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Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN775924512
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11805474
Titel:
Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
Signatur:
GDG-I 29(3,1861)
Autor*in:
Klöden, Gustav Adolph von
Erscheinungsort:
Berlin
Verlag:
Charisius
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1861
Ausgabenbezeichnung:
3., neu bearb. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Kapitel

Titel:
Vierter Abschnitt. Die Staaten Europas
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Königreich Belgien
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Abriß der Geographie zum Gebrauche für Schüler höherer Lehranstalten
  • Einband
  • Titelseite
  • [Widmung]
  • Vorrede zur zweiten Auflage
  • Vorwort zur dritten Auflage
  • Inhalt
  • Erster Abschnitt
  • Zweiter Abschnitt
  • Australien
  • Afrika
  • Asien
  • Amerika
  • Uebersicht des Flächen-Inhalts und der Bewohnerzahl der außereuropäischen Erdtheile
  • Dritter Abschnitt
  • Vierter Abschnitt. Die Staaten Europas
  • Einleitung
  • Königreich Preußen
  • Kaiserthum Oesterreich
  • Die deutschen Bundesstaaten
  • Die Schweiz oder Helvetien
  • Königreich Dänemark
  • Königreich der Niederlande
  • Königreich Belgien
  • Kaiserreich Frankreich
  • Die verein. Königreiche Großbritannien und Irland
  • Die Königreiche Schweden und Norwegen
  • Das Kaiserreich Rußland
  • Königreich Spanien
  • Königreich Portugal
  • Das Königreich Italien
  • Die Ionische Republik
  • Königreich Griechenland
  • Das Fürstenthum Montenegro oder Zernagora
  • Das europäisch-türkische oder osmanische Reich
  • Register
  • Werbung
  • Einband

Volltext

310 
Europa. 
der fabricirten Waffen hat einen Werth von über 3 Mill. Thlr. — 40 Glas¬ 
hütten mit fast 50.000 Arbeitern; f der Produktion wird ausgeführt. — Hut¬ 
fabriken in Mecheln und Brüssel. ■— Papierfabriken in Namür, Lüttich, Bra¬ 
bant. — Kutsch en, sehr berühmt in Brüssel (bis zu 4000 Louisd'or). — 
Zuckersiedereien, 50 in den großen Städten, die Hälfte in Antwerpen. 
Ganz Belgien hat über 3148 Dampfmaschinen von 77.670 Pferdekraft. 
§ 617. Handel. Am bedeutendsten ist der mit Frankreich, welcher über 
^ des ganzen beträgt, i der mit den Niederlanden, fast i mit England, £ mit 
Preußen. Belgien hat 148 Handelsschiffe und 13 Dampfschiffe. — Die Ein¬ 
fuhr, theils znm inneren Verbrauch, theils zur Ausfuhr, theils zum direkten 
Transit, theils zum Entrepot, beläuft sich auf mehr als 181 Mill. Thlr., wovon 
über i von Frankreich, nahe i von England, über i von den Niederlanden kommt. 
Nach dem Werthe folgen die Einfuhr-Artikel: Kaffee (6£ Mill. Thlr.), Rohr¬ 
zucker, rohe Baumwolle, Wolle, wollene Zeuge, Getreide, Taback, rohes Salz, 
Oelsämereien, Seidenstoffe, Wein, Baumwollenstoffe, Bauholz. — Die Ausfuhr 
beläuft sich auf 186 Mill. Thlr., wovon 34 £ nach Frankreich, 16 £ nach den 
Niederlanden, 13 £ nach England gehen. Die einzelnen Haupt-Artikel sind: Lei¬ 
nen und Leinenwaaren (für 8$ Mill. Thlr.), Steinkohlen, Tuch, Eisen, rasfinirter 
Zucker, Baumwollwaaren, Getreide, Maschinen, Glaswaaren, Waffen, Schlacht¬ 
vieh, Zink, Pferde, Nägel, Spitzen (400.000 Thlr.), Tüll. 
Zu den wichtigsten Beförderungsmitteln des Handels gehören die Eisenbahnen, 
von denen über 107z Meilen fertig sind, und die zahlreichen großen Kanäle, deren 
Gesammtlänge 82 d. M. beträgt. 
z «i8. Kaiserreich Frankreich. 
Frankreich liegt etwa zwischen 14° und 27° östl. L. und 42° bis 51° nördl. 
Br. und mißt von N.W. nach S.O. 142 M. und von S.W.. nach N.O. 132 M. 
— Es bildet ein gerundetes Ganzes, dessen Terrain-Verhältnisse § 428, 429, 
438, 455—458 angegeben sind. Etwa TV des Ganzen ist gebirgig, fast Fü bilden 
Haiden, kaum + ist reicher Boden, fast i hat Kalkboden, fast ^ besteht ans Sand 
und Kies und ist steinig. Nahe die Hälfte ist bestellbares Land, fast j ist mit 
Busch bedeckt, ^ trägt Wald, -£t ist Weinland. 
Frankreich, eine der ältesten Monarchien Europas, ist seit 1790 in 86, jetzt 
89 Departements getheilt (Corsica mit einbegriffen); von diesen ist das der 
Gironde, 178 sIM., das größte; das des Rhone, 49 ßllM., das kleinste. Die 
ältere Einteilung ist die in Provinzen, von denen Langued'oc, 832 ßHM., die 
größte, größer als Schlesien ist; demnächst hat Guyenne 746 und die Bretagne 
620 (IM. — Frankreich ist nächst Großbritannien einer der bevölkertsten Staaten 
Europas; es kommen im Durchschnitt 3676 Menschen auf die lIM.; im Depar¬ 
tement dü Nord sogar 11.700 Bew. Im Inneren ist es schwächer bevölkert, als 
nach den Grenzen hin, und am stärksten längs der deutschen Grenzen. Unter den 
Departements haben das der Seine und dü Nord die stärkste, und das der obe¬ 
ren Alpen und Corsica die schwächste Bevölkerung. 
Jedes Departement, mit einem Präfekten an der Spitze, zerfällt in 3 oder 
4 Arrondissements (Bezirke), mit Unter-Präfekten, und diese wieder in 
Cantons und Gemeinden, deren 36.837 sind, mit Maires oder Schultheißen 
an der Spitze. 
§ 619. Frankreich ist seit dem 2. Dezember 1852 ein constitutionelles Kaiser¬ 
reich. Es gibt einen Senat und eine gesetzgebende Versammlung von Deputirten, 
welche in den einzelnen Wahlbezirken der Departements vom Volke gewählt wer¬ 
den. Den Kaiser umgibt ein Staatsrath, gebildet aus den verdientesten Männern. 
Alle Franzosen ohne Unterschied können zu den höchsten Staatsämtern gelangen;
	        

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Zitierempfehlung

Klöden, Gustav Adolph von. Abriß Der Geographie Zum Gebrauche Für Schüler Höherer Lehranstalten. Berlin: Charisius, 1861. Print.
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