GEI-Digital Logo Vollbild
  • Erstes Bild
  • Vorheriges Bild
  • Nächstes Bild
  • Letztes Bild
  • Doppelseitenansicht
  • Nach links rotieren
  • Nach rechts rotieren
  • Neuladen in Standardansicht
  • enterFullscreen
Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment

Für Oberklassen (Stufe 3)

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN776196227
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10928551
Titel:
Lehrbuch der Geographie
Signatur:
GH-I 1(2,1827)
Autor*in:
Meineke, Wilhelm
Erscheinungsort:
Erfurt
Verlag:
Keyser
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1827
Ausgabenbezeichnung:
2., umgearb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
auf Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen August von Preussen zunächst als Grundlage für den Unterricht in den Brigadeschulen der Königlich Preußischen Artillerie

Kapitel

Titel:
Zweite Abtheilung
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
V. Politische Geographie
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
A. Mittel-Europa
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
V. Die Italienischen Staaten
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Kinderschatz für Schule und Haus
  • Für Oberklassen (Stufe 3)
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Der lieben Jugend für Schule und Haus
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil
  • Aus der Heimat
  • Einband

Volltext

112 
wie ihn der Dichter sich wünscht, wenn er singt: O daß ich tausend 
Zungen hätte und einen tausendfachen Mund! Jedes Blatt hat nament¬ 
lich auf seiner unteren Seite eine Unmasse kleiner, länglicher Löcher, die 
sogenannten Spaltöffnungen, welche wie ein zur Aufnahme des Bissens 
geöffneter Mund aussehen. Von Zähnen ist natürlich in einem solchen 
Munde nichts zu spüren; denn hier handelt es sich nicht um das Zer¬ 
malmen harter Knochen oder festen Brotes, sondern um das Verschlucken 
lauter flüssiger Speisen, nicht um Essen, sondern um Trinken. Nun weißt 
du, warum die Blätter nicht wie Kugeln, Würfel oder Walzen gestaltet 
sind, sondern breite Flächen bilden: sie sollen auf allen Punkten mit der 
sie umgebenden Luft in Berührung kommen und aus ihr so viel Nahrung 
schlucken und an sie so viel Lebenslust abgeben, als nur immer möglich ist. 
Wann gefällt dir der Baum besser, im Sommer, oder im Winter? 
Allemal im Sommer. Und warum? Weil er da im vollen Schmucke 
vor uns steht. Die Blätter sind ja nicht bloß die Lunge und der Mund, 
sie sind auch das Kleid der Pflanze. Bei uns Menschen dienen die 
Kleider oft dazu, Häßliches zuzudecken, bei den Pflanzen offenbaren sie 
nichts, als Schönheiten. Wie ziert doch das Blatt durch den Reichtum 
seiner Formen, durch die Mannigfaltigkeit seiner Verbindungen, durch den 
steten Wechsel von Ruhe und Bewegung, vor allem aber durch seine Farbe! 
Diese ist je nach der Jahreszeit verschieden. Hellgrün im Frühlinge, färbt 
sich das Blatt im Laufe des Sommers dunkler, und im Herbste erscheint 
der Wald, als ob der Färber seine ganze Kunst und ein gutes Teil seiner 
Farben an ihm versucht hätte. Dort prangt eine Birke im hellsten Gelb, 
und während ihr Nachbar, der Ahorn, just wie der Busch, in welchem der 
Herr dem Moses erschien, in rotem Feuer strahlt, hat hinter ihm die Buche 
schon angefangen, ihr braunes Winterkleid anzuziehen. Dieser Wechsel der 
Farbe rührt von der Einwirkung des Lichtes her. Betrachten wir ein 
Blatt unter einem starken Vergrößerungsglase, so stellt es sich keineswegs 
als eine feste Masse dar, sondern als ein Gewebe, das aus vielen Zellen 
besteht. In den meisten derselben findet sich ein in der Regel heller, farb¬ 
loser Saft, und nur in einzelnen, zerstreut liegenden Zellen entdecken wir 
winzige Kügelchen oder Körnchen. Bei Pflanzen, welche in Kellern oder 
anderen dunkeln Orten gewachsen sind, sehen diese Körperchen schmutzig 
weiß aus, nehmen aber, dem Lichte ausgesetzt, nach und nach die gewöhn¬ 
liche grüne und später die rote, gelbe oder braune Farbe an. Sie sind 
so klein und stehen so dicht bei einander, daß uns das Blatt, mit bloßen 
Augen angesehen, im ganzen als grün erscheint. Aus eben diesem Einflüsse 
des Lichtes ist es auch zu erklären, daß die der Sonne zugewandte obere 
Blattfläche in den meisten Füllen dunkler gefärbt ist, als die der Erde zu¬ 
gekehrte untere Seite. Licht ist überhaupt eines von den Stücken, welche 
mit wenigen Ausnahmen die Pflanzen zu ihrem Bestehen und Gedeihen 
nötig haben, daher denn auch das Blatt in den meisten Fällen seine größte 
Fläche dem Lichte zuwendet. Unter unseren Waldbüumen verlangen das 
meiste Licht die Blätter der Kiefer und namentlich der Birke; bei dieser 
decken sich die Blätter nicht, sondern hängen einzeln und frei, dem Lichte 
nach allen Seiten hin ausgesetzt; am wenigsten Licht brauchen die Blätter 
der Buchen, Tannen und Fichten.
	        

Zitieren und Nachnutzen

Zitieren und Nachnutzen

Hier finden Sie Downloadmöglichkeiten und Zitierlinks zu Werk und aktuellem Bild.

Band

METS METS (Gesamtwerk) MARC XML Dublin Core RIS IIIF Manifest Mirador ALTO TEI Volltext PDF DFG-Viewer OPAC

Kapitel

PDF RIS

Bild

PDF ALTO TEI Volltext
Herunterladen

Bildfragment

Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild Link zu einem IIIF Bildfragment

Zitierlinks

Zitierlinks

Band

Um dieses Werk zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Kapitel

Um dieses Strukturelement zu zitieren, stehen die folgenden Varianten zur Verfügung:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Bild

URN:
URN:
Hier kann eine Goobi viewer eigene URL kopiert werden:

Zitierempfehlung

Runkwitz, Karl. Für Oberklassen. Altenburg: Bonde, 1893. Print.
Bitte das Zitat vor der Verwendung prüfen.

Werkzeuge zur Bildmanipulation

Werkzeuge nicht verfügbar

Bildausschnitt teilen

Wählen Sie mit der Maus den Bildbereich, den Sie teilen möchten.
Bitte wählen Sie aus, welche Information mit einem Klick auf den Link in die Zwischenablage kopiert werden soll:
  • Link zur Seite mit Hinweisbox im Bild
  • Link zu einem IIIF Bildfragment