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[Teil 1, [Schülerband]] (Teil 1, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN776196227
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10928551
Titel:
Lehrbuch der Geographie
Signatur:
GH-I 1(2,1827)
Autor*in:
Meineke, Wilhelm
Erscheinungsort:
Erfurt
Verlag:
Keyser
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1827
Ausgabenbezeichnung:
2., umgearb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
auf Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen August von Preussen zunächst als Grundlage für den Unterricht in den Brigadeschulen der Königlich Preußischen Artillerie

Kapitel

Titel:
Zweite Abtheilung
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
V. Politische Geographie
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
A. Mittel-Europa
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
I. Das Kaiserthum Oesterreich
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Deutsches Lesebuch für höhere Lehranstalten
  • [Teil 1, [Schülerband]] (Teil 1, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Aus dem Vorwort zur 1. Auflage
  • Vorwort zur 5. Auflage
  • Vorwort zur 6. Auflage
    Vorwort zur 6. Auflage
  • Inhaltsverzeichnis
  • I. Erzählungen, Fabeln und Märchen
  • II. Vaterländische Sagen
  • III. Vaterländische Geschichten
  • IV. Beschreibungen und Schilderungen
  • Epische Poesie
  • Lyrische Dichtung
  • Anhang. (Zur Grammatik.)
  • Einband

Volltext

74 
Vaterländische Sagen. 
(76) 
Propstes von Berlin, die in der Nähe der Nicolaikirche lag. Sogleich 
wandte sich ein Volkshaufe dorthin, sprengte die Tür und drang in 
das Zimmer ein. Ohne zu fragen, ob er schuldig sei, zerrte man den 
unglücklichen Nikolaus auf die Straße, stieß ihn auf den Neuen Markt 
und schlug ihn mit Knütteln nieder. Daran hatte man aber noch nicht 
genug. Aus schnell herbeigetragenen Brettern wurde ein Scheiterhaufen 
errichtet und der Erschlagene darauf verbrannt. 
B. 
Aber als die Wut verraucht war, erwachte die Reue und die 
Furcht vor der Strafe, und diese blieb denn auch nicht aus. Der Bruder 
des Erschlagenen, ein Geistlicher in Eberswalde, wandte sich an den 
Papst und bat um Ahndung des Verbrechens. Da auch noch andere 
erschreckende Nachrichten aus der Mark in Rom eingelaufen waren, so 
belegte der Papst die Städte Berlin und Kölln mit dem Interdikte. 
Kein Gottesdienst fand statt, der Mund des Priesters am Altare, die 
Stimmen der Glocken verstummten, die Sakramente wurden an die Ge¬ 
meinde nicht mehr ausgeteilt und nur Geistliche auf dem geweihten 
Boden der Kirchhöfe bestattet. 
Schwer lastete das Interdikt auf den beiden Schwesterstädten, und 
erst nach neun Jahren wurden sie davon befreit. Sie mußten eine hohe 
Abgabe an den Papst nach Rom zahlen und in der Marienkirche einen 
Altar errichten, an dem ein eigens dazu angestellter Priester für die 
Seele des ermordeten Propstes beten sollte. Zum ewigen Angedenken 
aber an die Bluttat wurde ein steinernes Kreuz an dem Orte auf¬ 
gestellt, wo sie geschehen war, und eine ewige Lampe darüber gehängt. 
Die ewige Lampe ist längst erloschen, aber das Kreuz schaut — 
nahe an den Turm der Kirche gerückt — noch heute als ein stummer 
Zeuge aus jener schrecklichen Zeit auf den Neuen Markt, auf dem sich 
seit dem Jahre 1895 das Standbild Luthers erhebt. 
61. (63.) Kohthasenörück. 
W. Schwartz, Sagen und alte Geschichten aus der Mark Brandenburg. 
A. 
Kohlhasenbrück liegt in der Nähe von Potsdam, an der Eisenbahn 
nach Berlin. Es hat seinen Namen von Hans Kohlhase, einem Ber¬ 
liner Roßkamm, der zur Zeit der Kurfürsten Joachim I. und II. gelebt 
und viel von sich reden gemacht hat. 
Kohlhase war ein angesehener Bürger zu Kölln an der Spree, der 
einen nicht unbedeutenden Pferdehandel betrieb. Einmal kam er mit 
seiner Koppel an die sächsische Grenze. Da wurde er durch die Leute 
des Junkers von Zaschwitz angehalten und aufgefordert, sich über den 
redlichen Erwerb der Pferde auszuweisen. Da er dies im Augenblicke 
nicht vermochte und seine Unschuld nur beteuern konnte, wurden einige
	        

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Zitierempfehlung

Meyer, Alfred Gustav, and Louis Nagel. [Teil 1, [Schülerband]]. Leipzig: Dürr, 1907. Print.
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