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Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte

Bibliografische Daten

Mehrbändiges Werk

Persistenter Identifier:
PPN776685201
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11376697
Titel:
Der erste Lehrmeister
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fleischer
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Sammlung:
Lesebücher vor 1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch
Untertitel:
ein Inbegriff des Nöthigsten und Gemeinnützigsten für den ersten Unterricht

Band

Persistenter Identifier:
PPN776685589
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11537994
Titel:
Die Bewohner der Erde oder Beschreibung aller Völker der Erde
Signatur:
GD-I 26(1,1814)-10
Autor*in:
Löhr, Johann Andreas Christian
Bandzählung:
Theil 10
Erscheinungsort:
Leipzig
Verlag:
Fleischer
Dokumenttyp:
Band
Sammlung:
Geographieschulbücher vor 1871
Erscheinungsjahr:
1814
Ausgabenbezeichnung:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Sprache:
Deutsch

Inhaltsverzeichnis

Titel:
Inhalt
Dokumenttyp:
Mehrbändiges Werk
Strukturtyp:
Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Inhalt

  • Hilfsbuch für den Unterricht in der alten Geschichte
  • Einband
  • Titelseite
  • Vorwort
  • Inhaltsverzeichnis
  • Literaturverzeichnis
  • Die griechische Geschichte
  • Die älteste Zeit
  • I. Periode. Die Zeit der äußeren Ausbreitung und der inneren Erstarkung
  • II. Periode. Die volle Machtentfaltung der griechischen Nation unter Führung Athens
  • III. Periode. Der staatliche Zusammenbruch des griechischen Volkes und das Zeitalter des Hellenismus
  • Die römische Geschichte
  • I. Periode. Roms allmähliches Erstarken bis zur Vorherrschaft in Italien
  • II. Periode. Die Entwicklung Roms zur Weltmacht
  • III. Periode. Das Zeitalter der Revolutionen
  • IV. Periode. Die römische Kaiserzeit
  • Zeittafel
  • Einband

Volltext

Philipp von Macedonien. 
95 
oder durch heimtückischen Verrat, den der schlaue Macedonier ebenso zu 
benutzen verstand, in seine Hände, zuletzt auch das mächtige, reiche Olynth, 
dessen Bewohner sich vergebens nach Athen um Hilfe gewandt hatten. 
Trotzdem der berühmte Redner und Staatsmann Demosthenes 
in seinen uns noch heute erhaltenen, hinreißenden olynthischen Reden für 
die gefährdete Stadt eingetreten war, entschloß sich das athenische Volk 
erst zur Hilfeleistung, als es bereits zu spät war. Auf diese Weise machte 
' sich Philipp zum Herrn der ganzen macedonischen und thracischen 
Küste und ging nun auch an die Schaffung einer Flotte. 
Anm. Demosthenes, der Sohn eines wohlhabenden Waffenfabrikanten, war 
frühe verwaist und wurde von ungetreuen Vormündern um den größten Teil seines 
Vermögens betrogen. Er suchte sich nun zum Redner auszubilden, um als Sachwalter 
die gewissenlosen Vergeuder seines Erbes vor Gericht zur Rechenschaft ziehen zu können. 
Mit unermüdlichem Fleiße vervollkommnete er sich in der Kenntnis des Rechts und 
im rednerischen Ausdruck. Besondere Schwierigkeiten hatte er zu überwinden, um den 
hohen Anforderungen zu genügen, die damals die Athener an die Vortragskunst der 
öffentlichen Redner stellten. Demosthenes besaß eine von Natur schwache Stimme: er 
stotterte etwas und konnte das „5R" nicht richtig aussprechen. Außerdem wirkten seine 
linkische Haltung und häufiges Zucken mit der einen Schulter störend auf die Zuhörer. 
Mit erstaunlicher Willenskraft wußte der junge Athener alle diese Mängel schließlich 
zu überwinden. Angeblich suchte er am Ufer des Meeres das Tosen der Brandung 
zu übertönen, um seine Stimme zu stärken. Um sich an ein geläufiges Sprechen zu 
gewöhnen, soll er sich mit Kieselsteinen unter der Zunge in der reinen Wiedergabe der 
Laute geübt haben. Vor einem hohen Spiegel beobachtete er seine Bewegungen; dabei 
hing von der Decke des Gemaches ein entblößtes Schwert auf feilte Schulter herab, 
dessen Spitze ihn verwundete, so oft er zuckte. Von feiner bewunderungswürdigen 
Ausdauer erntete Demosthenes die schönste Frucht; er wurde der größte Redner 
des Altertums. 
2. Tie Erwerbung der Herrschaft über Griechenland durch 
Philipp von Macedonien. Mit Philipps fortschreitenden Erfolgen 
steigerten sich feine Ziele. Er faßte den kühnen Plan, die alternden 
griechischen Staaten seiner Herrschaft zu unterwerfen und an der Spitze 
des geeinten Griechenlands die Macht des Perserreiches in Asien zu er¬ 
schüttern. Durch einen sogenannten heiligen Krieg gegen bie Phocier*) 
erhielt Philipp zuerst Gelegenheit, sich in die Verhältnisse Mittelgriechenlands 
einzumischen. Die Phocier waren von der Amphiktyonenversammlung 
(S. 43) wegen der widerrechtlichen Besetzung von Tempelland zu einer 
Geldstrafe verurteilt worden, die sie unmöglich aufbringen konnten. Sie 
plünderten daher die delphischen Tempelfchätze und warben Söldner an, 
um sich gegen die Angriffe der Thebaner, die vor allem die Beschlüsse der 
Amphiktyonen auszuführen suchten, zu verteidigen. Als die wilden Soldaten- 
*) Bewohner vom Phoeis, Landschaft am Fuße des Parnassus.
	        

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Zitierempfehlung

Bachmann, Julius. Hilfsbuch Für Den Unterricht in Der Alten Geschichte. Leipzig: Dürr, 1907. Print.
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