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Für die dritte Bildungsstufe (Theil 3)

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776685201
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11376697
Title:
Der erste Lehrmeister
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Inbegriff des Nöthigsten und Gemeinnützigsten für den ersten Unterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776685589
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11537994
Title:
Die Bewohner der Erde oder Beschreibung aller Völker der Erde
Shelfmark:
GD-I 26(1,1814)-10
Author:
Löhr, Johann Andreas Christian
Volume count:
Theil 10
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1814
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Table of contents

Title:
Inhalt
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Table of contents

Contents

Table of contents

  • Lehr- und Lesebuch für Schule und Haus
  • Für die dritte Bildungsstufe (Theil 3)
  • Binder
  • Cover
  • Title page
  • Vorrede
  • Inhalt
  • I. Natur
  • II. Natur und Gott
  • III. Der Mensch als Beherrscher der Natur oder der Mensch und seine Kunstwerke
  • IV. Menschenleben und Gott
  • V. Der Mensch im bürgerlichen Leben
  • VI. Der Mensch im Kampfe mit Menschen. Geschichtsbilder
  • VII. Zeitbilder
  • Binder

Full text

561 
durch Wurmser gesprengt, und der Herzog von Braunschweig siegte bei Pirmasens. 
In Südfrankreich waren die Spanier eingefallen und hatten mit den Engländern 
Toulon besetzt; Lyon, Marseille, Bordeaur und die Vendoe waren im Aufstande ge¬ 
gen den Convent. 
Doch in den Niederlanden hielt man sich zu lange mit Belagerungen auf, die 
Engländer wollten sich Dünkirchens bemächtigen, statt die Vendeer (unter denen die 
Conventstruppen wie eine Cannibalenhorde mit Mord, Brand und jeglichen Gräueln 
wütheten) kräftig zu unterstützen; man wartete, bis die Jakobiner durch das Auf¬ 
gebot in Masse immer neue Heere schufen, welche fanatisirt und im Tirailliren, 
Einzeln - und Zerstreut-Fechten geübt wurden. Dünkirchen wurde von Houchard 
entsetzt, und der Herzog von Kork bei Hondscoten (8. September) geschlagen, als 
Houchard aber am 15. September einen kleinen Verlust erlitt, mußte er unter die 
Guillotine. Sein Nachfolger Jourdan erhielt den gemessenen Befehl, bei Verlust 
seines Kopfes zu siegen, und trieb den 16. Oktober den Herzog von Coburg bei 
Wattigny zurück. Ein französisches Streifcorps drang bis Aachen vor und setzte 
der Bildsäule Karls des Großen die rothe Mütze auf. „Landau oder den Tod!" so 
befahl der Convent Pichegru und Hoche. In dreitägiger Schlacht bei Kaiserslau¬ 
tern den 26. — 28. November schlugen die Preußen unter Möllendorf die immer in 
neuen Schaaren andrängenden Franzosen mit empfindlichem Verlust zurück; aber 
die österreichischen Linien wurden den 22. Decbr. hinter der Matter durchbrochen, 
Wurmser mußte bei Speier über den Rhein zurück, die Preußen zogen sich gegen 
Mainz. Der Herzog von Braunschweig übergab das Eommandovöllig an Mölleudorf. 
Der Feldzug des folgenden Jahres (1794), zu welchem der Kaiser Franz selbst 
Truppen dem Herzog von Coburg zugeführt hatte, um seine Truppen anzufeuern, 
begann gleich am folgenden Tage nach des Kaisers Ankunft mit einem Siege bei 
Chateau-Cambresis den 17. April mit der Vertreibung der Franzosen über die 
Sambre und der Eroberung von Landrech den 30. April. Doch nun befahl Car¬ 
not den Heeren von Pichegru und Jourdan tägliche allgemeine Angriffe, wilde 
unaufhörliche Stürme auf die Stellungen der Verbündeten, bis sie erschöpft wä¬ 
ren. Auf die Menge der Fallenden wurde nicht geachtet; neue Haufen ersetzten die 
Stelle der vernichteten, und in solchem Gedränge hörte die Kunst des Krieges auf, 
die verbündeten Feldherren wußten nicht, auf welchen Punkt die Hauptkraft des 
Feindes gerichtet war; dessen auseinandergesprengte Haufen sich wieder sammeln und 
mit frischen Truppen von Neuem anstürmen mußten. In einer Reihe von schreck¬ 
lichen Gefechten bei Tournay den 22. May, wo Coburg (Uork schonte seine Eng¬ 
länder) den wüthendsten Angriffen Pichegru's Stand Hielt, bis 20,000 Mann er¬ 
schlagen lagen, und den 26. Juni bei Fleurus, wo Jourdan, der viermal über die 
Sambre zurückgeschlagen wurde, bis es ihm zum fünften Male gelang, sich festzu¬ 
setzen, einen schon verlornen Sieg erkämpfte, indem er einen seiner Adjudanten in 
einem Luftball in die Höhe steigen und die feindliche Stellung erforschen ließ. 
Ein Conventsbeschluß befahl alle Emigranten, Engländer und Hannoveraner 
ohne Pardon zu erschießen; das geschah in Charleroy, in Nieuport mit den Emi- 
grirten; in Menin rettete diese der Hannöversche Commandant von Hammerstein, 
(dessen Adjudant, der nachher so berühmte preußische General Scharnhorst war,) 
indem er sich mit ihnen und der ganzen Besatzung durchschlug. Die Franzosen 
rückten in Westphalen vor, wie im Süden, in Piemont und Spanien. Nachdein 
nun der französische General Scherer inzwischen Landrech, Quesnoy, Valenciennes 
und Conds wieder erobert hatte (die Nachricht davon kam inmittelst des zum ersten¬ 
male im Großen benutzten Telegraphen in 20 Minuten nach Paris), zogen beide 
Hauptheere den 9. Juli in Brüssel ein; Coburg, der sich über den Rhein zurück¬ 
ziehen mußte, legte mißmuthig das Commando nieder, weil seine Aufforderung zur 
Kröger. III- Zß
	        

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Kröger, Johann Christoph. Für Die Dritte Bildungsstufe. Hamburg: Kittler, 1855. Print.
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