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Asien, Afrika, Amerika und Australien (Abth. 2)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776096656
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11937435
Title:
Anleitung zur Länder- und Völkerkunde
Author:
Volger, Wilhelm Friedrich
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Hahn
Document type:
Multivolume work
Collection:
Geography textbooks,pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
für Bürger- und Landschulen, so wie zum Selbstunterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776098160
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11941723
Title:
Asien, Afrika, Amerika und Australien
Shelfmark:
GD-I 1(2,1830)-1/2
Author:
Volger, Wilhelm Friedrich
Volume count:
Abth. 2
Place of publication:
Hannover
Publisher:
Hahn
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks,pre-1871
Publication year:
1830
Edition title:
2., gänzl. umgearb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Asien
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Chapter

Title:
Arabien
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Anleitung zur Länder- und Völkerkunde
  • Asien, Afrika, Amerika und Australien (Abth. 2)
  • Title page
  • Asien
  • Tab. A. Asien
  • Sibirien
  • Schina
  • Tibet
  • Mongolei
  • Die Mandschurei
  • Korea
  • Die kleine Bucharei
  • Japan
  • Die Tatarei
  • Kaukasien
  • Das Tuerkische Reich in Asien
  • Arabien
  • Persien
  • Ostindien
  • Afrika
  • Amerika
  • Australien
  • Register zur zweiten Abtheilung
  • Advertising
  • binder

Full text

§. 2j, Arabien. 77 
ist das Fußwaschen so nothwendig, wie bei uns das Stiefelbürsten. Die 
Kleider sind auch zugleich das Bette. Auf dem Kopfe trägt der Araber 
Len Turban, der gewöhnlich ein bloßes Tuch ist, bei Reicheren aber oft 
aus einem Dutzend und noch mehren über einander gefetzten Mützen be¬ 
steht. Die Frauen, vorzüglich in höheren Standen, gehen stets ver¬ 
schleiert und schmücken sich mit Arm-, Finger- und Ohrringen, bis¬ 
weilen tragen sie sogar Ringe in der Nase. Sie legen ins Gesicht 
Schönpflasterchen und färben sich die Augenlieder und Augenbrauncn 
schwarz, die Nagel roth und Füße und Hände gelb. Die Wohnungen 
der Araber sind nur ärmlich, verglichen mit den weitläufigen Gebäu¬ 
den der Türken und anderer Orientalen; sie sind größtentheils von Hol; 
und Lehm und eben so wenig bequem eingerichtet, oder mit vielem 
Hausgerathe versehen; nur die Gemächer der Frauen, die im ganzen 
Oriente von den Männern getrennt und verborgen leben, sind besser 
ausgestattet; vorzüglich vielen Aufwand macht man mit Teppichen 
(Decken); selbst der Aermste hat doch auf seinem Fußboden eine Stroh¬ 
matte. Die Hauptbeschäftigung der Araber, welche feste Wohnsitze ha¬ 
ben, ist Viehzucht, Ackerbau und Handel, in einigen Gegenden auch 
Bergbau. Ihre Vergnügungen sind Jagd, Leibesübungen, z. B. im 
vollen Galopp zu Pferde einen Stab nach einem Ziele zu werfen, Schach- 
und Damenbrett; nur eigene dazu bestellte Personen tanzen zur Belu¬ 
stigung Anderer; es selbst zu thun, hält der Araber für entehrend. Gar 
gern hört der Araber, wie alle Morgenländer, erzählen und Stunden 
lang sitzt er mäuschenstille und hört zu, wenn ein geschickter Erzähler 
ein Mährchen, in welchem aber die Feen, Zauberer und Geister nicht 
fehlen dürfen, vorträgt. Fast alle Bewohner Arabiens sind Muhameda- 
ner, gewaltig abergläubisch und halten viel auf Amúlete und Talis¬ 
mane, d. h. gewisse Sächelchen, die man stets bei sich trägt und denen 
man geheime Kräfte zutrauet, die z. B. gegen Wunden, Krankheiten, 
Zauberei und Unglücksfälle schützen sollen. In den Schulen, deren es 
viele giebt, lernen die Kinder Lesen, Schreiben, Rechnen und den Koran; 
auch hat man höhere gelehrte Schulen, aber die Gelehrsamkeit der Ara¬ 
ber ist noch geringer als die der Türken. Arabien steht unter mehren 
kleinen und großen Fürsten, über deren einige sich der Türkische Sultan 
die Oberherrschaft anmaßt, die indeß hier wenig geachtet wird. Die 
Beduinen leben nicht in Städten oder Dörfern, sondern ziehen mit 
ihren Heerden in der Wüste umher und wohnen unter Zelten. Sie le¬ 
ben getrennt in einzelnen Horden, an deren Spitze ein Schech oder 
Emir steht, der aber nicht viel Macht hat. Jede Familie steht unter 
dem Aelresten, der dagegen im hohen Ansehn bei derselben steht. In 
einem Theile Arabiens ist auch ein Groß Emir, der mehre Horden un¬ 
ter sich hat. Diese Beduinen sind durch zwei ganz entgegengesetzte Ei¬ 
genschaften merkwürdig: Ra üb sucht und Gastfreundschaft. Karawa¬ 
nen und einzelne Reisende werden von ihnen ohne Barmherzigkeit ge-
	        

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