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Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776685201
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11376697
Title:
Der erste Lehrmeister
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Inbegriff des Nöthigsten und Gemeinnützigsten für den ersten Unterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776685589
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11537994
Title:
Die Bewohner der Erde oder Beschreibung aller Völker der Erde
Shelfmark:
GD-I 26(1,1814)-10
Author:
Löhr, Johann Andreas Christian
Volume count:
Theil 10
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1814
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Title page

Document type:
Multivolume work
Structure type:
Title page

Contents

Table of contents

  • Geschichtsbilder zum Gebrauche der Volksschule
  • Binder
  • Title page
  • Vorrede zur ersten Auflage
  • Vorrede zur achtzehnten und den folgenden Auflagen
  • Inhalt
  • 12. Lykurgus
  • 19. Romulus
  • 23. Cäsar
  • 31. Chlodwig
  • 42. Friedrich Barbarossa
  • 57. Entdeckung Amerikas
  • 65. Die Reformation
  • 71. Ludwig XIV.
  • 85. Die französische Staatsumwälzung
  • 98. Französisch-deutscher Krieg
  • Binder

Full text

— 70 - 
Ein Fest drängte das andere, Tausende von Höflingen verherr¬ 
lichten den eiteln König. 
Solcher Glanz erfüllte die anderen Völker mit Bewunderung 
und verleitete sie zu lächerlicher Nachahmung. Dadurch wurde 
das Französische bald Umgangssprache der höheren Stände, und 
ganz Europa ahmte die Sitten und Moden von Paris nach. 
Bei diesem prunkvollen Leben strebte Ludwig aber auch nach großer 
Macht. Er suchte daher sein Land auf Kosten der Nachbarstaaten, 
besonders Deutschlands, zu vergrößern und führte fortwährend 
Eroberungskriege. Hierbei verfuhr der Gewaltige ohne alles Recht 
und ohne alle Menschlichkeit. So nahm er mitten im Frieden 
mit ftecher Raubgier gegen sechs hundert deutsche Städte und 
Dörfer des Elsasses einfach weg. 
Doch die empörendsten Schandthaten beging Ludwig in einem 
Kriege um die Pfalz. Er sandte seine Mordbrennerscharen unter 
dem General Melac an den Oberrhein und ließ sämtliche 
Städte und Dörser einäschern. So sanken Worms, Speier, 
Mannheim, Heidelberg und andere Städte in Trümmer. 
Die Einwohner selbst wurden beraubt, mißhandelt, gemordet. 
Ein stummer Zeuge dieser Greuel ist heute noch das Heidelberger 
Schloß. Fünfzig Jahre lang verbreitete auf solche Weise der 
ehrgeizige, listige Tyrann unsägliches Elend über die Menschheit 
und hinterließ bei seinem Tode Frankreich in einem höchst zer¬ 
rütteten Zustande. 
I. 1.1681 n. Chr. 72. Straßburg. 
Vier Kilometer westlich vom Rheine breitet sich am Flüßchen 
Jll die Stadt Straßbnrg aus. Ihre Lage ist äußerst günstig. 
Denn die Hauptstraßen zwischen der Schweiz, Deutschland und 
Frankreich treffen dort zusammen, so daß sie einen Knotenpunkt 
des Völkerverkehrs bildet. Daher war Straßburg schon zur Römer¬ 
zeit ein wichtiger Handelsplatz, und seine Messen waren das 
ganze Mittelalter hindurch berühmt. Ebenso galt es als eine 
Stätte der Bildung. Dichter und Gelehrte hatten dort ihren 
Sitz aufgeschlagen, und die Hochschule verbreitete im siebzehnten 
Jahrhundert echt deutsche Wissenschaft. Besonders wichtig aber ist 
Straßburg als Kriegsplatz. Wer Straßburg besitzt, beherrscht 
auch das ganze Elsaß.
	        

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Müller, M. Geschichtsbilder Zum Gebrauche Der Volksschule. Stuttgart: Metzler, 1892. Print.
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