekten, im ganzen Erz¬ 
herzogthum Oesterreich, dem größten Theile Tirols, dem größeren von Steier¬ 
mark nnd Käruteu; in Böhmen, wo nächst Oesterreich die meisten sind, und 
zwar rings an den Grenzen; im Troppauer Kreise; in Uugarn in der Zips 
und in einigen andern Comitaten, in Siebenbürgen, in Triest. Fast 3 Mill. (TV 
der Bew) Italiener, Friauler und Ladiner, in Venedig, einem Theile Dal¬ 
matiens, Ungarns, Tirols, Istriens, in Triest rc. 
gegen 4tz Mill. (über 4) Magyaren, in Ungarn, Slavonien, der Militärgrenze und 
Siebenbürgen; 
fast 21 Mill. Dft-Romanen oder Romänen, Wlachen und Moldauer; 
1.050.000 Juden, 84.000 Zigeuner, I6.000 Armenier, 9000 Griechen 
und Macedo-Wlachen, 2000 Albanesen. 
Die deutschen Länder haben \ der Bevölkerung, die slavischen 4, die italienischen 
die ungarischen 4- 
Am stärksten bevölkert ist das venetianische Königreich (5.355 auf 1 (IM.); 
aber im nordöstlichen Böhmen leben 16.700 und 13.500 auf der (IM.; am
	        

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Klöden, Gustav Adolph von. Abriß Der Geographie Zum Gebrauche Für Schüler Höherer Lehranstalten. Berlin: Charisius, 1861. Print.
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