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Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde

Bibliographic data

Multivolume work

Persistent identifier:
PPN776685201
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11376697
Title:
Der erste Lehrmeister
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Multivolume work
Collection:
Readers, pre-1871
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German
Subtitle:
ein Inbegriff des Nöthigsten und Gemeinnützigsten für den ersten Unterricht

Volume

Persistent identifier:
PPN776685589
URN:
urn:nbn:de:0220-gd-11537994
Title:
Die Bewohner der Erde oder Beschreibung aller Völker der Erde
Shelfmark:
GD-I 26(1,1814)-10
Author:
Löhr, Johann Andreas Christian
Volume count:
Theil 10
Place of publication:
Leipzig
Publisher:
Fleischer
Document type:
Volume
Collection:
Geography textbooks, pre-1871
Publication year:
1814
Edition title:
[Electronic ed.]
Copyright:
Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung
Language:
German

Chapter

Title:
Afrika
Document type:
Multivolume work
Structure type:
Chapter

Contents

Table of contents

  • Lehr- und Lesebuch oder die Vaterlands- und Weltkunde
  • Binder
  • Title page
  • Vorwort
  • Vorwort zur bayerischen Ausgabe
  • Inhalts-Verzeichniß
  • Alphabetisches Register
  • Besonderes Inhaltsverzeichniß der Musterstücke von L. Kellner
  • Erster Abschnitt. Das Vaterland - Deutschland
  • I. Die Staaten Deutschlands
  • II. Die Natur Deutschlands
  • III. Deutschland und seine Bewohner - die Deutschen
  • IV. Geschichten aus der Geschichte der Deutschen
  • Lieder
  • Zweiter Abschnitt. Die Erde
  • I. Die Erdtheile
  • II. Die Natur der Erde
  • III. Die Erde und ihre Bewohner (die Menschheit)
  • IV. Geschichten aus der Geschichte der Menschheit
  • Lieder
  • Dritter Abschnitt. Die Welt
  • Vierter Abschnitt. Der Mensch
  • Fünfter Abschnitt. Gott und sein Himmelreich
  • Zeittafel
  • Tabellen zur deutschen und bayerischen Geschichte
  • Binder

Full text

224 
C. Wiederholung und Vertiefung der deutschen Geschichte. 
e) Kleidung. Über die Kleidung der Bürger und Bauern wissen 
wir erst seit dem 13. Jahrhundert Genaueres. Die Männer trugen 
enge Beinkleider und einen weiten Rock, die Frauen eng anschließende 
Kleider mit lebhaften Farben. Die Socken (Strümpfe) waren ans Tuch 
genäht, da man das Stricken erst im 16. Jahrhundert erfand. Gegen 
Ende des Mittelalters war die Kleidung nach französischem und italie- 
nischem Vorbilde recht ausfällig. Neben grünen Röcken trug man rote 
Beinkleider, oder die Röcke und selbst ein Beinling waren verschieden 
gefärbt oder verschieden gemustert. Die Schuhe endeten in langen, spitzen 
Schnäbeln, die Röcke waren mit Schellen benäht, die Ärmel oft so weit, 
daß sie bis ans die Erde hingen. (Bild 21.) Zu Beginn der Neuzeit 
werden breite Schuhe getragen, die weiten Ärmel verschwinden. Die 
Frauen lieben faltenreiche Schleppkleider, die Männer mit Pelz besetzte 
kurze Mäntel (Schauben). Die Ärmel sind bei Männern und Frauen 
vielfach zerschlitzt, um die weiße Wäsche oder untergelegtes buntfarbiges 
Zeug Hervorscheinen zu lassen. 
Nach dem Dreißigjährigen Kriege kleidete sich der Bürger nach 
französischem Muster (ä la mode). Die Männer trugen den lang- 
schößigen farbigen Rock mit blanken Knöpfen, darunter eine lange Weste. 
Die Hose reichte nur bis zum Knie,- an die Stelle des Schuhes trat 
der lange Reiterstiefel, dessen Stulpen aber meistens bis auf die Füße 
zurückgeschlagen wurden. Statt der bisher gebräud)lichen Mütze und 
des Baretts trug der Mann den mit einer Feder geschmückten Reiterhut, 
der dann von dem Dreimaster verdrängt wurde. (Bild 25.) Während 
die Männer seit Karls des Großen Zeit ihr Haar meistens geschoren 
hatten, ließen sie es jetzt lang wachsen. Kahlköpfe trugen eine Perücke, 
die bald so viel Beifall fand, daß selbst das natürliche Haar ihr weichen 
mußte. Im 18. Jahrhundert wurde diese durch den Zopf (Bild 24), 
der Reiterstiesel durch den zierlichen Schnallenschuh abgelöst. (Bild 23.) 
Die Frauen verunzierten ihren Körper durch den weit abstehenden Reif- 
rock, den Kopf durch allerlei seltsame, hoch aufgetürmte Haarfrisuren 
und ihr Gesicht dnrch Schminke und Schönheitspflästerchen. 
Bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts hatte jeder Bürger das 
Recht, Waffen zu tragen. Sobald der Lehrjunge zum Gesellen be- 
sördert wurde, schnallte er das Schwert um. 
4. Deutsche Kolonisation im Mittelalter. 
Die von Karl dem Großen (S. 17) begonnene, von Heinrich I. 
(S. 23) und Otto I. (S. 26) fortgesetzte Rückeroberung des von den 
Slawen besetzten Ostens wurde durch die Züge nach Italien auf zwei 
Jahrhunderte unterbrochen,- erst Lothar von Sachsen nahm sie wieder
	        

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Hoffmeyer, Ludwig, Wilhelm Hering, and Hermann Diekmann. Mit Einem Anhang Von 79 Bildern Und 9 Karten in Farbendruck. Breslau: Hirt, 1911. Print.
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