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[Oberstufe, [Schülerband]] (Oberstufe, [Schülerband])

Bibliografische Daten

Monografie

Persistenter Identifier:
PPN776196227
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-10928551
Titel:
Lehrbuch der Geographie
Signatur:
GH-I 1(2,1827)
Autor*in:
Meineke, Wilhelm
Erscheinungsort:
Erfurt
Verlag:
Keyser
Dokumenttyp:
Monografie
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1827
Ausgabenbezeichnung:
2., umgearb. u. verm. Aufl. [Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
auf Befehl Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen August von Preussen zunächst als Grundlage für den Unterricht in den Brigadeschulen der Königlich Preußischen Artillerie

Kapitel

Titel:
Erste Abtheilung
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
IV. Reine Geographie von Europa
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Kapitel

Titel:
Erster Abschnitt. Europa's Festland, seine Grenzmeere, Binnenmeere, Meerbusen, Meerengen und Inseln
Dokumenttyp:
Monografie
Strukturtyp:
Kapitel

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Lesebuch für die anhaltischen Volksschulen
  • [Oberstufe, [Schülerband]] (Oberstufe, [Schülerband])
  • Einband
  • Titelseite
  • Inhaltsverzeichnis
  • Erster Teil
  • Zweiter Teil
  • Aus der Naturkunde
  • Aus der Heimat-, der Vaterlands-, Länder- und Weltkunde
  • Die Heimat
  • Das deutsche Vaterland
  • Europa
  • Aus fremden Erdteilen
  • Aus dem Weltenraume
  • Aus der Geschichte
  • Einband

Volltext

353 
2* 
und Appt seine eigentümliche Ausbildung und seine geistige Selb— 
ständigkeit zu erlangen, mitten in der heidnischen Finsternis den ihm an⸗ 
vertrauten Schatz göttlicher Offenbarung zum der Welt zu bewahren 
und die größte Frucht für die Nachweit zur Reife zu bringen. 
Cudwig Völter. 
307. Das Tote Meer. 
1. Mit mehreren anderen Reisenden wandten wir uns zu dem Toten 
Meere. Fast eben zog sich der Weg westlich vom Jordan hin. Die 
Oberfläche des Bodens war mit ener dinnen Salpeterkruste bedeckt, 
welche von den Füßen der Pferde durchbrochen vurde bobnß sie nef 
einsanken. Alles umher war wüst und öde. Der Pflanzenwuchs verlor 
sich mehr und mehr, bis alle Spur desselben verschwand. Nur grausige 
Berge starrten uns entgegen. Nach einer Stunde standen wir an den 
Ufern des Toten Meeres, welche sich in einer Bank von Kieselsteinen 
etwa 2,5m hoch über die Wasserfläche erheben. Seit unserer Abreise 
vom Roten Meere wir keinen so bedeutenden Wasserspiegel gesehen, 
und an den öden Charakter der Wüste gewöhnt, staunten wir anfangs, 
wie wenig die Umgebung des Mecres den schaurigen Erwartungen ent 
sprach, welche wir edeg hatten. Aber bald sahen wir mehr. Schroff 
und steil steigen die Gebirge an dem östlichen Üfer 700 1000 hoch 
auf. An der westlichen Seite erheben sie sich in größerer Entfernung 
vom Meere. 75 kmlang, 15 ku breit starrt die stille Fläche; keine 
Welle wogt auf der weiten Flut Tot liegt das Meer; es zeigt keine 
Spur von Vier- oder Pflanzenleben. Kenn Fisch regt sich in seinen 
usenn die vom Jordan hinabgetriebenen sofort zappelnd und 
sterbend zur Oberflaͤche auf. Die lebendigen Wasser des Jordans den 
lieren sich in der toten Fläche; nur in der stärksten Regenzeit v 
sie den Umfang des Meercs zu erweitern. Sonst verdunstet bei der 
glühenden Hitze des Tales so viel Wasser, als der Jordan nur herben 
führen mag, denn das Meer liegt etwa 400 m unter dem Spiegel des 
Mittelmeeres. Daher herrscht hier eine ägyptische Hipe— vermehrt durch 
die hohen Klippen nackter Felsen, welche die Strahlen der brennendsten 
Sonnenglut sammeln. Schwefel findet sich r viel an dem Ufer. Die 
Araber bereiten daraus ihe Schießpulver. Auch Erdharz oder Aphalt 
kommt häufig in großen Stücken vorn In Jerusalem wird dasselbe viel⸗ 
fach zu kleinen Andenken für die Pilger verarbeitet. 
2. Das Wasser ist eins der salzigften der Erde. Es enthält 25 Teile 
Salz in 100 Tellen Wasser und so grsütnigt daß hineingeworfenes 
Salz sich nicht auflöst Bei der starken erdunstung ist daher alles an 
den Ufern des Meeres, jeder Stein, jedes etwa von dem Jordan herab— 
geschwemmte und ausgeworfene Treibholz mit einer weißen Salzkruste 
überzogen. Das Wasser hat aus demselben Grunde bedeutende Schwere. 
Mehrere unserer Gefährten badeten, und das Wasser trug sie, ohne daß 
sie zu schwimmen Ja, bei tieferen Stellen wurde es ihnen 
schwer, sich unter dem Wasser zu uen weil sie immer wieder empor⸗ 
gehoben wurden. Als die Badenden das Wasser verließen, waren sie 
nach kurzer Zeit mit einer weißen Salzkruste überzogen. Wir kosteten 
Anhalt. Lesebuch (Oberstufe). 
22
	        

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[Oberstufe, [Schülerband]]. Bernburg: Dornblüth, 1904. Print.
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